Hallo Linuxfreunde,
ich wende mich heute mal mit einer eigenartigen Problematik an Euch. Seit einigen Jahren lese ich regelmäßig zwei bekannte Linux-Zeitschriften. Aus folgenden Gründen habe ich mich entschlossen, zusätzlich ein anderes Computer-Magazin zu lesen:
WinXP hat neben Linux seinen festen Platz auf einigen Rechnern in der Familie gefunden (mit den üblichen Nebeneffekten und Begründungen). Mit der Administration von XP tue ich mich etwas schwer.
Seit Windows 98SE hat sich ja einiges geändert und mal wieder einen Überblick über aktuelle Hardware zu bekommen, wäre auch nicht schlecht.
Soweit meine Überlegungen.
Vor kurzem habe ich einem Verwandten (eingefleischter Windows-User und Linux-Umsteiger) auf Nachfrage meine alten Ausgaben des Linux-User zur Verfügung gestellt. Das Feedback war erstmal überraschend: Totale Begeisterung über so viele Hintergründe und Grundlagen. Endlich würde er mal verstehen wie dies oder jenes eigentlich funktioniert. Der verschlingt die einzelnen Ausgaben regelrecht.
Nun stehe ich da im Buchladen vor der Zeitschriftenwand und finde mich irgendwie nicht zurecht. Die Zeitungen sind sehr bunt und haben überwiegend die gleichen Aufmacher. Ich entschied mich für zwei Magazine, die nicht ganz so aufdringlich schienen. Allerdings empfand ich das Niveau nicht so, wie ich es gewöhnt bin. Nach Abzug von Werbung und Hardwaretests blieb nicht viel übrig.
Ist man als Linux-Anwender wirklich so verwöhnt?
Das würde mich zwar ein bischen stolz machen, aber nicht zufriedenstellen.
Mich interessieren nicht wirklich abertausende, topgeheime XP-Tricks, oder irgendwelche Pseudo-Vollversionen.
Gibt es im Windows-Lager noch was anderes als diesen “Kopfschrott”?
Lasst mal Eure Meinungen und Tips dazu hören.
Gruß
Kai
Der Bereich Computer ist inzwischen so breit gefächert, dass Du wählen musst
zwischen
– allgemeinen Computerzeitschriften (Tests, Produktvorstellungen …)
– wirtschaftsorientierten Zeitungen
– technikorientierten Zeitungen
– …
Schau einfach mal ins Google Verzeichnis [1] rein, um zu sehen was es gibt.
Ich lese zum Beispiel das SPS-Magazin [2] (Papierausgabe). Also eine relativ
spezielle Sache.
[1] http://directory.google.com/Top/World/Deutsch/Computer/Medien/Zeitschriften_und_Online-Magazine/
[2] http://www.sps-magazin.de/
Hallo,
Ich habe früher auch das PC-Magazin, PC-Welt,Chip und PC-Professionell neben dem Linux-User und Ct gelesen. Seit einger Zeit nur noch CT und LU, da in den übrigen Zeitschriften ewig die gleichen Themen durchgekaut werden und man einfach nichts wissenswertes erfährt. Habe mir letztens mal wieder seit langem die PC-Pro geholt da ist wirklich jede zweite Seite Werbung. Aus meiner Sicht ist keine Zeitschrift so richtig empfehlenswert. Ich muß allerdings sagen, daß ich mich nicht mehr mit Windows beschäftige, seit einem Jahr nehme ich nur noch Linux und auch vorher dämmerte XP auf der Platte vor sich hin, so das mich Windows-Probleme nicht tangieren.
mfg gert
Hallo,
ich habe auch viele Jahre lang Windows benutzt und mir auch Zeitschriften
gekauft. Du hast schon recht, da ist ein riesen Unterschied zu
Linux-Zeitschriften. Auch auf die Titel 55 Geheime Windows Tipps kann man nicht
aufbauen. Diese Zeitschriften haben irgendwie einen Zyklus, in dem sich alles
wieder wiederholt. Wenn man sich so eine Zeitschrift einmal geholt hat, weiß
man praktisch schon alles. Und für die paar neuen Sachen wieder 4,50Euro
auszugeben lohnt nicht.
Nochwas. Kauf dir nie die Computer-Bild(-Spiele). Die einzige die ich
einigermaßen empfehlen kann ist PC-Professional.
mfg
Alex
Zu meinen Windows Hoch-Zeiten habe ich die Magazine NUR wegen der damals noch nicht immer Pseudo- aber Vollversionen geholt. Das waren meist sehr brauchbare Programme, die einfach schon zwei Nummern höher existierten. PC-magazin und PC-Welt waren da meine bevorzugten, aber Niveau oder Hintergründe habe ich nicht gesucht. Die habe ich eigentlich nur in der ‘ct gefunden. Chip kann auch noch passabel sein, aber ich weiß nicht wie die geworden sind.
Und ja: man ist verwöhnt von den Linux-Zeitschriften, weil man es einfach sein muß. Ich wette, mit weitergehender Verbreitung bekommen auch wir noch eine Linux-Bild …
Was mir in den Linux-Gazetten durch die Bank fehlt sind eigentlich Hardwaretests. Nur so läßt sich eigentlich auf Hersteller ein klein wenig Druck ausüben … Die schauen dann auf die Auflage und können sich ausrechnen wieviele potentielle Kunden denn wohl direkt beeinflußbar wären von einem positiven Test. Wobei die Tests natürlich unabhängig bleiben müssen, also kein Sponsoring-Gemunkel …
Die Windows PC-Zeitungen reizen mich eigentlich kaum, immer das gleiche Schema: knacken sie jeden Kopierschutz, entschlüsseln sie ihre DRM verseuchte mp3 sammlung bla bla und der Tipp steht dann als Link zu einem Link im Heft, weil man illegales ja nicht abdrucken darf, dazu noch eine Tolle Vollversion (LE) oder eine Brockhaus DVD mit halbem Inhalt zum reinschnuppern … und das ganze auf 12 Quadratmetern Wandfläche.
Die Hardwaretests sind dann meist auch noch recht oberflächlich, so habe ich mir ein Testsiegergerät gekauft daß nach wenigen Wochen nur noch DVD’s und keine CD’s mehr brannte und das Umtauschgerät klingt und verhält sich wesentlich anders. Qualitätsbeurteilung??? Naja hätte man dem häßlichen Schwarzen Plastikklotz ja am Preis ansehen können … ;-)
BEnjamin
Hach ja, da werden jetzt Erinnerungen in mir wach … ;o)
Vorab … ich bin vielfach zertifizierter Windows-Knaller und habe
im Jahre 1996 mein erstes Linux-Magazin erstanden. Nach selbiger Lektüre
wurde ich SuSE Kunde und habe mich mit den Widrigkeiten von Windows und
Linux auseinandergesetzt. Soviel zum schwelgen in Erinnerungen.
Fakt ist, die meisten Zeitschriften zu den diversen RegHacks in Sachen
Windows sind absoluter Mist – ich persönlich kann nur jedem engagierten
User, oder Admin von Windows-Rechnern die diversen Foren empfehlen und
natürlich die M$-KnowledgeBase. Siehe u. a. [1].
Was die Zeitschriften zum Thema Linux angeht, so kann ich nur sagen,
das Linux-User an sich kompetenter sind und sich weitaus mehr mit
ihrem System auseinandersetzen als Windows-User und somit sind auch die
diversen Zeitschriften zum Thema Linux weitaus interessanter u. kompetenter.
Bei diesem Hintergrund möchte ich dem LM mal ein Lob aussprechen und
auf die aktuelle Ausgabe verweisen, die gerade für mich interessant
ist, denn die Anbindung von OpenLDAP an AD ist wirklich ungeheuer
spannend.
Anyway … es ist schön und auch richtig, dass die Community mittlerweile
über den Tellerrand blickt und die Koexistenz von Windows und Linux nicht
mehr so sehr verteufelt, sondern ihren Blick auf das wesentliche konzentriert.
Und zwar die Festigung der eigenen Position.
So, um nun zur Quintessenz des ganzen Geredes zu kommen …
wenn Fragen zu Windows aufkommen, siehe [1].
Wenn ihr kompetentes Linux-KnowHow sucht, dann ist das LM eine
ausgesprochen kompetente Anlaufstelle und natürlich auch [2];o). LG @ all Marco
[1] http://www.mcseboard.de
[2] https://www.linux-community.de
Hallo,
danke für die vielen Anregungen. Das ein oder andere Magazin werde ich mir näher anschauen.
Meine etwas naive Erwartung war, das der “Kulturunterschied” aus Anwendersicht nicht mehr sooo groß ist. Beim lesen der Zeitschtriften, ist mir das aber wieder deutlich geworden.
Ich mag diese Gut-/Schlecht-Diskussionen um Windows und Linux eigentlich nicht. Viele meiner Linux-Kenntnisse basieren auf dem regelmäßigen Genuss von Linux-Zeitschriften (und der Linux-Community ;-)).
Seit einiger Zeit habe ich durch den Beruf weniger Zeit für die Administration der Familien-PCs. Da bin froh, das Fehler bei Linux i.d.R. schnell gefunden und beseitigt sind. Bei defektem Rechner wird einfach die Festplatte verpflanzt und kurze Zeit später läuft wieder alles.
Ein PC mit WinXP verursacht mir deutlich mehr Arbeit. Dort komme ich einer Fehlerursache zu selten auf die Spur. Obwohl man durch Linux ja eine systematische Vorgehensweise gewöhnt ist und nicht gleich alles kaputtklickt.
Gruß
Kai