ForumWelche Distro/Desktop für Grafik/Bildbearbeitung
Maik Fischer – Dienstag, 05. September 2006 01:56 Uhr

Hallo community!
Ich bin ziemlich neu im Linux Gebiet, will aber umsteigen.
Ich habe bereits Suse 10 getestet, war aber vollkommen überwältigt (im negativen sinne) von den ganzen (unnötigen) Programmen.
Also: Ich suche die für mich passendste distro + desktop ist.
Ich werde den PC hauptsächlich im grafischen Bereich einsetzen, sprich Blender, GIMP etc.. vorallem Blender ist mir wichtig.
Natürlich darf die Multimedia-Fähigkeit nicht zu kurz kommen, also auch MP3’s hören und ab und zu mal nen movie, und natürlich inet.
Aber im Grunde brauche ich nicht viel mehr, “gespielt” wird woanders ;)

wie gesagt..
*suse10+KDE hab ich getestet, war mir zuviel schnick-schnack
*knoppix live dvd fand ich schon eher interessant, nur halt auch überladen mit programmen
*ubuntu ziehe ich mir grad die iso, mal schaun..
als desktop werde ich bei ubuntu mal gnome testen

arbeitet jemand in dem grafik bereich und kann mir vielleicht tipps geben?

4 Antworten
kendaric – Dienstag, 05. September 2006 17:24 Uhr

hi,
empfehle dir Ubuntu. Ist super einfach für Neulinge.
Außerdem hat es ein geniales Packetmanagement ala Debian und es sehr sicher und ausgereift da es ja eh auf Debian basiert. Nutze seit 5 Jahren Linux und bin seit einem Jahr bei Ubuntu. Kann es wie gesagt nur empfehlen.

cu
kendaric

Christian Berg – Mittwoch, 06. September 2006 23:47 Uhr

Meine Meinung:
Debian für alles. Als Server, zum Zocken, zum Grafik bearbeiten.
Wichtig ist eh nur die Software, also GIMP, Blender, Xfig, Inkscape, u.s.w.
Da die meisten guten Grafikwerkzeuge GTK verwenden empfiehlt sich vieleicht ein GNOME Desktop.
Debian ist wenn man es erstmal verstanden hat ganz schnell und einfach zu warten. Es ist auf nichts zu geschnitten und für alles anpassbar. Abgesehen davon ist es frei und wird auch immer für alle frei bleiben.
Wer es lieber bequemer hat möge Ubuntu nehmen, wo man auch unfreie Treiber mitbekommt und von Haus aus nicht so viel Paketauswahl hat. (Universe und Multiverse sind ein Muss!)

Maik Fischer – Donnerstag, 07. September 2006 13:39 Uhr

Vielen Dank für die Antworten!

Ich konnte Ubuntu leider noch nicht testen, mein Brenner macht Probleme :/
Aber Debian hab ich selbst noch nie gesehen, liegen die Vorteile jetzt bei der Schnelligkeit oder Konfigurierbarkeit?
Ist es leicht und schnell möglich neue Pakete nach der Installation aufzuspielen?
Oder geschiet das dann Software für Software?
Entschuldigt meine Neulings-Fragen ;)

Benjamin Quest – Donnerstag, 07. September 2006 20:58 Uhr

Ich empfehle ja gerne MEPIS, basiert auf Ubuntu hat aber im Vergleich zu Kubuntu und Ubuntu eine etwas ausgewogenere Paketauswahl (Ausnahme, man muß GIMP nachinstallieren auf der aktuellen, bekommt dafür aber XaraLX als Grafikprogramm, welches vielversprechend aber leider noch recht unnütz ist).

Debian/Ubuntu/MEPIS/Kanotix/SuSE/$insert Distro hiere$ haben alle Paket-Repositories und können durch weitere Repositories ergänzt werden. Praktisch hast Du auf einem aktuellen Ubuntu-System zugriff auf ??? 16000 Pakete ??? kann auch mehr sein. Die kannst du mit Programmen wie apt/synaptic/aptitude/yast/$insert Paketverwalter/gui here$ abfragen. Der paketverwalter achtet auf die Abhängigkeiten der Pakete untereinander und installiert die notwendigen Bibliotheken für das jeweilige Programm immer gleich mit (nach Nachfrage).

Grafikprogramme für die Liste zum Ausprobieren:
– Krita (Richtung Paint-Shop)
– digikam + kipi plugins (Photoverwaltung und einige gute Photo-Effekte/Korrektur)
– inkscape (Vektorgrafik)
– OpenOffice Draw (Vektorgrafik)
– potracegui (Bitmapvektorisierung)
– GIMP (is klar … Gutenprint nicht vergessen, dann druckts auch)
– Scribus (Desktop-Publishing)
– CrossoverOffice bringt auch Adobe Photoshop zum Laufen
– Gwenview/Photoview/eog (Bildbetrachter)
– Xsane/Kooka (Scanprogramme)
– Bibble (Shareware, nicht selbst ausprobiert)

Und auch die SuSE kann man relativ schmal auf die Platte kriegen … wo ist das Problem Programme runterzuschmeißen? Ausgangspunkt für Distributionssuche auch gerne hier [1].

[1] http://www.distrowatch.com

Maik Fischer – Sonntag, 10. September 2006 21:51 Uhr

“Und auch die SuSE kann man relativ schmal auf die Platte kriegen … wo ist das Problem Programme runterzuschmeißen?”

bin da wohl M$ geschädigt von wegen registry müll…
hab SuSE auch noch mal auf einem anderen Rechner aufgespielt und diesmal die Pakete selbst gewählt, macht schon einiges aus.
Am besten teste ich jetzt mal eine Distro und bleibe erstmal dabei, bis ich mit Linux besser vertraut bin und mir etwas nach meinen Ansprüchen zusammenstellen kann ;)

Nochmal vielen Dank für eure Hilfe!!

Christian Stamitz – Montag, 11. September 2006 10:36 Uhr

Ja, aber eine Registry gibt es eben nicht. Und es gibt eigentlich nie Probleme, weil zu viel Software, die nicht ausgeführt wird, installiert ist. Ausnahme jüngst sind nur ärgerliche Ressourcenfresser wie Beagle.

Wir lassen uns zu sehr vom oberflächlichen Eindruck leiten. Viel Software im default installiert wirkt meist komisch. Vor einigen Jahren mussten noch tausende Shellderivate unbedingt im Menü verfügbar sein. Bei KDE irritierte die Existenz mehrerer Editoren.

Cool Space – Sonntag, 10. September 2006 22:37 Uhr

Hallo!
Es wundert mich, das du als Linux Neuling nicht mit Suse/10.0 zurecht kommst. Du kannst doch schon beim installieren deine Softwareauswahl treffen und entsprechend klein halten. Außerden hast du mit wenigen “Klicks” über Yast mit “Packman-Einbindung” schnell die volle Multimediafähigkeit des Systems erstellt.
Gruß Spacelook

Christian Stamitz – Montag, 11. September 2006 10:28 Uhr

Was meinst du mit zuviel Schnick-Schnack? Zu viel vorinstallierte Software?

Kann man ja alles deinstallieren oder — wenn’s im Menü stört — die Einträge erst mal aus dem Menü löschen.

Ganz wichtig ist ein vernünftiges sauberes Backend und die Pflege, gerade im Bereich Multimedia. Vergiss die Oberfläche und den ersten oder zweiten Eindruck.

Gnome finde ich persönlich nuerdings zu langsam und ressourcenhungrig, das kann und wird aber eine Konfigurationskiste sein, die möglicherweise mit den neuen Abhängigkeiten Gnomes von Mono zusammenhängt.

Das wichtigste Tool in Sachen Grafikbearbeitung aus meiner Sicht ist ImageMagick

[1] http://www.imagemagick.org/script/index.php