VNC ist ein System, mit dem der komplette Desktop über das Netzwerk gesteuert werden kann.
Manchmal steht der Linux-Server an einem schwer zugänglichen Ort; mit VNC kann man ihn von jedem Windows-Rechner komplett fernsteuern.
In SuSE Linux ist der Client vncviewer im Paket vnc enthalten.
Auf der Installations-CD finden Sie im Verzeichnis /dosutils/vnc auch einen Client für das Microsoft Windows Betriebsystem.
VNC-Installation YaST2 / System / Editor für /etc/sysconfig-Dateien / Desktop / Display Manager: Die Variable DisplayManager_Remote_Access auf yes setzen. Auf der Konsole rcxdm restart eingeben. YaST2 / Netzwerkdienste / Netzwerkdienste (inetd) aufmachen und die 4 Einträge mit “VNC” im Namen aktivieren. Andere Computer (auch Windows-Maschinen) können nun über den Browser den VNC-Server ansprechen. Dazu benötigt er Java. Die URL lautet: http://Vncserver-Rechner:5810. Man kann auch als Root einloggen!
Viel Spass mit dem VNC.
Gruß,
Christoph
Hallo,
dieser Beitrag läßt sich wie folgt ergänzen:
VNC ist das ideale, weil freie, Werkzeug um Windows-Maschinen fernzusteuern.
Einen Unix-Rechner kann man in der Regel über telnet/ssh/rlogin erreichen;
wenn man unbedingt eine grafische Konsole benötigt, sollte man überlegen,
ob ein lokaler XServer nicht die bessere Alternative darstellt.
Desweiteren stellt ein VNC Zugang immer eine Sicherheitslücke dar, da VNC bei
der Passwort-Validierung weniger strenge Richtlinien verwendet als ein
einigermaßen konfiguriertes Unix System.
Grüße,
Thorsten
Moin,
das der Desktop und alle damit laufenden Programme auch beim Trennen der Verbindung erhalten bleibt ist ein unschätzbarer Vorteil, wenn über eine Wählverbindung gearbeitet wird. Einfach neu einwählen und weiterarbeiten. Oder auch im Büro noch einen Job anwerfen und später zu Hause nach dem Stand der Dinge schauen.
Vor allem für Verbindungen über langsame Leitungen halte ich TightVNC [1] für eine noch bessere Lösung. Wegen der besseren Komprimierung ist es einfach schneller. Und wenn dann die Verbindung noch über einen SSH-Tunnel mit hoher Kompression aufgebaut wird, geht es doch recht flott und sicher zur Sache.
Da der Desktop bei VNC nur über ein Passwort geschützt ist, muss das natürlich entsprechend gut gewählt werden.
VNC ist per default so konfiguriert, das auch ein Browser als Viewer verwendet werden kann. Es muss also kein spezieller Viewer installiert werden. Bei TightVNC gibt’s allerdings noch einen JAVA-Viewer, für den der sowas bevorzugt.
Für Windows ist VNC eine kostengünstige Alternative für remote administration und helpdesks. Es kann zwar nicht mit dem Leistungsumfang von PCAnywhere und Konstorten mithalten, ist aber oft mehr als ausreichend.
Der Hauptvorteil von “X” liegt in der höheren Geschwindigkeit gegenüber VNC. Aber dafür muss natürlich auf den Clients ein ausgewachsener und (für Windows) nicht gerade billiger X-Server installiert werden. Der vncviewer wird einfach gestartet, kein Eintrag in der Registry oder ähnliches.
Fazit: für viele Anwendungsfälle ist VNC ein sehr interessantes Werkzeug und vor allem über langsame und instabile Leitungen X überlegen. In Verbindung mit einem SSH-Tunnel kann auch die Sicherheit auf ein akzeptables Mass gebracht werden, wenn nicht gerade militärische Geheimnisse über die Leitung gehen.
Viele Grüsse – Klaus
Wegen der besseren Komprimierung ist es einfach schneller. Und wenn dann die Verbindung noch über einen SSH-Tunnel mit hoher Kompression aufgebaut wird, geht es doch recht flott und sicher zur Sache.
Wenn Du erst mal was komprimiert hast, dann bringt es wenig, das Ganze nochmal zu komprimieren. Wenn Du Pech hast, dann wird Dein Datenvolumen sogar groesser: Je nach Verfahren mussen zusaetzliche Daten zur Decomprimierung mit gespeichert/uebertragen werden und wenn man wenig komprimieren kann (z.B. weil schon mal komprimiert wurde), dann kann es passieren, das diese Daten groesser sind als der “Raumgewinn” durch die Kompression. Es koennte also evtl. besser sein, SSH ohne Kompression zu benutzen.
Noch was anderes in diesem Zusammenhang: Wenn Du etwas komprimieren und verschluesseln willst, dann komprimiere erst. Verschluesselung wandelt Deine Daten in einer Weise, die optimalerweise einem Zufallsmuster aus Nullen und Einsen entspricht. Ein solches Zufallsmuster kann man garnicht komprimieren… Irgendwo gab’s sogar mal ein Paper das die “Komprimierbarkeit” von verschluesselten Daten zur Bewertung des Verschluesselungsalgorithmus herangezogen hat… aber das alles nur am Rande;-)
Hallo Tobias,
die Theorie ist mir bekannt und das hört sich auch schlüssig an. Meine Erfahrung in der Praxis zeigt aber, dass die Komprimierung für SSH erhebliche Geschwindigkeitsvorteile bringt. Für einen Kunden habe ich eine Installation für den Zugang zu Produktionsservern üer VNC/SSH-Tunnel über ISDN-Leitungen gemacht. Die Verbingung war mit SSH-Kompression einiges schneller. Wie bei so vielen Dingen in der IT gilt halt auch hier: Versuch macht kluch.
Viele Grüsse – Klaus
Der Hauptvorteil von “X” liegt in der höheren Geschwindigkeit gegenüber VNC. Aber dafür muss natürlich auf den Clients ein ausgewachsener und (für Windows) nicht gerade billiger X-Server installiert werden.
X ist nur bei ausreichender Bandbreite schneller als VNC, ich würde sagen, ab >384kBit/s macht X auf jeden Fall mehr Sinn. Ich sehe den Hauptvorteil von X via SSH-Tunnel darin, daß man nicht einen Desktop im Desktop hat. Man startet einfach einfach eine Anwendung und kann sie nicht von lokal gestarteten Anwendungen unterscheiden.
Das funktioniert mittlerweile auch ganz gut unter Windows. Seit etwa einem Jahr ist ein XFree86-Port für Windows erhältlich, der allerdings mehr Einrichtungsaufwand erfordert als Hummingbird. Auch ist Rootless erst ab 600MHz wirklich erträglich.
Eine Anleitung, wie man Rootless X unter Windows (Screenshot) einrichtet, habe ich auf meiner Webseite [1] abgelegt. Die Anleitung funktioniert noch nicht perfekt mit SuSE. Bei Fragen bitte einfach mailen.
Ciao, Mattias
[1] http://mattias.schlenker-webdesign.de/xonwin
[2] http://mattias.schlenker-webdesign.de/x_on_win/08_thispage.png
[3] http://www.cygwin.com/
Wenn man unter Windows 2000, Win XP und Windows 2003 das RDP-Protokoll
aktiviert, dann kann man die Rechner auch sehr gut mit rdesktop,
http://www.rdesktop.org , von Linux aus administrieren.
Gruss, Erwin
Ich habe alles gemacht wie beschrieben, komme aber dennoch nicht von meinem Windows 98SE-Rechner auf meinen Suse-Rechner. Irgendwo ist noch was faul, ich weiss aber nicht wo. Wer kann mir einen Tipp geben?
hallo günter
ist java im browser unter win98 aktiviert ?
hast du firewall bei deinem SuSE aktiviert ?
hast du auch mit IP statt Vncserver-Rechner Namen probiert ?
http://IP-Nummer:5810
bekommst du eine login maske ?
gruss
christoph
Danke. Es war der Firewall.
Hallo zusammen, ich habe das jetzt mal Schritt für Schritt gemacht, aber
leider finde unter inedt keinerlei VNV-Dienst den ich aktivieren könnte.
Woran liegt das ?
Ich hatte ursprünglich 8.1 drauf, hab aber dann ein Online-Update zu 8.2
gemacht
hallo Vladimir
ist VNC bei dir überhaupt installiert ?
wenn ja, probiere es bitte dein inetd.conf um die folgende Einträge
zu ergänzen:
#
# A small HTTP server serving a VNC Viewer Java Applet for the VNC server
# running on port 5910, VNC port 10.
#5810 stream tcp nowait nobody /usr/X11R6/bin/vnc_inetd_httpd vnc_inetd_httpd 1024 768 5910
#
#
# A small HTTP server serving a VNC Viewer Java Applet for the VNC server
# running on port 5911, VNC port 11.
#5811 stream tcp nowait nobody /usr/X11R6/bin/vnc_inetd_httpd vnc_inetd_httpd 1280 1024 5911
#
#
# A VNC display running on VNC port 10, resolution 1024×768 16 bit depth.
#5910 stream tcp nowait nobody /usr/X11R6/bin/Xvnc :42 -inetd -once -query localhost -geometry 1024×768 -depth 16
# A VNC display running on VNC port 11, resolution 1280×1024 16 bit depth.
#5911 stream tcp nowait nobody /usr/X11R6/bin/Xvnc :42 -inetd -once -query localhost -geometry 1200×1024 -depth 16
#
gruss
christoph
ACHTUNG / ACHTUNG / ACHTUNG !!!
dieses HOWTO wurde ausschliesslich für SuSE 8.2 geschrieben und erfolgreich getestet.
bei anderen SuSE distributionen braucht man andere vorgehensweise,
wie z.B bei SuSE 8.0 [1]
Autor des postings
[1] http://www.linuxnetmag.com/de/issue8/m8installation801.html
Habe nach diversen Konfigurationsanleitungen versucht, VNC zu aktivieren, bzw. auch nach dem vorherigen Posting meine Einstellungen überprüft: eigentlich stimmt alles, nur beim Aufruf – egal ob vom Win32-Viewer oder via HTTP/Applet – wird immer nur ein grau gerasterter Hindergrund mit einem Kreuz als Mauszeiger angezeigt, die Initialisierung des KDE-Logins scheint aus irgend einem Grund nicht zu klappen. Hat jemand eine Idee, wo der Haken ist?
Regards, Johann
PS: Starte inzwischen einen weiteren vncserver via SSH-Login, der mir dann wenigstens eine Konsole anzeigt, über die ich die KDE starten kann. Ist mir für die Dauer allerdings zu umständlich.
hallo Johann
kannst du probieren, local von deiner linux kiste direkt starten mit:
welche Java Version läuft auf deiner WINDOWS Maschine ?
wie sind die Security Settings bei dem Internet Explorer eingestellt ?
vielleicht hast du nur alte microsoft java installiert ?
neuste Java Version findest du unter:
http://www.java.com
http://java.sun.com/
nacher probiere via Internet Explorer einloggen.
bei mir läuft mit der neusten Java einwandfrei.
gruss
christoph
Hallo Leutz!
Das mit dem VNC ist ja so eine Sache!
Ich habe hier ein Suse 9.0 aufgezogen und will den im Intranet per VNC fernsteuern, habe die Einstellungen gemacht und die Dienste gestartet!
Beim Starten dieser Dienste ist mir allerdings aufgefallen, dass die Dienste mit dem Benutzer “nobody” gestartet werden und ich habe beim Zugriff nur einen grauen Screen!
Wo kann ich die für vnc berechtigten Benutzer einstellen und ein entsprechendes Passwort für das Login setzen?
Vielen Dank für die Hilfe!
hallo leutz
bei suse 8.2 liegen die config dateien in /usr/X11R6/bin :
vncserver Serverstartprogramm
vncpasswd Passworterstellung
vncviewer Clientzugriffsprogramm
bei SuSE 9.0 habe noch nicht installiert.
ich glaube da ist etwas handarbeit nötig
quck mal bitte unter [1]
gruss
christoph
[1] http://www.linuxnetmag.com/de/issue9/m9netzwerkinst.html
ICh habe nen grosses Problem VNC zu Installieren, ich habe versucht durch diesen Turtorial VNC zu installieren, ic schaffe das aber nicht. Könnt Ihr mir dabei helfen.
ICh habe Suse 8.1 und ich sehe nur die Konsole. Das ist ein Miet Server bei Strato. Ich habe die daten erst entpackt dann habe ich ./vncinstall ausgeführt und weiter komm ich nicht.
Brauche etwas Hilfe
hallo Darius
öffne bitte yast2 / saystem / editor für etc/sysconfig
gehe zu Base-Administration / Display
und setze Displaymanager_Remote_Access auf “YES”
wenn du jetzt unter VNC Konsole bekommst, einfach KDE eingeben.
aber in deinem fall remote via SSH wäre viel sicherer.
gruss
christoph
Also der Server läuft unter ssh
Oben in der Anleitung steht was ich machen muss aber ich finde ein konfigutarionspunkt nicht
YaST2 / Netzwerkdienste / Netzwerkdienste (inetd) aufmachen und die 4 Einträge mit “VNC” im Namen aktivieren.
Ich habe kein Netzwerkdiense
Ist vielleicht jemand bereit mir VNC zu installieren und mir richtig erklären wie ich es installiere ich kriege es einfach nicht hin.
Meine ICQ nummer:
171187129
Ich hoffe es meldet sich einer und danke schonmal im vorraus.
hallo darius
dann schicke bitte deine zugangsdaten zu: “””upiter@excite.com”””
gruss
christoph
Ich habe dir eine Email geschickt mit meine daten.
Bitte melde dich wenn du es eingerichtet hast und kannst du mir das dann etwas näher erklären. So das ich es dann in Zunkuft selber machen kann.
Ich danke dir schonmal im vorraus.
MfG Darius
hallo darius
du hast aber SuSE 8.1 und dieses manual habe ausschlisslich
für SuSE 8.2 geschrieben !
bei 8.1 muss man eben anders vorgehen.
anyway habe bei dir installiert und du kannst mit:
http://deine_externe_IP_adresse:5801
auf dein server zugreifen, obwohl ich VNC als remote control
sichercheitstechnisch für gefährlich halte ,
weil die Übertragung der Daten unverschlüsselt ist !
und wenn schon dann nur nur über eine SSH-Verbindung:
# ssh -L 5901:Servername:5901 Servername
# vncviewer localhost:1
den Desktop starten.
alternativ als linux remote control von einem windows client:
putty (Konsole) [1]
oder
z.B x-win32 (grafisch) [2]
ich benutze VNC nur INTERN (internes netzwerk) für administrative sachen,
aber NIE über das Internet !
über das Internet benutze ich putty.
gruss und viel spass
christoph
[1] http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/
[2] http://www.starnet.com/
und für alle,
die unter SuSE 8.1
unbedingt VNC server installieren wollen,
bitte aber zuerst sichercheitsaspekte beachten !
möchte ein link zur VNC Installation posten,
damit man trotzdem nicht verloren geht.
gruss
christoph
Hallo,
habe mit großen Interesse die Diskusion gelesen!
Ich muß die Bildschirmausgabe von zwei Suse 8.2 Rechner entweder auf Windows oder auf Linux bringen. Habe zuerst versucht ein X-Server von MicroImages ( ist kostenlos ) auf Windows zu instalieren und in Betrieb zu nehmen. Dies ist auch gelungen allerdings nach dem 10-ten Fenster hat er sich aufgehängt. Also habe ich weitergesucht nach anderen Möglichkeiten und bin auf VNC gestoßen. Bin die Anleitung und noch einige Seite durchgegangen und mein vncviewer auf einem Linux-Rechner funktioniert jetzt( von Windows über Browser IE und Mozilla bekomme ich auch nur leeres Bildschirm ! ).
So weit so gut. Jetzt starte ich meine wichtige Anwendungen auf dem Server ( sind ca 15 ). Die Ausgaben sind auf der konsole oder aber im xterm mit -e Option zu sehen, aber leider wider Erwartungen nur auf dem Server. Wenn ich testweise DISPLAY-Variable defininiere bekomme ich die Bildschirmausgabe natürlich auf dem gewollten Client aber da ist der XServer auf dem Linux-Client im Spiel. Die VNC-Console bekommt gar nichts mit.
Eigentlich wollte ich auf einem Rechner nur Kopie des Bilschirmes vom Server und mit der Ausgabe da gestarteten Processen bekommen. Mehr nicht. Alles andere kann ich über putty erreichen. Weiss jeman eine einfache am besten kostenlose Lösung ?
Gruß
Slawek
Hallo allerseits,
ich habe gestern nachmittag weiter versucht und glaube jetzt die richtige Lösung gefunden zu haben : x11vnc. Man bekommt alle resourcen ( Maus, Tastatur und Bildschirm ) auf beliebiegen Rechner. Es sieht gut aus ! Aber muß noch weiter probieren.
Hier ein link :
http://www.karlrunge.com/x11vnc/
Gruß
Slawek
sollte man überlegen, ob ein lokaler XServer nicht die bessere Alternative darstellt. kann man den xserver auch so einfach so einrichten, dass die session bestehen bleibt, selbst wenn die verbindung unterbrochen wurde? ich also von viewer A zu viewer B gehen kann und dort den desktop so vorfinde wie ich ihn verlassen habe ?
diese eigenschaft finde ich naemlich bei vnc sehr praktisch.
Desweiteren stellt ein VNC Zugang immer eine Sicherheitslücke dar, da VNC bei der Passwort-Validierung weniger strenge Richtlinien verwendet als ein einigermaßen konfiguriertes Unix System. jeglicher zugang stellt eine sicherheitsluecke dar.
deswegen benutzt man ssh oder etwas aehnliches, um ‘unsichere’ protokolle zu schuetzen. und ssh setzt die gewuenschten strengen richtlinien dann sowohl beim x- als auch beim vnc-protokoll durch :)