Hallo!
Habe Probleme mit dem vfat in Suse 9.3 – oder generell vfat.
Es verhält sich sehr interessant insofern es manchmal Filenames casepreserving behandelt und manchmal überhaupt nicht (dachte immer vfat würde case-insensitive aber case-preserving sein)…
D.h. ich lege mit “mkdir TeST” ein Verzeichnis an und man sieht bei “ls -la” auch tatsächlich TeST (Zugriff habe auf dieses Verzeichnis unter: test, Test, TesT etc. – das leuchtet mir noch ein).
Dann versuche ich es mit “mkdir 31M6” und “ls -la” zeigt mir ein “31m6”. Das gleiche mit “mkdir A”, wird zu Verzeichnis “a”.
Leider hab ich nicht herausgefunden, warum sich das OS dazu entscheidet Gross- bzw. Kleinbuchstaben zu verwenden (Uhr- bzw. Jahreszeit, CPU Temperatur etc ?;-)
Warum mich das stört?
Die Idee war, dass ich einen Eclipse Workspace auf einer vfat Partition einrichte und dann egal von Windows oder Linux drauf zurgreifen und arbeiten kann. Solange sich das Verzeichnis auf der vfat befindet würde es auch keine Rolle spielen ob die Namen groß oder klein im directory aufschenen, ABER wenn ich dann z.B.: das Prjekt vom vfat ins ext2/3 kopiere, dann werden die Namen so wie sie im vfat stehen übernommen und dass dann natürlich “irgendwie”, weil bei Erstellung der Files zufällige Groß/Kleinbuchstaben verwendet wurden. Somit ist es sehr wahrscheinlich dass danach nix mehr kompiliert bzw. funktioniert. Bei großen Projekten mit einer ordentlichen Packagehierarchie ist das natürlich ein Wahnsinn!
Danke für jeden Hinweis, auch wenn es momentan vielleicht keine Lösung dazu gibt. Vielleicht hab ich ja auch die Arbeitsweise von vfat falsch verstanden…
Verwendeter Kernel: Linux 2.6.11.4-20a-default
Das ist nach meinen Erkenntnissen auf das getrennte Handling von kurzen (8.3-Konvention aus DOS-Zeiten) und langen Dateinamen unter FAT32 zurückzuführen. Legst du unter Linux ein Verzeichnis “CS” an wird dieser Name augenscheinlich als DOS-Bezeichnung interpretiert und gemäß den Systemdefaults von Windows in Großschrift, von Linux aber in Kleinbuchstaben angezeigt; das gleiche dürfte auch für “31M6” zutreffen. Nennst du das Verzeichnis “Cs” so wird der Name als “langer” Bezeichner erkannt, case-sensitiv gespeichert und korrekt angezeigt. Ich habe bisher leider keine Einstellungsmöglichkeit für dieses Verhalten gefunden.
Diese Differenz macht sich u. a. beim Handling von FAT-formatierten USB-Sticks bemerkbar; man sollte darauf achten keine identischen Dateinamen mit unterschiedlicher Groß-/Kleinschreibung im gleichen Verzeichnis zu haben… :-(
Hallo,
ich habe dieses “Problem” dadurch umgangen, dass ich “Ext2 IFS for Windows” benutze. Damit ist es möglich Ext2 und Ext3 unter Windows zu lesen und zu schreiben. Es kann von [1] heruntergeladen werden und wird als “freeware” bezeichnet. Durch die Benutzung dieses Programmes kannst du auch wesentlich größere Partitionen als mit vfat nutzen.
Probiers mal aus
Patrick
Danke,für den Link – war mir bisher unbkeannt – das Tool ist wirklich Spitze!
Warum mir das bei meinem Problem aber nur am Rande hilft ist, dass ich unter Windows mehr Speicherplatz habe als unter Linux und ich es deswegen lieber in die andere Richtung machen wollte…
Aber jetzt klappts eh und zusätzlich kann ich unter Windows auch noch auf die Ext2/3 Partitionen zugreifen – bin begeistert – Danke, Ciao!
Schon komisch was uns auch heute noch die DOS-Altlasten antun!
Wie mein Vorredner schon sagte: VFAT behandelt Dateinamen unterschiedich, je
nach dem ob die in das 8.3 Schema passen oder nicht.
Linux muss damit leben… und legt noch eines oben drauf (sind wir nicht alle
konfigurationssüchtig?!): Beim mounten kannst Du einstellen wie Linux mit den
Dateinamen verfahren soll! Dazu gibt es die Option “shortname”, die in den
Geschmacksrichtungen “lower”, “win95”, “winnt” und “mixed” daher kommt.
Näheres entnimmst Du bitte der man-Page (man mount).
Besten Dank! Da werd ich mich mal mit den Mountoptionen spielen – Option “shortname” ist mir bis jetzt echt nicht aufgefallen, obwohl ich mir eingebildet habe die man pages aufmerksam gelesen zu haben …
Also shortname=mixed scheint zu funktionieren – dann bleiben die Filenamen so wie sie beim mkdir angegeben wurden – auch das Kopieren ins ext2/3 funktioniert und die Gross/Kleinschreibung bleibt erhalten – ich bin wirklich begeistert – vielen herzlichen Dank!!
Chris.
Über die Shortname-Option bin ich auch noch nicht gestolpert, danke für den Tip.
Jetzt muß ich nur noch einen Weg finden das als Default beim Hotplug-Eintrag für den USB-Stick in der fstab zu setzen :-( Bei Kernel 2.6 scheint das per UDev-Konfiguration zu gehen, aber bei Kernel 2.4 (SuSE 8.2)?? Ich konnte immer noch nicht das Script ausfindig machen das für den fstab-Eintrag zuständig ist.
Also ich würde mir von hal/udev und Co nicht in so einer wichtigen Datei wie
der fstab rumpfuschen lassen! Wenn da was schief geht bootet die Kiste nicht
mehr! Als sonderlich stabil sind die alle nicht bekannt.
Da ist mir policy mount (pmount) wie es Debian, ubuntu und andere verwenden
deutlich sympatischer. Das ist ein einfacher Wrapper um das normale mount, der
es usern erlaubt unter bestimmten Bedingungen ein Device unter /media
einzubinden.
Danke für die Info – hab schon an meiner Wahrnehmung gezweifelt ;-) Werd weiter nach Alternativlösungen suchen…
Gruss, Christian.