Free Software Foundation rät von Apple-Produkten ab

Free Software Foundation rät von Apple-Produkten ab

Bloß keine Äpfel

Auf die gestrige Ankündigung neuer iPhone-Modelle, einer Smartwatch und eines Bezahldienstes reagiert die Free Software Foundation (FSF) mit der Empfehlung, keine Apple-Produkte mehr zu kaufen.

Anwender sollten stattdessen mobile Geräte unterstützen, die nicht die Grundfreiheiten ihrer Anwender beschränken. Die FSF verweist dabei explizit auf ihr Projekt Replicant, ein freier Fork von Android, sowie F-Droid, ein Repository mit freier Software für Android. Darüber hinaus solle man direkt Tim Cook, CEO von Apple, mitteilen, wie man sich fühle. Dazu hat die FSF die E-Mail-Adresse von Tim Cook auf ihren Seiten veröffentlicht.

Die Meldung der FSF zitiert zudem ausführlich John Sullivan, Executive Director der FSF, der vor allem die Presse kritisiert: Er sei enttäuscht, dass diese als Apples Marketing-Arm fungiere und Apples Krieg gegen die Freiheit der Anwender unter den Tisch kehren würde. Jeder Bericht, der nicht Apples beharrlichen Einsatz von Kopierschutzverfahren (Digital Rights Management) erwähnen würde, wäre ein extremer Bärendienst für die Leser und ein Schlag gegen die Entwicklung einer freien, digitalen Gemeinschaft.

Zahlreiche Berichte würden nicht erwähnen, dass Apple jedem mit Strafverfolgung im Rahmen des Digital Millennium Copyright Act (DMCA) drohe, der ein anderes Betriebssystem auf seinem Apple Smartphone zu installieren versucht. Zahlreiche Berichte würden ebenfalls verschweigen, dass Apples Geräte die Installation von nicht offiziell von Apple zugelassenen Anwendungen verbieten. Zahlreiche Berichte würden auch nicht Apples Software-Patente und die Armee von Anwälten beleuchten, die all diejenigen attackieren würden, die eine freiere Computer-Umgebung als ihre entwickeln.

Seit der letzten Produktvorstellung von Apple hätte es mehrere Beispiele gegeben, in denen Smartphones und andere Computer für politische Aktivitäten und wichtige Meinungsfreiheit verwendet wurden. Ebenfalls hätte es Beispiele gegeben, in denen Apple diese Ausdrücke zensiert hätte. Welche Beispiele und Aktionen dies jeweils waren, erwähnt John Sullivan allerdings nicht. Er ist jedoch der Meinung, dass Zensur und digitale Zonen für Meinungsfreiheit die Norm würden, wenn man Apple diese Form der Kontrolle zugestehen würde.

Laut John Sullivan sei es aber nicht genug, Apples Produkte nicht zu kaufen. Es müssten auch die Gesetze aufgebohen werden, die Apple und anderen nutzten, um ihre digitalen Restriktionen durchzusetzen, würden ihnen eine subventionierten Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Produkten verschaffen, die ihrerseits die Freiheit ihrer Benutzer respektierten.

Die komplette Aussage von John Sullivian findet sich zusammen mit der offiziellen Empfehlung der FSF auf den Seiten der FSF.

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