Um die Entwicklung ihrer Distribution finanzieren zu können, bitten die ElementaryOS-Macher vor jedem Download um eine Spende. Wer ElementaryOS kostenlos herunterladen möchte, muss dabei jetzt explizit eine Spende von 0 Dollar eintippen. Dieses hat jetzt wiederum einige Diskussionen ausgelöst.
Auf der aktuellen Download-Seite von ElementaryOS thronen über dem blauen Knopf zum Herunterladen mehrere weitere Schaltflächen, über die man einen Spendenbetrag auswählen kann. Voreingestellt sind 25 Dollar. Wer den Download-Button anklickt, wird um die Eingabe der Kreditkartennummer gebeten. Das auf Ubuntu basierende ElementaryOS ist jedoch nach wie vor kostenlos erhältlich. Wer nicht spenden möchte, muss allerdings explizit auf „Anderer Betrag“ klicken und „0“ Dollar eintippen. Zwar baten ElementaryOS-Entwickler schon früher um Spenden, stellten aber explizit noch einen Link zum kostenlosen Download bereit.
Die Umstellung auf das neue Verfahren rechtfertigen die ElementaryOS-Entwickler in ihrem Blog. ElementaryOS Luna sei über 2 Millionen Mal heruntergeladen worden, jedoch hätten nur 0,125 Prozent tatsächlich einen Geldbetrag gespendet. Für ihre Arbeit an der Distribution hätten bislang nur ein paar der Community-Mitglieder ein klein wenig Geld erhalten. Das meiste davon sei zudem über ein Bounty-Programm gekommen. Mit den Spenden wollen die Macher die Kosten der Entwicklung und die Zukunft von ElementaryOS sicherstellen.
Die Entwickler weisen zudem darauf hin, dass sie nicht verpflichtet seien, ihr fertiges Betriebssystem kostenlos abzugeben. Sie hätten Geld in die Entwicklung, das Hosting der Website und die Unterstützung der Anwender investiert. Man wolle dennoch kostenlose Downloads nicht verbieten. Man glaube an das Zahle-was-du-willst-Modell (Pay what you want). Insbesondere wolle man keine Nutzer ausschließen, die sich kostenpflichtige Software nicht leisten können.
Der Blog-Post und das Vorgehen der ElementaryOS-Entwickler hat mehrere Diskussionen ausgelöst, unter anderem auf Slashdot und Reddit. ElemetaryOS ist aber nicht die einzige Distribution, die derart um Spenden bittet: Auch Canonical fragt die Nutzer von Ubuntu vor dem Download nach einem Obulus.





