ForumWieder Probleme mit SiS7012-Soundchipsatz
Axel Brüggemann – Samstag, 25. Juni 2005 17:38 Uhr

Hallo,

ich habe offenbar das selbe Problem das Mitte letzten Jahres schonmal hier diskutiert wurde (Probleme mit SiS7012-Soundchipsatz – vom 12.07.2004) Ich nutze SuSE 9.2, zur Überprüfung der Hardware startete ich meinen Rechner mit Knoppix 3.4, mit dem Ergebnis, dass die Soundausgabe einwandfrei funktionierte.
Ich habe daraufhin angenommen, dass meine Knoppix Version noch mit Kernel 2.4 arbeitet und damit mit OSS. Um Sicher zu gehen installierte ich daraufhin SuSE 9.1, und auch hier funktionierte die Soundausgabe tadellos.
Ich wäre ja mit SuSE 9.1 zufrieden, jedoch wurde hier mein Modem nicht erkannt, und so stand ich vor der Wahl Sound oder Web. Ich habe mich fürs Web entschieden und versuche jetzt also den Sound unter 9.2 in den Griff zu bekommen. Da die Diskussion letztes Jahr ohne Erfolg endete, hoffe ich dass es inzwischen neue Erkenntnisse gibt.
Nun zum Detail: Bei der Installation wird die Karte korrekt erkannt und in /proc/asound eingetragen: snd_pcm_oss 57896 0
snd_mixer_oss 19200 1 snd_pcm_oss
snd_intel8x0 31268 0
snd_ac97_codec 69728 1 snd_intel8x0
snd_pcm 96776 3 snd_pcm_oss,snd_intel8x0,snd_ac97_codec
snd_timer 24708 1 snd_pcm
snd 60164 6
snd_pcm_oss,snd_mixer_oss,snd_intel8x0,snd_ac97_codec,snd_pcm,snd_timer
soundcore 9056 1 snd
snd_page_alloc 10248 2 snd_intel8x0,snd_pcm
IRQ 10 wird übrigens auch beim booten der Soundkarte zugewiesen: Onboard Multimedia Device IRQ 10. Die Einträge in /proc/interrupts und /proc/ioports dürften auch passen: . . 9: 0 XT-PIC acpi 10: 1155 XT-PIC ohci_hcd, ohci_hcd, eth0, SiS SI7012 11: . . . . b000-bfff : PCI Bus #01 bc00-bc7f : 0000:01:00.0 d400-d4ff : 0000:00:04.0 d400-d4ff : sis900 d800-d87f : 0000:00:02.7 d800-d87f : SiS SI7012 dc00-dcff : 0000:00:02.7 dc00-dcff : SiS SI7012 ff00-ff0f : 0000:00:02.5 ff00-ff07 : ide0 ff08-ff0f : ide1 . . Ebenso bringt ein lsmod zutage das die Soundmodule geladen sind: snd_pcm_oss 57896 0 snd_mixer_oss 19200 1 snd_pcm_oss snd_intel8x0 31268 0 snd_ac97_codec 69728 1 snd_intel8x0 snd_pcm 96776 3 snd_pcm_oss,snd_intel8x0,snd_ac97_codec snd_timer 24708 1 snd_pcm snd 60164 6 snd_pcm_oss,snd_mixer_oss,snd_intel8x0,snd_ac97_codec,snd_pcm,snd_timer soundcore 9056 1 snd snd_page_alloc 10248 2 snd_intel8x0,snd_pcm Yast erkennt das Gerät als AS Rock ln Sound Controller, gibt bei der Konfigutation die eine Fehlermeldung aus:

Fehler während der Installation von Sound Controller
Das Kernelmodul snd-intel8x0 für die Soundunterstützung konnte nicht geladen werden. Ein möglicher Grund dafür können falsche Modulparameter sein, sowie ungültige IO- oder IRQ-Parameter.

??? Das Kernelmodul ist doch geladen! Und die IO bzw IRQ Parameter sehen doch auch ganz gut aus.Ich habs auch schon mit alsaconf auf der Kommandozeile probiert, das lief ohne Fehlermeldung durch brachte jedoch kein “hörbares” Ergebnis.
Wäre klasse wenn mir jemand weiterhelfen könnte.

1 Antwort
Anonymer Tux – Sonntag, 26. Juni 2005 13:32 Uhr

Hi!

Mit diesem Chipsatz gibts immerwieder Probleme. Nachdem ich das Thema damals hier anriss hab ich den Weg des geringsten Widerstandes gewählt und 8 Euro in ne Cirrus Logic (Modul CS_4281) investiert und hatte nie Probleme.

Wie bei dir läuft die SiS-Karte zwar unter Knoppix, unter SuSE 9.3 aber nicht. Debian wollte auch nicht.

Ich weiss, meine Antwort löst zwar nicht das Problem, aber es ist die einfachste Möglichkeit meiner Ansicht nach zu Sound zu kommen und anderen Problemen aus dem Weg zu gehen. Solltest du das Problem doch lösen (ich habs nach vielen Stunden damals aufgegeben), wäre es aber trotzdem schön wenn du deinen Lösungsweg preisgibst ;-)

Axel Brüggemann – Montag, 04. Juli 2005 15:11 Uhr

Hallo,

ich habe mich denn mal auf den Weg gemacht und mir eine “echte” Grafikkarte besorgt. Ich hatte gelesen das die von Creative Labs eine gute Wahl bezüglich Linux wären.

Falsch gedacht!

Nachdem ich die neue Karte eingebaut hatte und SuSE das erste mal starte, begrüßte mich sofort die Hardwareerkennung (große Freude!!) Das war dann aber auch schon alles. Beim Versuch die Karte mit Yast zu konfigurieren kamm dann folgendes dabei heraus:
Im Bereich “Zu konfigurierende Soundkarten” ist die Karte als “SB Audigy LS” aufgeführt. Der Versuch die Karte zu konfigurieren endet wieder mit dem Ergebnis: Fehler während der Instalation von SB Audigy LS Das Kernelmodul snd-audigyls für die Sondunterstützung konnte nicht geladen werden. Ein möglicher Grund dafür können falsche Modulparameter sein, sowie ungültige IO- oder IRQ-Parameter
Also das selbe Problem wie vorher. Auch hier sind alle Module in den Kernel geladen. lsmod | grep -i snd zeigt folgende Ausgabe: snd_audigyls 23464 0 snd_ac97_codec 69728 1 snd_audigyls snd_pcm 96776 2 snd_audigyls,snd_ac97_codec snd_timer 24708 1 snd_pcm snd 60164 5 snd_audigyls,snd_ac97_codec,snd_pcm,snd_timer soundcore 9056 1 snd snd_page_alloc 10248 2 snd_audigyls,snd_pcm
Alle weiteren Versuche die Karte zu konfigurieren endeten wie oben bei dem On-Board Soundchip.
Eine Sache die mich jedoch sehr verwundert ist, das in /proc/asound/cards der Eintrag —No soundcard— steht, ein lspci bringt hingegen folgendes zu Tage: 0000:00:0a.0 Multimedia audio controller: Creative Labs SB Audigy LS Was ist da Los??

Da ist noch eine Sache die mir nicht ganz einleuchtet:
Ich bin bei der Suche nach Lösungen auf einen alten Artikel im Linux-User gestoßen Ausgabe 1/04 “Linux für Geld”. Hier wird schon auf Soundprobleme mit Intel-Chipsätzen und SuSE 9.0. Im folgenden füge ich den relevanten Abschnitt einmal auf:

Große Probleme bereitet die Sound-Unterstützung für Intel-Chipsätze: SuSE verwendet das ALSA-Modul snd-intel8x0, das im Test nicht einem einzigen Rechner mit Intel-Chipsatz einen Ton entlocken konnte. Zwar liefert SuSE auch das funktionstüchtige Kernel-Modul i810_audio mit — es lässt sich aber partout nicht mit den Distributionswerkzeugen einbinden. YaST sieht bei der Sound-Installation auch im Expertenmodus nicht vor, das Modul manuell auszuwählen. So muss die Umstellung des Kernel-Moduls von Hand erfolgen. Dazu öffnen Sie als root die Datei /etc/modules.conf und suchen nach snd-intel8x0. Die zweite Fundstelle sieht etwa so aus wie in Listing 1. Listing 1: Fehlerhafte Soundkonfiguration bei SuSE # W60f.9clSAu7GW31:82801CA/CAM AC’97 Audio Controller alias snd-card-0 snd-intel8x0 alias sound-service-0-1 snd-seq-oss alias sound-service-0-3 snd-pcm-oss alias sound-service-0-8 snd-seq-oss alias sound-service-0-11 snd-mixer-oss alias sound-service-0-12 snd-pcm-oss Darin tragen Sie in der zweiten Zeile statt snd-intel8x0 die Zeichenkette i810_audio ein und speichern die Datei. Beim nächsten Systemstart funktioniert der Soundchip dann, auch wenn KDE keine Soundkarte mehr findet und daher die Systemklänge sowie die Lautstärkeregelung abschaltet. Die Lautstärke lässt sich aber alternativ mit dem Kommandozeilenprogramm aumix oder dem grafischen xmix steuern, und Programme wie Tuxracer oder MPlayer arbeiten völlig problemlos.

Das würde auf mein Problem mit dem Original Soundchip passen. Die Datei /etc/moduls.conf ist bei mir aber vollständig leer. Außerdem frage ich mich jetzt, warum der Sound mit SuSE 9.1 läuft, obwohl die Umstellung auf ALSA schon bei der Version 9.0 erfolgte??
Blickt da jemand durch??