ForumWLAN-Signalqualität vom Treiber abhängig
GoaSkin – Mittwoch, 29. Oktober 2014 14:16 Uhr

Hallo,

für einen WLAN-Stick mit Ralink 2870 Chipsatz gibt es einen Treiber von Ralink sowie (mittlerweile) auch Unterstützung im Kernel. Ralink hatte die Weiterentwicklung des Treibers eingestellt, eben weil es mittlerweile Kernel-Unterstützung gibt.

Nun habe ich ein System upgedated, wo bedingt durch den neueren Kernel der alte Ralink-Treiber nicht mehr compiliert und deshalb zuächst dem Kernel-Treiber eine Chance gegeben.

Im Unterschied zum Hersteller-Treiber ist das System bei der Verwendung des Kernel-Treibers der Meinung, dass die ganzen WLANs vergleichsweise schwach sind und findet viele WLANs auch garnicht mehr.

In einem Forum habe ich jedoch nachlesen können, wie man den alten Treiber so modifiziert, dass man ihn weiterhin compiliert bekommt und siehe da – man kann die WLANs wieder mit gewohnter Signalqualität nutzen.

Rein interessehalber: Wie kann es sein, dass sich der Treiber derartig darauf auswirkt, wie gut das Gerät mit den WLANs kann? Liegt das ggf. nur an den Einstellungen? Mit ‘iwconfig (tx)power’ erreicht man nichts.

1 Antwort
Dieter – Dienstag, 17. Februar 2015 23:09 Uhr

Hallo GoaSkin,
das Problem hatte ich bei einem ASUS Rechner früher auch. Verständlich wird es nur mit ein paar Kenntnisssen aus der allgemeinen Radiotechnik. Auf der HochFrequenz Seite gibt es natürlich erst mal eine Verstärkerstufe, die über eine Rückkopplung regelbar ist. Beim Radio wird die Verstärkung bei starkem Signal zurückgenommen. Bei vielen WLAN ist diese Verstärkung zuerst bei einem niedrigen Wert und wird über den Treiber hochgestellt oder auch erst eingeschaltet (der Verstärkungswert + Signalwert am Demodulator = richtiger Pegel in dB). Daraus resultiert die geringe Signalstärke und schlechte Verbindng des WLAN-Moduls. Und diese Steuerung ist bei den Chipsätzen leider nicht einheitlich und muss der passende Treiber dann “reparieren”.
Grüße
Dieter