ForumViele Programme crashen nach KDE-Update von 3.3 auf 3.4
Axel Brüggemann – Samstag, 23. April 2005 19:34 Uhr

High,

Ich nutze u.a SuSE 9.2 und habe letztens KDE von der 3.3 auf die 3.4 Version upgedatet. Als Instalationsquelle diente mir die Linux-User Heft-CD.
Danach ließen sich z.B. folgende Programme nicht mehr starten: Konqueror Konsole Kate Kuickshow . . . Bei Versuch eines “normalen” Starts über ein Icon, oder über ALT+F2 erscheint sofort der KDE-Chrashmanger. Dessen recht umgangreichen Ausgaben will ich noch nicht posten, vieleicht lässt sich das Problem ja anhand meiner Erklärung lösen.
KDE-fremde Programme lassen sich einwandfrei starten, z.B Opera oder Bluefish, und jetzt kommt das Kuriose: Wenn ich einen HTML-Quelltext in Bluefish öffne, und dann über den Punkt “Extern” den Konqueror wähle, so startet er ohne Probleme. Dann kann ich aus dem Konqeror-Menü auch eine Konsole starten oder durch einen Klick auf eine Grafikdatei auch Kuickshow.
Die Programme sind also nicht beschädigt, das ist sicher. Jedes der oben aufgeführten Programme kann ich auch auf meinem zweiten Rechner (Debian SARGE, KDE 3.3) per ssh -X -l ….. ohne weiters ausführen.
Hat vieleicht jemand ´ne Idee was da los ist??
Vielen Dank schon mal im Voraus
Axel

3 Antworten
Alexander Hungenberg – Sonntag, 24. April 2005 11:00 Uhr

Versuch mal in deinem Homeverzeichnis den Ordner .kde zu lösche oder umzubennen
(z.B. .kde_old)

mfg
Alex

Axel Brüggemann – Sonntag, 24. April 2005 14:38 Uhr

Danke für den Tip, leider hat sich an dem Problem nichts geändert.

Günter Frenz – Sonntag, 24. April 2005 15:12 Uhr

Hallo,

das Problem könnte auch auf geänderte Pfade zu den Programmdateien zurückzuführen sein. Im Eigenschaften-Dialog der Icons ist häufig ein absoluter Pfad angegeben, der nach einem Update, das nicht exakt zur Distribution passt, falsch sein kann.

Günter

Frank Hellmuth – Sonntag, 24. April 2005 16:16 Uhr

Bei falschen Pfaden würde aber bei einem Klick auf ein Icon entweder garnichts
passieren oder eine etwas aussagekräftigere Fehlermeldung kommen. Da aber der
KDE Crash Manager kommt deutet darauf hin, daß etwas beim Programmstart selber
in die Hose geht. Da die Programme aus anderen Anwendungen starten würde ich
eher auf Probleme mit dem KDE daemon, kdeinit oder DCOP tippen. Ohne weitere
Fehlermeldungen kann man schlecht sagen was da schief läuft.

Leg doch mal, um ganz sicher zu gehen, daß es nicht an Deinen persönlichen
Einstellungen einen neuen Test Account an und probiere ob es unter diesem
Account klappt.

Welche Fehlermeldungen erhältst Du wenn Du z.B. einen Konqueror von Hand aus
in einer Konsole startest. Startet KDE ohne wirklich ganz ohne Probleme oder
gibt dabei schon irgendwelche Warnungen?

Andreas Matthus – Montag, 25. April 2005 06:47 Uhr

Hallo Frank,

> Bei falschen Pfaden würde aber bei einem Klick auf ein Icon entweder garnichts
> passieren oder eine etwas aussagekräftigere Fehlermeldung kommen.
Wenn die alten Programme noch vorhanden sind und die Suchpfade zuerst diese finden, die nicht zur aktuellen Grundversion passen, kann es zum Crash kommen.
Aussagekräftiger ist oft der Start von einer konsole – da stehen dann mehr Infos.
Auch die Frage
whereis _Programmname_
wobei _Programmname_ natürlich zu ersetzen ist, bringt Aufschluss, von welcher Stelle das Programm gestartet wird.

Auf ein Problem mit den unterschiedlichen Versionen deutet auch:
> und jetzt kommt das Kuriose: Wenn ich einen HTML-Quelltext in Bluefish öffne,
> und dann über den Punkt “Extern” den Konqueror wähle, so startet er ohne
> Probleme.

Interessant wäre auch das Verhalten bei einem neu erstellten Nutzer.

mfg
Andreas

Axel Brüggemann – Montag, 25. April 2005 14:15 Uhr

Hallo,
leider lassen sich eure Tips nicht immer ganz einfach nachvollziehen, denn entweder steht das benötigte Programme (Konsole) nicht zur Verfügung, oder nach einer Aktion begrüßt mich freundlich der Crashmanager.
Den Tip mit dem neuen User-Acount habe ich nach einem Wechsel in einen anderen Runlevel und useradd …. noch probieren können. Das Problem blieb bestehen. Nach grafischem Login des neuen Users erschien zweimal der Crashm., einmal für konqueror und einmal für kdesktop.

>Welche Fehlermeldungen erhältst Du wenn Du z.B. einen Konqueror von Hand aus
>in einer Konsole startest.

Diese Frage kann ich leider nicht beantworten da ich keine Konsole “normal” ausführen kann. Ich habe inzwischen festgestellt, dass ich aus einem Gnome-Terminal alle Programe starten kann. Wenn ich jetzt mit dem Terminal eine Konsole öffne, und mit dieser Konsole z.B den Konqueror starte so funktioniert alles einwandfrei, dementsprechend gibt es auch keine außergewöhnlichen Meldung.

>Im Eigenschaften-Dialog der Icons ist häufig ein absoluter Pfad angegeben,
>der nach einem Update, das nicht exakt zur Distribution passt, falsch sein
>kann.

An den Eigenschaften-Dialog komme ich leider nicht heran da mich nach einem Rechtsklick meine alter Freund der Chrashmanger begrüßt.(ich kürze den ab jetzt duch CM ab) Und zwar entweder für kicker oder für kmenuedit. Ich glaube aber nicht, dass es am Pfad liegt weil auch Prgramme die auf KDE-Funktionlitäten zugreifen den CM auf den Bildschirm bringen. Beispiel:
Open-Office scheint sich beim Speichern-Dialog der KDE-Biliotheken zu bedienen. Dementsprechend erscheint nach dem Versuch ein Dokument zu Speichern CM.
Versuche ich dagegen aber mit Opera ein Bild auf der Platte zu Speichern so erscheint CM nicht, da Opera einen eigenen Dialog zur Verfügung stellt.

>Wenn die alten Programme noch vorhanden sind und die Suchpfade zuerst diese
>finden, die nicht zur aktuellen Grundversion passen, kann es zum Crash kommen.

Eine “type konqueror” hatte die Ausgabe “konqueror is /opt/kde3/bin/konqueror” und da war er meines Wissens auch schon unter KDE 3.3.
Ein “rpm -qa | grep -i konqueror” hatte die Ausgabe “kdeaddons3-konqueror-3.4.0-5”
Natürlich bin ich nicht sicher ob das Vorhandensein alter und neuer Versionen angezeigt würde.

Ich denke wohl es wäre das Beste wieder zu KDE3.3 zurückzukeheren, zumal die 3.4 Version meiner Meinung nach nichts wirklich Aufregendes bietet (bis auf weiteren Schnickschnack wie Schatten und Tranzparenz)
Aber – wird das Problemlos funktionieren, oder wird es danach noch Schlimme??

Axel

Benjamin Quest – Montag, 25. April 2005 17:20 Uhr

Hm, ich habe die Erfahrung gemacht: “vorwärts immer, rückwarts nimmer”. Man verzeihe mir dieses geschichtlich belastete Zitat. Downgraden geht immer nur mit –force (klärt mich auf, wenn dem nicht so ist) Danach würde ich auf jeden Fall die Paketdatenbank von rpm neu aufbauen lassen. Ob rpm damit dann yast einen Strich durch die Abhängigkeiten-Rechnung macht, kann ich nicht sagen.

Ich bin heilfroh, daß ich eine “Spiel-” und eine Produktiv-Partition habe …

Viel Erfolg!
b.

Axel Brüggemann – Donnerstag, 28. April 2005 11:14 Uhr

Na toll!

Da hab ich wohl mal wieder die A..Karte gezogen. Aber so schnell gebe ich nicht auf. Ich habe zwar in den letzten Tagen (gezwungenermaßen) festgestellt das fvwm eine ganz gute Alternative ist, (mit diesem WM läuft alles einwandfrei) aber KDE ist mir doch noch lieber.
Frank Hellmuth schrieb : >Da die Programme aus anderen Anwendungen starten würde ich >eher auf Probleme mit dem KDE daemon, kdeinit oder DCOP tippen. Ohne weitere >Fehlermeldungen kann man schlecht sagen was da schief läuft. Da würd ich gerne noch einmal drauf eingehen.
Fehlermeldungen bekomme ich keine, das einzig Merkwürdige ist, das gleich nach dem Login der CM für den Konqueror erscheint. Erst dachte ich es handelt sich hier um einen unbeendeten Prozess der noch irgendwo rumgeistert. Als ich jedoch Probehalber den neuen Acount anlegte, passierte dort das Selbe.
Handelt es sich bei kdeinit und DCOP um daemon die nur im Runlevel 5 gestartet werden? Dann sollten die doch in irgendelchen Scripten unter /etc/init.d/rc5.d auftauchen und Fehlermeldungen irgendwo unter /var/log/ zu finden sein. Ich hab alle Dateien durchsucht, ohne Ergebnis, Auch ein dmesg | grep i ….. brachte kein Resultat.
Wie kann ich prüfen ob die daemons vernünftig im Hintergrund laufen??
Hat jemand schon mal einen Fehlerbericht an die KDE-Entwickler gemailt?? Gibt es da Aussicht auf Hilfe oder sind die da so Überlastet das man keine Antwort bekommt (wahrscheinlich bin ich wohl kaum der Einzige mit solchen Problemen)

Andreas Matthus – Samstag, 30. April 2005 09:54 Uhr

Hallo Axel,

habe in der Zwischenzeit auf vier unterschiedlichsten Systemem (davon zwei Notebooks [IBM bzw. ASUS], eine HP Kayak mit Dual-Prozessor und einem PC mit zwei Soundkarten den Schritt von der 3.3 auf 3.4 ausgeführt. Allerdings alles debian-Systeme. Die laufen jetzt alle bingo. War auch nicht ganz reibungslos. Vor allem muss man bei kdm die alten Einstellungen überschreiben, sonst steht man ohne Tastatur nach dem nächsten Neustart da.

Die Probleme sollten also lösbar sein. In deinem Fall einer verfahrenen Kiste ist es leider etwas schwieriger. Der Rückweg auf 3.3 wäre genauso aufwändig wie der Weg zur 3.4:

1. Deinstallation von kde und kdm (Dabei wird vieles mit rausgeschmissen wegen Abhängigkeiten) – Pakete aufschreiben, die da zusätzlich gekillt werden.

2. Beseitigen der Konfigurationsreste aus /etc/kde3 und /opt/kde* (hab ich da noch was vergessen – mal auf der Platte suchen)

3. Neuinstallation von kde und kdm und der weiteren Pakete.

Da man unter linux eine stabile Textkonsole hat ist das alles kein Problem. Zugegebener Maßen aber aufwändig.

Die Moral von der Geschicht – mach update ohne Datensicherung nicht!
Eine Datensicherung ließe immer den alten Stand komplett wieder erreichen.

mfg
Andreas

Andreas Matthus – Samstag, 30. April 2005 10:06 Uhr

Hallo Axel,

noch mal zu der Frage “was bringt mir KDE 3.4”:

Eigentlich sollte es stabiler und besser sein: “Wie die Entwickler weiter bekannt gaben, wurden über 1700 Wünsche der Nutzer in der neuen Version berücksichtigt und mehr als 80.000 Einsendungen mit mehreren Millionen Zeilen Code verändert oder hinzugefügt. Ferner hat das Team mehr als 6500 Fehler behoben.”

Außerdem ist das neue kpdf sehr gut und nicht zu vergessen ksayit – die integrierte Sprachausgabe für die Zwischenablage und einige andere Programme. Und und und …

Wer aber nichts vermisst und mit dem alten Stand zu frieden ist, braucht nicht zu updaten (never touch a running system).

mfg
Andreas

Richard Kraut – Samstag, 07. Mai 2005 16:46 Uhr

Genau die gleichen Probleme hatte ich auch mit dem 3.4er KDE unter SuSE 9.2 Prof. Diese treten unter der SuSE 9.3 NICHT auf!

Du kannst ein Gnome-Terminal über das K- bzw. SuSE-Gekko-Symbol (links unten) starten. Gehe dazu nach K –> System –> Terminals. Ein Klick auf ‘Gnome Terminal’ und Du siehst es vor Dir.
Starte Deine KDE-Programme in diesem Terminalfenster durch die Eingabe von z.B.
‘konqueror &’ (ohne Hochkommata!) am Eingabeprompt. Dort wurden zumindest bei mir immer Fehlermeldungen ausgegeben (unter der 9.3 jetzt nicht mehr) aber die Programme starteten danach trotzdem.

PS: Die KDE-Entwickler können nichts dafür, wenn der Paketerzeuger (in dem Fall SuSE/Novell) Sch…. baut oder einfach pfuscht.