ForumWINE – Administrator-Recht für Windows-Programme (speziell PDF-XChange)
Hans Huber – Sonntag, 13. Oktober 2024 10:38 Uhr

Hallo zusammen,

ich bin Linux-Neueinsteiger (Mint; Kernel 5.15.0-122-generic).

Kann man unter WINE Windows-Programme auch mit Administrator-Rechten starten?

Hintergrund:
Manche Windows-Programme benötigen offenbar den Start mit Administrator-Rechten, um sich Einstellungen zu merken.
Zumindest unter Windows ist das ja oft die Lösung, wenn es anders nicht funktioniert.
Beispiel:
Wenn ich PDF-XChange in WINE laufen lassen, muss ich jedes Mal die zunächst exportieren Einstellungen wieder importieren, damit ich meine individuellen Einstellungen verfügbar habe (z.B. Konfiguration der Menü-Leiste).
Vielleicht würde sich das erledigen, wenn ich das Programm unter WINE einmal mit Administrator-Rechten starten könnte und dann einmalig die individuellen Einstellungen mache.

Vielen Dank im Voraus für jeden Hinweis!

5 Antworten
Kai – Montag, 14. Oktober 2024 18:15 Uhr

WINE führt Windows-Programme standardmäßig mit Administrator-Rechten aus. PDF-Xchange sollte zudem unter WINE im Großen und Ganzen funktionieren, siehe:
https://appdb.winehq.org/objectManager.php?sClass=application&iId=15599
Welche Versionen von PDF-Xchange und WINE verwendest Du denn?

Hans Huber – Freitag, 06. Dezember 2024 10:35 Uhr

PDF-XChange Editor Plus:
Version 10.3.1 build 387 (17.07.2024)
Wine:
Im Startmenü steht “Winetricks”.
Im Terminal erhalte ich mit “wine –version” die Info “wine-6.0.3 (Ubuntu 6.0.3-repack-1)”.
 

Kai – Freitag, 06. Dezember 2024 10:46 Uhr

Die Wine-Version ist viel zu alt und Dein PDF-XChange Editor zu neu. Laut Wine-Wiki läuft Dein PDF-XChange Editor 10.3 unter Wine 9.17-staging, also einer Vorabversion. Ich würde aber vermuten, dass bereits Wine 9 reicht.
Welche Mint-Version benutzt Du denn? Der Kernel 5.15 ist ja auch nicht mehr der frischeste…

Hans Huber – Dienstag, 10. Dezember 2024 11:32 Uhr

Da habe ich wohl als Linux-Anfänger ein grundsätzliches Verständnisproblem:
Ich bin davon ausgegangen, dass durch Nutzung der Aktualisierungsverwaltung (was ich regelmäßig mache) auch Wine upgedatet wird. Nicht zuletzt auch darum, weil nach den Updates dort “Ihr System ist auf dem neuesten Stand.” steht.
Muss man Wine immer manuell updaten?
Habe ich evtl. eine falsche Wine-Variante, von der es nichts aktuelleres gibt als 6.0.3?
Meine urspr. Mail ist ja vom 13. Oktober.
Aktuell habe ich Linux Mint 21.3, Cinamon 6.0.4.
Bzgl. Kernel steht in der Aktualisierungsverwaltung als Fensterüberschrift “… Kernel 5.15.0-126-generic”.
Darunter steht 6.8.0-49.

Kai – Dienstag, 10. Dezember 2024 11:48 Uhr

Doch, doch, das ist schon alles richtig: Die Aktualisierungsverwaltung hält alle Software auf dem aktuellen Stand. Linux Mint ist allerdings darauf bedacht, möglichst stabile Softwareversionen auszuliefern, die gut getestet sind und kein Abstürze verursacht.

Die Entwicklung von WINE läuft aber im rasend schnellen Tempo ab. Und wie gesagt: Für den PDF-XChange Editor 10.3 benötigst Du Wine 9.17-staging, also eine brandaktuelle Vorabversion, die unter Umständen noch gar nicht stabil läuft.

Wenn Du den XChange-Editor nutzen möchtest, könntest Du Wine 9.17-staging per Hand an der Linux Mint Softwareverwaltung vorbei installieren. Davon würde ich abraten, weil das im Fall von WINE sehr aufwendig ist und Linux Mint verwirren kann.

Erstmal würde ich deshalb vorschlagen, dass du vom veralteten Linux Mint 21.3 auf das aktuelle Linux Mint 22 aktualisierst. Das installiert nämlich auch direkt eine deutlich neuere Wine-Version. Wie Du auf Mint 22 aktualisierst ist hier beschrieben:

https://linuxmint-user-guide.readthedocs.io/en/latest/upgrade-to-mint-22.html

Wie immer vor einem Update mach sicherheitshalber ein Backup. Probiere dann anschließend aus, ob der PDF-XChange Editor läuft.