Mein PC (128 MB RAM) funktionierte mit Windows XP einwandfrei. Seit ich ubuntu 7.10 installierte, braucht jede Seite 10 – 20 mal so lange, bis sie erscheint, etwa so, als hätte ich jetzt nicht mehr DSL, sondern wieder die alte langsame Verbindung. Am Internetanschluss, Modem oder Router kann es nicht liegen, denn wenn man andere Computer daran anschließt, arbeiten die normal.
Braucht ubuntu 7.10 so viel mehr Arbeitsspeicher als Windows XP, oder umgekehrt, ging XP so sparsam mit Speicherplatz um? Oder gibt es andere Gründe, warum derselbe PC mit einem anderen Betriebssystem gleich so extrem viel langsamer arbeitet?
Und kann ich den RAM auch als technischer Laie (bin Gärtner) selbst gegen einen größeren austauschen (bisher baute ich nur CD-Brenner und Netzwerkkarte selbst ein, aber da lagen auch leicht verständliche Anleitungen bei), oder ist dies mehr was für “Fortgeschrittene”?
Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen. Im voraus schon mal herzlichen Dank dafür!
Dass ein modernes Linux mit allem drum und dran mehr Speicher in Beschlag nimmt als das betagte XP kann schon sein. Dass aber ausgerechnet das Internetsurfen so drunter leiden soll find ich auch seltsam.
Welchen Browser benutzt du denn und probier doch einfach mal nen anderen. Oder starte (installiere) mal ne kleinere und weniger speicherintensive Desktopumgebung wie Fluxbox oder so und probier ob man da schneller surft oder auch nicht.
Zum RAM-Einbau muss man sagen dass 128 wirklich sehr wenig sind und dass mit mehr RAM auf jeden Fall besser gearbeitet werden kann. Einen 512er Riegel gibt fuer um die 20 €. Der Einbau [1] ist nicht schwer, auf keinem Fall komplizierter als ne Netzwerkkarte. Allerdings gibts inzwischen einen ganzen Zoo an verschiedenen RAMs, so dass du dich schon schlau machen musst, was in deinem Rechner fuer ein Speicher werkelt, bzw was das Mainboard vertraegt. Diese Info solltest du in der Doku zu deinem Rechner oder deinem Mainboard finden.
Dann gekauft,
Rechner aus,
mal vorher an die Heizung langen zum erden/entladen,
Gehaeuse auf,
RAM-slots auf dem board gesucht und feste aber nicht mit roher Gewalt den neuen Riegel richtigrum (auf die Kerben achten) reingedrueckt (nicht auf die Chips tatschen, eher am Rand anfassen), so dass die Hebel an den Enden zuschnappen (vielleicht bisschen nachhelfen).
XP mit 128 MB war gut? Also mir waren 256 noch zuwenig.
Du kannst ja mal in der Shell (Konsole, Xterm, o.ä.) den Befehl “free” eingeben.
Der zeigt dir an, wieviel Speicher genutzt wird. Solange der SWAP-Speicher nicht gebraucht wird, ist alles in Ordnung.
Ansonsten ist es auch nicht besonders schwer, neuen Arbeitsspeicher einzubauen. Mußt nur darauf achten, dass du die richtige “Art” (SDRAM, DDR oder DDR2) nimmst.
Und dass die Kapazität des Speichermoduls nicht zu groß ist. Ältere Boards können manchmal nur Module erkennen, die nicht größer als 256 MB sind. Da sollte dir das Handbuch des Mainboards weiterhelfen.
Eventuell ist da auch schon eine bebilderte Anleitung zum Einsetzen der Module drin…
Hallo,
also das mit Win.XP und 128 MB RAM war sicherlich ein Scherz – oder?
Wenn es um Ubuntu geht, gibt es da ein sehr gutes Wiki, wo fast alles zu finden ist. Die optimierung der Speichernutzung findest du hier:
http://wiki.ubuntuusers.de/Tuning
Gruß
Andreas
1) Auf einem Notebook habe ich XP Home (Professional ist bei 128MB zum Einschlafen langsam) mit 128MB laufen sehen. Es ließ sich damals nur auf 196 maximal aufrüsten und geht heute noch brauchbar.
2)Dann solltest Du keine emailadresse als Link tarnen (hier haben die Moderatoren “etwas geschlafen” beim Freischalten)
3) Ubuntu 7.10 benotigt auch mehr Resourcen als Ubuntu 6.06. Für einen Rechner mit 128MB wäre XUBUNTU die bessere Wahl. Allerdings hat man dann eine einfachere Grafikoberfläche. Bei SimplyMEPIS gibt es auch ein abgespektes KDE als Oberfläche. Das war letztes Jahr auf einer ZeitschriftenDVD. Ich habe es mal mit 128MB ausprobiert und lief recht gut.
4)Wie andere hier vorschlugen, mehr Speicher ist sinnvoll und vom Zeitaufwand vermutlich auch die schnellste Lösung (ohne Einkaufszeit für einen Specherriegel).
And welcome in the World of Linux User!
Gut, das mit den 128 MB ist jetzt schon öfters gekommen.
Je nachdem, wie alt Deine Maschine ist, wäre es auch eine Überlegung wert, nach einem gebrauchten Firmen-PC Ausschau zu halten. Alter: 2-4 Jahre; 512 MB Ram Minimum.
Zunächst sollten die Kisten auch für ein modernes Linux noch ausreichend Power haben.
Außerdem sind Bürokisten in der Regel auf Zuverlässigkeit ausgerichtet; bei einem Alter von zwei Jahren darfst Du auch von einer erprobten Treiberunterstützung ausgehen. Kurz: An der Front herrscht Ruhe.
Und schließlich dürften die Dinger auch nicht alle Welt kosten.
Ach ja: Geh zu einem Händler; so jemand mit richtigem Laden. Es gibt wirklich welche, die sich auf sowas spezialisiert haben.
Natürlich ist der Computermarkt viel zu komplex, um mit ein paar Stichworten vollständig wiedergegeben zu werden. Aber Dir steht ja der ultimative Test zur Verfügung: Schnapp Dir einfach die Ubuntu-CD und probier’s aus (wenn der Händler Dir das verweigert, weißt Du schon, wer Dein Geld nicht bekommt).
Das wären mal meine Gedanken.
Grüße,
Bernd
Hi Linuxanfänger,
erstens gebe ich meinen vorrednern recht mit dem Tip, den RAM soweit als möglich aufzubohren.
Zweitens würde ich mal versuche mit Kubuntu [1] machen. Solange Du dann nur reine KDE Anwendungen (also kein OpenOffice, Firefox bzw. Iceweasel, Thunderbird bzw. Icedove, usw.) benutzt sondern Koffice, Konqueror, Kmail usw. ist der Resorcenbedarf insbesondere bei 7.10 oder sobald erhältlich die 8.04 am besten mit KDE 4.x (aber Achtung – das ist noch nicht 100% ausgereift), sehr gering (habe einen Rechner mit 96MB RAM mit 7.10 laufen was doch recht ordentlich klappt, zumindest besser als Ubuntu und erstaunlicher weise auch Xubuntu).
Drittens zu Deinem eigentlichen Problem. Ich tippe mal darauf das die Namensauflösung nicht sauber funktioniert. Gebe doch mal auf einer Kommandozeile (unter UNIX Terminal genannt) den Befehl ping -c 5 http://www.heise.de ein. DenAnschließend markierst Du mit der Maus die Ausgabe und fügst sie mit der mittleren Maustaste hier in ein Kommentarfenster ein. Anschließend gibst Du zunächst in Deinem Browser http://www.heise.de ein und wartest wie lange es Dauert. Anschließend probierst Du das gleiche mit http://193.99.144.85. Das wiederholst Du abwechselnd noch ein / zwei mal und schilderst hier Deine Beobachtungen.
PS: Falls Du experimentierfreudig bist, probiere mal man traceroute sowie [1] und man host. Anschließend kannst Du mit diesen beiden befehlen Deinen PC etwas auf den Zahn fühlen. Dazu mußt Du aber Administrationsrechte haben (in einem Konsolenfenster sudo su eingeben und dort dann z.B. host http://www.heise.de sowie traceroute http://www.heise.de eingeben. Die Ausgaben sollten Dir nach dem Studium der oben genannten Quellen schon etwas weiter helfen. Anschließend kannst Du Deine Beobachtungen dann auch hier schildern.
Ciao
Ulf
[1] http://kubuntu.org/
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Traceroute
Erst mal recht herzlichen Dank für die Mühe zum Helfen. Leider weiss ich nicht, wie ich an eine “Kommandozeile” bzw. “Terminal” komme. Bei Wikipedia ist zwar erklärt, was dies ist, aber nicht, was ich machen muss, um an eine solche Zeile bzw. Terminal zu kommen. Auch der Rest meiner Familie weiss nur, wie man surft, E-Mails schreibt, Texte und Fotos ausdruckt. Fachkenntnisse hat hier leider niemand. Aber ich würde gerne deine Tips ausprobieren, und dann gleich antworten, welchen Erfolg ich hatte.
Schöne Feiertage, Franz
Hi,
naja, Du hast ja wenigstens danach gesucht. Schaue Dir mal den Link [1] an. Dort ist es genau erklärt.
Also kurz (Achtung in Ermangelung einer GNOME Umgebung ungetestet), Du öffnest oben am Bildschirmrand das Menü Anwendungen dann das Untermenü Zubehör und anschließend Terminal. Es öffnet sich dann ein Fenster in das Du nach dem anklicken mit der linken Maustaste, Befehle eingeben kannst. Am ende jedes Befehls musst Du diesen noch mit der Enter Taste aktivieren (Enter wird manchmal auch Zeilenvorschub bzw. Wagenrücklauftaste genannt und wird meist durch einen von oben kommenden und rechtwinklig nach links abknickenden Pfeil gekennzeichnet) . Danach erscheint dann die Ausgabe, welche wir benötigen.
Dort tippst Du dann oben beschriebene Kommandos ein. Noch ein kleiner Nachtrag, nachdem Du sudo su eingeben hast und die oben erwähnte Enter Taste betätigt hast, wirst Du nach Deinem Passort gefragt. Dort gibst Du dann Dein Anmeldepasswort ein und bestätigst wieder mit der Enter Taste. Das geht aber nur wenn Du der zuerst angelegte Hauptbenutzer bist. Aber Achtung! Danach kannst Du dann wirklich alles unter Linux anstellen ohne das nachgefragt wird! Also mit bedacht verwenden und lieber in der Hilfe oder im Internet auf diversen Wikis nachlesen was die Befehle machen. Auf der Kommandozeile/im Terminal kannst Du auch mit man gefolgt vom Namen des Befehls eine kurze Beschreibung bekommen.
Noch ein paar Tips für das Terminal: mit den Pfeiltasten kannst Du vorherige Befehle aus der history holen, mit der Tab Taste Deiner Tastatur kannst Du einen Befehl oder einen Dateinamen vervollständigen. Mit der mittleren Maustaste kannst Du den Inhalt der Zwischenablage an der Stelle unter dem Mauscursor einfügen. Wenn Du die linke Taste gedrückt hällst, kannst Du einen Text markieren. Mit einem doppelklick mit der linken Maustaste ein Wort und mit einem dreifach klick die Zeile markieren (wird übrigens im gegensatz zu Windows automatisch in die zwischenablage übernommen). Mit der rechten Maustaste bekommst Du ein Menü mit den aktuell möglichen Aktionen. Übrigens funktionieren die Mausaktionen auch in allen anderen Fenstern und Eingabefeldern.
Hast Du zumindest mal den Versuch mit http://www.heise.de und abwechselnd http://193.99.144.85 im Browser Deiner Wahl gemacht (kannst Die Links auch anklicken)? Wenn beide etwa gleich schnell sind müssen wir weiter Suchen, wenn aber die Variante mit der Nummer wesentlich schneller ist wissen wir wo wir weiter Suchen müssen.
PS: Du kannst auch mal unter [2] die LUG (Linux User Group) in Deiner nähe heraus suchen und diese mal kontaktieren. Dort wird Dir meist auch gerne Parktisch weiter geholfen wenn Du es nicht hin bekommst. Aber erwarte keinen Service wie bei einem Dienstleister, es handelt sich um Freiwillige die das in Ihrer Freizeit machen. Aber wenn Du freundlich nachfragst und einen Kaffee und Kekse bereit hälst kommt evtl. sogar mal jemand vorbei wenn es nicht anders klappt.
Ciao
Ulf
[1] http://wiki.ubuntuusers.de/Terminal
[2] http://www.linux-magazin.de/heft_abo/service/linux_user_groups
PING http://www.heise.de (193.99.144.85) 56(84) bytes of data.
64 bytes from http://www.heise.de (193.99.144.85): icmp_seq=1 ttl=249 time=13.2 ms
64 bytes from http://www.heise.de (193.99.144.85): icmp_seq=2 ttl=249 time=14.6 ms
64 bytes from http://www.heise.de (193.99.144.85): icmp_seq=3 ttl=249 time=13.4 ms
64 bytes from http://www.heise.de (193.99.144.85): icmp_seq=4 ttl=249 time=13.4 ms
64 bytes from http://www.heise.de (193.99.144.85): icmp_seq=5 ttl=249 time=13.3 ms
— http://www.heise.de ping statistics —
5 packets transmitted, 5 received, 0% packet loss, time 20126ms
rtt min/avg/max/mdev = 13.253/13.622/14.644/0.519 ms
franz@franz-desktop:~$
— 193.99.144.85 ping statistics —
5 packets transmitted, 5 received, 0% packet loss, time 4000ms
rtt min/avg/max/mdev = 12.331/13.533/14.980/0.920 ms
franz@franz-desktop:~$ PING 193.99.144.85 (193.99.144.85) 56(84) bytes of data.
bash: syntax error near unexpected token `(‘
franz@franz-desktop:~$ 64 bytes from 193.99.144.85: icmp_seq=1 ttl=249 time=12.3 ms
So das sind die 2 Terminal-Ausgaben, einmal mit http://www.heise.de und das 2.Mal mit 193.99.144.85. Mein Gefühl war, dass das mit der Nummer schneller ging. Ich werde nochmal beides versuchen und mit der Uhr stoppen und mich dann wieder melden. Und vorher werde ich die Chronik in Mozilla Firefox löschen, so dass mein PC nicht auf was altes zurückgreifen kann, sondern wirklich beides neu suchen muss.
Bis gleich, Franz
Entschuldigung, jetzt habe ich gestoppt: Die Heise-Seite braucht jedesmal 120 Sekunden, also genau 2 Minuten, bis sie fertig aufgebaut ist. Egal, ob mit Ziffern oder mit Buchstaben eingegeben. Problem liegt anscheinend doch nicht bei der Namensauflösung.
Immerhin habe ich jetzt noch ein Pro-Linux-Argument mehr: Die hilfsbereiten Leute der Community!
Frohe Ostern wünscht
Franz
Hi Franz,
also wenn ich das Richtig gelesen habe, braucht ein ping auf heise.de in der Summe time 20126ms (also über 20 Sekunden) und direkt auf die IP-Adresse (die Zahlenkombination) time 4000ms (also 4 Sekunden). War es auch subjektiv so, dass nach dem ping -c 5 http://www.heise.de es ewig (also ca. 16 Sekunden) bis das erste Echo kam. Bei der anderen Variante aber relativ gleichmäßig ein Echo kam. Bei mir sind aber dabei beide etwa gleich schnell.
Ich tippe mal darauf das es tatsächlich Probleme mit der Namensauflösung gibt. Zuerst musst Du noch mit dem Paketmanager von Ubuntu die dhcp-tools installieren. Anschließend folgende Ausgaben aus der Kommandozeile als root (= Administrator wie gehabt durch sudo su) wieder wie gehabt in die Antwort kopieren:
route cat /etc/resolv.conf dhcpcd-test nslookup -all heise.de host -a http://www.heise.de cat /etc/nsswitch.conf | grep -v ‘^#’ So das wäre es fürs erste.
Frohe Ostererier ;-)
Ulf
Hi Franz,
ich gehe immer noch davon aus, dass etwas mit der Netzwerkkonfiguration nicht stimmt (siehe auch vorherige Antwort von mir). Kannst Du mir noch etwas mehr hintergrund Informationen zu Deinem Intranet geben. Welchen Netzwerkzugang verwendest Du (DHCP oder feste IP), was für einen Router zum Internet verwendest Du (Hardware Bezeichnung und Typ) und hast Du dort etwas an den Einstellungen geändert? Sind noch andere Geräte an diesem Netz angeschlossen?
Frohe Ostern
Ulf
Hi Ulf,
ich weiss zwar nicht, was DHCP oder IP ist, versuche es aber laienhaft zu beschreiben: Am Telefon-DSL-Splitter hängt ein “Arcor-DSL-Speed-Modem 50 B”. Zwischen Modem und PC ist ein “Zio-WLAN-Router”, bei conrad gekauft. Aber der Linux-PC ist über Kabel angeschlossen. WLAN nur für Laptop der Töchter. Anschluss war sogar für mich Laien kinderleicht. Was ich damals vor 3 Jahren konfigurieren musste, habe ich leider vergessen. Jedenfalls gings ohne fremde Hilfe, mit beigefügter CD. Als ich den PC vor ein paar Wochen von XP auf ubuntu umrüstete, habe ich NICHTS am Anschluss verändert! Kabel, Netzwerkkarte, alles wie vorher, (ausser der Geschwindigkeit). Ich rührte nichts an, konfigurierte nichts. Das Windows-Notebook läuft wie bisher, egal ob über WLAN oder über Kabel. Und wenn man den Router wegnimmt und den PC direkt ans Modem anschließt, ändert dies auch nix.
Hab was vergessen: Den jetzigen PC kaufte ich für 40 Euro gebraucht, darauf war eine “XP-Testversion”, die 30 Tage funktionierte. Dann ging sie nicht mehr und ich musste mich entscheiden, ob ich ein Betriebssystem kaufe (und dann noch vieles extra kaufen muss, wie word etc.), oder gleich auf Linux umsteige. Kann es sein, dass die XP-Testversion so abgespeckt war, dass nur deshalb der PC so schnell die Verbindungen aufbaute, also der Apparat selbst eine lahme Ente ist? Vorher hatte ich einen noch älteren PC mit Windows 98, der aber nur 56 MB RAM hatte. So richtig schnell ging nur der “neue gebrauchte” in den besagten 30 Tagen mit dem Test-XP.
winterliche Ostergrüße, Franz
Hallo Ulf, danke nochmal für die Bemühungen. Leider kam ich nicht drauf, wie ich dhcp-tools installieren soll. Bei “Anwendungen hinzufügen/entfernen” fand ich “Synaptik-Paketverwaltung”. Ich fand dann eine Auswahl von unzähligen tools, das einzige, was ähnlich klingt, heisst “GDHCPD server administrator”. Ist es das, oder bin ich den ganz falschen Weg gegangen? Leider muss man bei mir jeden einzelnen Schritt erklären wie bei einem kleinen Kind. Alle meine Freunde und Bekannten kennen nur Windows, auch die beruflich damit arbeiten. Kennen zwar keine Vorteile, haben halt nichts anderes kennengelernt. Deshalb bin ich jetzt so “allein”, wenn es nicht die nette Linux-Community gäbe.
Winterliche Ostergrüße von Franz
Hi Franz,
also weiter führende Informationen findest Du unter [1], [2], [3] und [4]. Lese Dir die Seiten in einer Ruhigen minute mal der reihenfolge nach durch. Dann wirst Du schon eher verstehen was Linux aber auch Windows so macht. Diese Grundlagen sind auch gerade für ein kleines Heimnetzwerk wie Du es hast sehr hilfreich. Auch wenn moderne Betriebsysteme die meiste Arbeit abnehmen, hilft einem das Verständnis der Grundlagen immer weiter.
Aber jetzt zum eigentlichen Thema. Wenn ich das richtig Sehe, hast Du einen WLAN Router mit einem DHCP-Server am laufen (Du kannst Dich ohne Eingriff direkt ins Internet einwählen). Aber irgend etwas stimmt noch nicht richtig, wodurch Du einen so langsamen Verbindungsaufbau bekommst. Ich habe wie gesagt die Vermutung, dass irgend eine Einstellung nicht richtig von dem DHCP-Server auf dem Router gesetzt wird. Das hat glaube ich nichts mit der Hardware zu tun. Aber dazu unten in der zweiten Antwort mehr.
Mir ist aber noch was anderes eingefallen, evtl. ist das die Ursache. Dazu musst Du Dich wieder in die Komandozeile mit sudo su begeben. Anschließend siehst Du Dir mit
grep ‘KDE_NO_IPV6’ /etc/environment
mal an ob dort der eintrag schon vorhanden ist (dann wird dieser angezeigt, wenn nicht wird nichts ausgegeben). Sollte wieder direkt die Eingabezeile erscheinen, gibst Du einfach
echo ‘KDE_NO_IPV6=true’ >> /etc/environment
ein. Dadurch deaktivierst Du das neuere IP Version 6 (momentan arbeiten alle gängigen Router ausschließlich mit IP Version 4).
Kurze Erklärung was die Befehle bewirken. grep sucht nach den in einfachen Anführungszeichen stehenden Begriff in der nachfolgend angegeben Datei /etc/environment. Diese Datei legt die Umgebungsbedingungen für diverse Programme fest. Übrigens befinden sich alle Grundeinstellungen von Linux in dem Verzeichnis /etc und dessen unterverzeichnissen. Alle dort befindlichen Konfigurationensdateien enthalten die Einstellungen als ASCII-Text, so dass man sie einfach mit jedem beliebigen Texteditor bearbeiten kann. Der zweite Befehl echo schreibt das nachfolgende auf die Standardausgabe (zumeist also direkt in die nachfolgende Zeile in der Komandozeile). Der Pfeil nach rechts (also das Größer als Zeichen der Tastatur) leitet aber diese Ausgabe von der Kommandozeile in die nachfolgende Datei um. Ist wie hier der Pfeil doppelt vorhanden wird die Eingabe nur angehängt und überschreibt nicht die komplette Datei. Also wird mit dem Befehl einfach die Zeile KDE_NO_IPV6=true als letzte Zeile an die Datei /etc/environment angehängt. Das kannst Du durch wiederholen des grep Befehls überprüfen.
Anschließend kannst Du zunächst den Administrationsmode (also root) durch Eingbae des Befehls exit verlassen, durch wiederholte Eingabe schließt Du dann auch die Kommandozeile. Danach Bootest Du der einfach halt halber Deinen Rechner neu. Evtl. haben wir glück und das Problem ist schon beseitigt, wenn nicht müssen wir weiter Suchen (siehe auch die zweite Antwort).
Ciao
Ulf
[1] http://de.wikipedia.org/wiki/IP-Adresse
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/TCP/IP
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/TCP/IP-Referenzmodell
[4] http://de.wikipedia.org/wiki/DHCP
Hallo Franz,
mit der “Synaptik-Paketverwaltung” hast Du schon das richtig Werkzeug gefunden. Aber mir ist eingefallen, dass bei Ubuntu dazu die Aktivierung eines zusätzlichen so genannten Repositorys nötig sein könnte. Deshalb lass es einfach beim alten und installiere mal nichts zusätzlich.
Gebe einfach die Befehle so ein. Es kann dann zwar sein, dass dann bei dem Befehl dhcpcd-test eth0 eine Fehlermeldung erscheint, die besagt, dass der Befehl nicht gefunden werden kann, was aber dann auch nicht tragisch ist. Wie gesagt, habe ich momentan kein Ubuntu im Zugriff (nur OpenSUSE 10.2 und OpenSUSE 10.3), was es etwas schwerer macht, da halt doch in der Zusammenstellung der Programme und in manchen feinheiten unterschiede zwischen den einzelnen Distributionen bestehen.
Übrigens dass mit dem Erklären ist kein Problem, verlängert nur etwas die Antwort. Aber es ist wieder eine gute Übung für mich, etwas allgemein Verständlich auszudrücken. Aber schaue dir mal das Ubuntu-Users Portal [1] an. Evtl. findest Du dort den ein oder anderen Tip oder eine freundliche Hilfe. Dort kannst Du auch mal nach dem Problem suchen oder aber nachfragen (die Leute sind dort genauso hilfreich wie hier). Evtl. hat dort noch jemand eine andere Idee oder kennt das Problem sogar schon.
Ciao
Ulf
Also der Aufbau normaler Webseiten benötigt normalerweise nicht viel Performance und sollte auch bei
einem alten Rechner kein Problem sein. Ich glaube eher, daß da was mit der Netzwerkkonfiguration
nicht stimmt.
– gibt es ggf. ein Problem mit der Namensauflösung? (z.B. es funktioniert nur der sekundäre DNS)
– versucht der Rechner ggf. bevorzugt über IPv6 zu verbinden? (nutzt IPv4 nur, wenn IPv6-
Verbindungsversuch Timeout gebracht hat)
Zum Testen kannst du einen beliebigen Host mit Namen anpingen und schauen, ob die Ergebnisse erst
verzögert erscheinen und mit dem Netstat-Befehl prüfen, ob ein Verbindungsaufbau mit IPv6 versucht
wird.
Allen die geholfen haben sei gesagt:
(Mindestens) 1 anderer Anfänger hat mitgelesen.
Falls das hier noch aktuell ist: Ich hatte das gleiche Problem auch auf gut ausgestatteten Systemen. Obwohl die DNS korrekt vom Router übernommen und in der Netzwerkkonfiguration eingetragen waren, wurde jeder Seitenaufbau zum Geduldsspiel. Abhilfe schafft das Eintragen der DNS-Server in die Datei /etc/dhcp3/dhclient.conf: sudo gedit /etc/dhcp3/dhclient.conf
Suche dort nach dieser auskommentierten Zeile: #prepend domain-name-servers 127.0.0.1;
Darunter fügst du nun deine DNS-Server ein. Das können – je nach Provider – auch mehrere sein. Du findest sie – bei Verwendung von DHCP – im Routerinterface oder auch in deiner Netztwerkkonfiguration. Bei mir sieht’s so aus: #prepend domain-name-servers 127.0.0.1;
prepend domain-name-servers 10.10.10.244;
prepend domain-name-servers 10.10.10.252;
prepend domain-name-servers 83.169.185.161;
Danach muss das Netzwerk neu gestartet werden:
sudo /etc/init.d/networking restart
U.U. muss noch der NetworkManager neu gestartet werden, bin da nicht sicher, denn den benutze ich nicht mehr. Einfaches Aus- und Einloggen sollte aber auch funktionieren.
HTH, nilfilter
Danke für die Hilfe. Wo muss ich “sudo gedit /etc/dhcp3/client.conf” eintragen? Ins Terminal gehts jedenfalls nicht, da kommt dann immer “command not found”. Ich bin PC-Laie und hab noch nie was daran gemacht. Ich verwendete alle Betriebssysteme so, wie sie von der CD aus installiert wurden (hab z.Zt. nur ubuntu 7.10 allein drauf) und war schon froh, dass ich auf Anhieb im Netz war, ohne irgendwas konfigurieren zu müssen. Nur die Langsamkeit (verglichen mit XP) macht mich stutzig. Deshalb bin ich schon sehr interessiert, deine Tipps zum Eintrag des DNS-Servers auszuprobieren. Leider muss man mir jeden Schritt einzeln erklären, wie bei einem kleinen Kind (obwohl 53 Jahre alt).
Grüße, fahrrad2002
Falls Du Firefox benutzt versuch mal:
1) open firefox
2) type “about:config” in the url
3) scroll down to “network.dns.disableIPv6”
4) double click on “network.dns.disableIPv6” changing the value to true
5) restart the browser