Hi,
bin ein neuling in Sachen Linux und möchte gern wissen,
welche Linuxversion auf nem P3 mit 128 MB ram ohne Probleme
läuft.
dank im voraus
usbilm
Hallo
Mit deiner Frage meinst du sicherlich “welche Linuxdistribution und welche
Version davon”, oder?
Was sind deine Anforderungen an dieses Linux? Desktop oder Server? Ohne dieses
Wissen ist eine Empfehlung ein Rumstochern im Nebel.
SuSE 10.0 mit 128 MB RAM? Viel Spaß … Aktuelles KDE oder GNOME mit 128 MB RAM? Noch mehr Spaß … wenn “läuft flüssig” dann *zäh*flüssig meint, bitte nicht wundern.
So, auch wenn es vielleicht für einen Einsteiger nicht so ganz die richtigen Distributionen sein sollten, so empfehle ich doch und gerade wegen deiner Hardwareanforderung entweder _Xubuntu_ (mit dem XFCE Desktop) oder sogar _DSL_ (=DamnSmallLinux) oder _Puppy_. Diese Distributionen sind deutlich resoucenschonender als die Empfehlungen meiner Vorposter. ABER die zu bewältigende Lernkurve ist im Zweifel ein klein wenig steiler, weil die Administrationstools bei diesen Distros eventuell nicht so komplett sind wie bei SuSE und Co. Aber einen Desktop mit Internet bringen sie allemal auf die Platte und bei breitbandigem Anschluß auf Wunsch auch (fast) alles andere.
Da Du also ohnehin eine Lernkurve vor Dir hast (keine Angst, so steil wird es nicht) kannst Du auch eine von den oben genannten Distros nehmen, gerade bei DSL wird die alte Kiste geschwindigkeitsmäßig noch mal richtig aufblühen …
Alle Infos zu allen Distributionen gibt es hier [1].
Ja ich habe Suse 10.0 mit 128MB RAM auf älterer Hardware verwendet und habe mir
nen billigen zweiten 128MB-Riegel von einem Freund besorgt (den er übrig hatte)
und würde diese Vorgehensweise auch hier empfehlen, statt mit nicht so
einsteigerfreundlichen “schlanken” Systemen eine Menge Einsteigerfrust
vorzuprogrammieren.
Nix gegen Xubuntu. XFCE ist eine einfache nicht zu komplizierte und trotzdem
schöne Umgebung aber:
XFCE macht den Rechner auch nicht schneller. ;-) Das einzige was bei XFCE
schneller ist ist die Zeit bis der Desktop da ist und in manchen Fällen
swappt der Rechner im Vergleich zu KDE oder Gnome mal weniger.
Alle Anwendungen des täglichen Bedarfs, sagen wir mal OpenOffice, Firefox,
Thunderbird, Gimp, K3B, XChat usw. usf. sind unter XFCE statt KDE oder Gnome
genauso schnell (oder halt auch langsam je nach Rechner).
Wenn man XFCE aus Geschwindigkeitsgründen (und nicht weil man den Desktop
einfach an sich mag) verwenden will, dann sollte man bitte auch bei den
Applikationen andere Wege gehen und da kommt nämlich der Pferdefuß: Man wird
unweigerlich bei sehr spartanischen (zb Xpdf statt Kpdf oder Evince) oder
kommandozeilenorientierten Anwendungen landen und das ist mit Sicherheit nichts
für einen Einsteiger.
Bei meinen Probeläufen von DSL konnte ich keinen Frust ausmachen … alles lief wie es sollte, nur halt etwas schneller :-) Die Frage ist doch nur die, wie viel Umgewöhnung möchte ich haben und was nehme ich für wenig Umgewöhnung in Kauf? 35 Sekunden bis Yast mal Gähn sagt? Oder nach 35 Sekunden das DSL Kontrollcenter nach erledigter Arbeit wieder zugemacht haben … und ja, DSL bringt eine ganze Menge an nützlichen “klickbaren” Tools mit.
Xpdf ist vom Funktionsumfang z.B. nicht schlechter als KPDF, das ist ein schlechtes Beispiel. Und auch die Anwendungsprogramme sind auf DSL schneller, einfach weil da keine XY MB an extra services laufen (SuSE Plugger, SuSE Watcher und der Sack an deamons der bei einer typischen “fetten” Distro eben sonst noch läuft). Eine schmale Basis macht auf jeden Fall deutlich was aus.
Gut ich hab Damn Small Linux noch nie ausprobiert, kann da also selbst wenig
qualifiziertes über diese Distribution sagen. Ich habe lediglich von meinen
Erfahrungen mit der “KDE is Bloat. $Windowmanager rulz”-Fraktion extrapoliert.
Komischerweise nutzen die nämlich auch in den allermeisten Fällen OpenOffice
(das nun wirklich auf jedem Rechner gerne schneller sein dürfte ;-) und meinen
dann ihr Rechner wäre schneller als mit KDE oder Gnome. Also wenn OpenOffice
unter sagen wir mal Blackbox schneller ist als unter KDE dann ist das mit
Sicherheit Einbildung. ;-)
Außerdem gibt es da noch so Dinge wie “Produktivität” und ich meine mal, dass
so Dinge wie netzwerktransparenter Dateizugriff unter KDE immer schneller ist
als bspw. mit einen anachronistischen FTP-Manager seine Files nach dem
Bearbeiten und lokalen Speichern auf seinem Webserver hochzuladen.
Ansonsten ist KDE was die benötigte CPU-Leistung anbelangt alles andere als
ressourcenhungrig (alles andere ist nen Märchen und schlimmerweise liefern
viele Distris KDE mit schlechten Defaults aus), nur 128MB RAM sollten es schon
sein.
Zum Thema Yast: Keine Frage der könnte gerne schneller sein, aber ich behaupte
er ist auch auf älteren Systemen immer noch um mindestens ne Größenordnung
schneller und sicherer als sich händisch ohne großen Plan durch
Konfigurationsdateien zu quälen oder für jeden Zweck erst das geeignete
Konfigurationsprgramm finden (das berühmte Namensproblem).
Aufgrund meiner Erfahrung mit Suse hat mir daher auch das Konzept von Kubuntu
imponiert: Ein integriertes schnelles graphisches Konfigurationszentrum und die
Paketverwaltung mit Adept ist auch schnell und relativ unkompliziert.
Ich nutze übrigens Suse Linux 10.0 mit KDE 3.5 auf nem AMD Duron 700Mhz (sollte
also langsamer als er obige P3 sein) mit 256MB RAM und mein KDE mitsamt meinen
benutzen Anwendungen (und nicht nur ein imaginärer schlanker Desktop) ist
trotzdem fix (das einzige was in der Tat etwas nervig ist, ist die Wartezeit
beim Laden der Paketverwaltung im Yast, weil ich einen Haufen Quellen
eingetragen habe).
Wir hatten bis vor kurzem einen PC mit einer etwas besseren Ausstattung, aber nicht sehr viel. Uns fiel auf, dass Gnome in der neuen Version doch schneller war als KDE. Ich meine auch, etwas in dieser Art gelesen zu haben – Gnome soll wohl für ältere Rechnere getunt worden sein (bitte nicht schlagen, falls dem nicht so ist).
Auf den neuen rechnern setzen wir generell Ubuntub ein, obwohl ich mich noch nicht endgültig entschieden habe (hab ein (K)Ubuntu mit beidem). Von SuSE, welches wir früher nutzten weiß ich allerdings, dass es von den Ansprüchen her eher höher war als Ubuntu. Zumindest noch die 9.2, die hier noch irgendwo in der Ecke liegt.
Grüße
Ja, ne ditribution, und sie soll für desktop sein.
Installiere dir Suse Linux 10.0 (dafür gibt es auch das aktuelle KDE von Suse)
und installiere dir dann das aktuelle KDE (nimm nicht die 10.1, ist a bissel
lahm beim Softwareupdate) oder Kubuntu 6.06.
Beides auf einem P3 problemlos lauffähig. Einziger Tipp wär eine Aufrüstung des
Arbeitsspeichers auf 256MB (bringt spürbare Beschleunigung und kosten nicht die
Welt, über 256MB bringen nicht mehr so große Unterschiede, es sei denn du
bearbeitest regelmäßig Videos ;-).
Beide Distributionen haben klasse Hardwareerkennung, gut gepflegte aktuelle
Software und sind einfach zu bedienen/konfigurieren.
Installtionstipps und Download findest du unter:
[1] http://www.opensuse.org
[2] http://www.kubuntu.org
Danke ,
werd mal schauen was ich nehme
Gruß…
Ubuntu ist auch sehr Empfehlenswert vorallem die 6.06 LTS.
Ubuntu verwendet den GNOME Desktop es gibt aber auch ein Kubuntu das stattdessen den KDE verwendet der in Europa etwas beliebter ist. IMHO ist das wirklich nur eine Geschmackssache.
Ich weiß, aber ich hatte Kubuntu statt Ubuntu emfohlen, weil ich das
integrierte Kontrollzentrum für alles in Kubuntu wirklich klasse finde (so
sollte es in jeder Distribution sein: Integration in das jeweilige
Kontrollzentrum des Desktops, sofern vorhanden) und ein Einsteiger (und nicht
nur der!) sicher soetwas braucht.
SUSE 10.x für ´nen PIII ???
Bissi lahm, oder?
Nö überhaupt nicht. Ich besitze einen Duron 700MHz (und somit dem P3 total
vergleichbar) und arbeite damit täglich mit Suse 10.0 (hab seit 2001
kein “Zweitwindows” mehr) und abgesehen vom Yast (der wirklich schneller sein
könnte) kann ich dir versichern, dass Suse 10.0 auf derselben Hardware
schneller ist als Suse 7.0 (gilt übrigens nicht nur für Suse).
Alte Software ist nicht per se schneller und bei KDE schon gleich garnicht: KDE
1 war recht schnell hatte einen relativ kleinen Arbeitsspeicherverbrauch, KDE 2
war langsamer und hatte einen höheren Arbeitsspeicherverbrauch, konnte aber
auch viel mehr; KDE 3 wurde mit jedem Release schneller und ist jetzt definitiv
schneller als KDE 1. Lediglich der Arbeitsspeicherverbrauch in KDE 3 könnte
noch reduziert werden (aber nach der Aufrüstung von 128MB auf 256 MB merkt man
keinen großen Unterschied mehr beim Aufrüsten auf 512 MB), was wohl mit dem
noch modulareren KDE 4 (dank des modularen Qt 4 und diverser Optimierungen) der
Fall sein dürfte (aber das sieht man ja erst definitiv wenn’s fertig ist ;-).
Ein anderes Beispiel: Ich hab mit Kernel 2.4 (auf identischer Hardware!) nicht
gleichzeitig brennen, knackserfrei Musik hören und ruckelfrei im Web surfen
können (lag definitv nicht an falschen DMA-Einstellungen der Platte, das
Problem hatte ich mit Suse, Debian und Mandrake, mehr hatte ich nicht darauf
laufen), mit Kernel 2.6 ist das alles drei gleichzeitig auf demselben Rechner
überhaupt kein Problem.
Gut Gentoo würde ich mir auf dem Rechner nicht antun, aber schneller als
mindestens i586- und oft auch i686-optimierte Pakete gehts eh kaum auf der
Hardware.
Übrigens: Gnome hatte das selbe Performanceproblem wie KDE beim Wechsel von der
1.x auf die 2.x Version (ob’s jetzt besser ist, kann ich nicht sagen, mangels
Nutzung von aktuellen Gnomeversionen, nehm es aber mal an). Die
Gnomeperformance seinerzeit war einer der Gründe warum XFCE entstand, neben der
180°-Gnome-Wende vom Hackerdesktop zum Corporate Desktop… ;-)