ForumZwei Distros auf einem Rechner
norbert Lang – Sonntag, 12. November 2006 04:07 Uhr

Hallo,

Ist es eigentlich möglich, auf einem Rechner zwei Linux-Distributionen laufen
zu lassen?
Ich hatte daran gedacht, Agnula/Debian parallel zu meiner Suse 10.1 Version
laufen zu lassen.
Wenn ja, wie ist das am besten zu meistern, vor allem bezüglich BIOs etc.?

lg
Norbert

2 Antworten
Bernd Seidler – Sonntag, 12. November 2006 05:35 Uhr

Moin, Robert,

das ist sogar ziemlich unproblematisch möglich. Du brauchst dafür lediglich eine freie Partition für das System.
Die Swap-Partition wird automatisch übernommen.
Hast Du Dein /home-Verzeichnis auf einer eigenen Partition, kannst Du es auch im neuen System weiterverwenden.
Beim Partitionieren ist wie üblich Vorsicht geboten, sonst killst Du Deine bestehenden Daten.

So, das war’s mal ganz allgemein.

Grüße,
Bernd

Christian Fröse – Sonntag, 12. November 2006 08:28 Uhr

Hi!

Also wenn ich von eins wirklich nur Abraten kann, dann ist es ein gemeinsames genutztes Home-Verzeichnis!
Nur wenn es verschiedene Nutzer auf den verschiedenen Systemen gibt. Aber selbst dann kann es zu einem Gerangel mit den UID’s kommen.
Die persönlichen Einstellen werden die um die Ohren fliegen, gerade bei der Benutzung von Debian, da die Pakete oft nicht der neuste Stand ist.
Ich habe mir angewöhnt, bei dem System, das ich hauptsächlich nutze das Home auf eine extra Partition auszulagern. Die zusätzlichen Systeme haben wegen wenig Nutzung des Userhomes das /home mit auf der Root-Partition.

Ansonsten spricht nichts dagegen: Install auf extra Partiton, Grub angepasst und los gehts.

MfG
Christian

Mein Testrechner besitzt gerade 4 Installationen: Windows, OpenBSD, Gentoo sowie ein Debian. Und es gibt noch 50 GByte für weitere Experimente. :-)

Benjamin Quest – Sonntag, 12. November 2006 18:33 Uhr

Es gibt gar kein Problem mit einer gemeinsam genutzten /home Partition, solange man bei beiden Systemen nicht den gleichen Usernamen pflegt.

Pro Distribution also einen eigenen User anlegen und fertig. Gemeinsam genutzte Sachen wie Bookmarks kann man ja symbolisch verlinken (bei der “Neben”distribution). Und das /home/.kde Verzeichnis kann man in der Regel auch erstmal in die neue Distribution rüberkopieren, das erspart auch einiges an Konfigurationsarbeit.

Das läuft bei mir seit geraumer Zeit völlig problemlos.

Benjamin

Dieter Drewanz – Sonntag, 12. November 2006 11:56 Uhr

Hi Norbert,
ich habe auch mehr Linuxe auf dem Notebook. Beim Installieren mußt Du sicher bei den meisten Distri im Expertenmodus partitionieren und vorher überlegen das was und wie. Im Bootmanager Grub sind die anderen Versionen dann meist auch automatisch aufgenommen. Es empfiehlt sich hier die Infos zu Grub zu lesen. Wenn Du bei dem Grub des bereits vorhandenen Linux bleiben willst, dann installiert man Grub in die Partition des weiteren Linux und holt sich die Einträge aus der menu.lst heraus und ergänzt diese bei der menu.lst von grub Deines ersten Linux auf dem Rechner.
Wenn Du beide Linux zugleich gestartet haben willst, allerdings vom zweiten keine 3D Unterstützung brauchst (genug Hauptspeicher hast), dann könntest Du dieses in ein Verzeichnis installieren (das kann auch eine gemountete Partition sein) und unter der XEN Virtualisierung laufen lassen.
Ist nur ein Anregung zum Experimentieren mit dem XEN, das mit dem GRUB solltest Du Dir vorher anschauen.