Zu den Linux-Distributionen für den Raspberry Pi gesellt sich eine weitere hinzu: Ab sofort ist auch openSUSE Leap 42.2 für den Raspberry Pi 3 erhältlich. Zudem gibt es eine neue Version von RaspArch, das auf Arch Linux basiert.
Das openSUSE-Projekt stellt erstmals ein Image für die ARM-Architektur bereit. Die Distribution verlangt allerdings einen 64-Bit-Prozessor und setzt einen Raspberry Pi 3 voraus. Die älteren Raspberry-Pi-Modelle werden nicht unterstützt. openSUSE Leap 42.2 soll kontinuierlich mit Aktualisierungen und Updates versorgt werden. Das Image basiert auf den openSUSE-Quellen und nutzt insbesondere nicht den von der Raspberry Pi Foundation betreuten Kernel. Daher unterstützt openSUSE Leap auf dem Raspberry Pi nicht alle Funktionen. Dazu gehört insbesondere HDMI-Audio und das hardwarebeschleunigte Video-Decoding. Im Gegenzug bietet openSUSE Leap 42.2 eine voll funktionsfähige Virtualisierung via KVM – die bei anderen Raspberry-Pi-Distributionen noch fehlt.
Die Distribution RaspArch liegt bereits in ihrer vierten Version vor. Auch das neue RaspArch 161205 ist von Arch Linux ARM abgeleitet. RaspArch läuft sowohl auf dem Rapsberry Pi 3 als auch dem Vormodell 2. Neu in der Version 161205 sind der LXDE-Desktop, PulseAudio, Firefox, der Paketmanager Yaourt und Gimp. Damit steigt gleichzeitig der Platzbedarf des Image auf 700 MByte. Der Linux-Kernel meldet sich in der Version 4.4.35.





