ForumUSB-PTP-Class Kamera wird nicht erkannt (Windows-only)
Wimpy * – Freitag, 14. März 2014 13:04 Uhr

ich habe meiner Frau eine Digitalkamera, AGFA Optima 103, gekauft und wir sind sehr zufrieden damit. Aber die USB-Verbindung zum PC geht nicht. Auf der Kamera erscheint: PC-Modus oder Drucker zur Auswahl. Massenspeichermodus funzt also nicht. obwohl eine SD-Card in der Kamera ist. Der PC-Modus ist wahrscheinlich ein Windows-Programm. Und beim Drucker-Modus schaltet die Kamera auch mit Fehlermeldung ab.
Dolphin zeigt eine PTP-Class-Camera an, kann aber die Ordner nicht öffnen.
Ich kann die SD-Karte rausnehmen und über den USB-CardReader einlesen. Deshalb will ich die Kamera auch nicht zurückgeben, weil ich sie für Anfänger, und auch für ambitionierte Hobbyfotografen für super halte.
Ich befürchte nur, daß das dauernde Aus- und Einstecken der SD-Karte auf die Dauer nicht gut ist.
Meine eigene Kamera, Canon PowerShot G12 wird über USB im Massenspeichermodus erkannt.
Wie kann ich LINUX dazu bringen, die PTP-kamera zu erkennen?

5 Antworten
Kai – Freitag, 14. März 2014 17:07 Uhr

Welche Distribution nutzt du? Kannst du im Kameramenü noch einen anderen Verbindungsmodus einstellen? (In den Grundeinstellungen).

Wenn dir die Kamera die Wahl zwischen PC-Modus und Drucker lässt, hast du da explizit den PC-Modus ausgewählt beziehungsweise den Punkt angetippt?

Wimpy * – Montag, 17. März 2014 21:17 Uhr

openSUSE 13.1 (Bottle) (x86_64)
Linux 3.11.10-7-desktop
KDE 4.11.5
Ich habe PC-Modus und Drucker-Modus probiert und das Windows-Programm sperrt den Zugriff und meldet Fehler. Zugriff im Massenspeichermodus ist deshalb nicht möglich.
siehe weiter oben:
Habe die Kamera zurückgegeben mit dem Hinweis, daß durch Ignorieren anderer Betriebssysteme die Weltherrschaft von Microsoft nicht erlangt wird.
Meine CANON G12-Kamera funktioniert einwandfrei im Massenspeichermodus, weil kein Bildübertragungsprogramm drauf ist.
Auch mein Smartphone NOKIA N900 mit Linux-Betriebssystem kann ich so auslesen. Da ist auch ein PC-Suite-Programm drauf, aber das kann ich akzeptieren, weil dadurch Windows-PC Besitzer nicht ausgesperrt werden. So ist Linux gegenüber Windows-Usern kulant, und umgekehrt ist es nicht so!
Weiß jemand, ob vielleicht alle Canon-Digitalkameras im Massenspeichermodus funktionieren?

August Meier – Samstag, 22. März 2014 16:40 Uhr

Was irgendwie alle hier übersehen haben:

Du schreibst immer von einem “Windows-Programm”…

Was für ein “Windows-Programm” soll das denn sein? Auf der Kamera läuft garantiert kein Windows (ausser bei WP-Handies)…

Es grüsst

August Meier

DJ D – Samstag, 22. März 2014 23:13 Uhr

es gibt einige kameras und auch usb-sticks, die beim anstecken an den rechner anbieten ein windows-programm zu starten. vielleicht meint er das

Wimpy * – Donnerstag, 27. März 2014 11:57 Uhr

Auf der Kamera ist ein Programm, welches im PC-Modus die Bilder überträgt. Dieses Programm blockiert sämtliche Versuche, auf die Kamera auf andere weise zuzugreifen. Das Selbe habe ich schon erlebt, als meine Frau einen digitalen 4×4 cm-Bilderrahmen geschenkt bekam, auf dem auch ein Windows-Programm lief. Das hat ebenfalls verhindert, die Bilder zu übertragen. Mithilfe von Virtualbox lief das Programm dann. Das ist mir aber zu umständlich, und außerdem weigere ich mich, ständig auf Windows Rücksicht zu nehmen. Warum glaubst Du, daß auf der Kamera kein Windows-Prog. ist? Bei der Kamera war eine Software-CD dabei, und in der Anleitung stand: Systemvoraussetzung: Windows, Mac und sonst nix. Das erfährt man erst, wenn man die Kamera gekauft hat.
Gruß

DJ D – Donnerstag, 27. März 2014 17:42 Uhr

das macht irgendwie keinen sinn: mir ist keine einzige (consumer-)kamera bekannt, auf der windows läuft. ich hatte auch noch keine einzige kamera in den händen, bei der ich ein spezielles programm benötigt hätte, um die bilder herunterzuladen.

normalerweise läuft das so ab, dass du die kamera an den usb-port anschließst. die kamera meldet sich dann als massenspeicher – genau so, als würdest du einen usb-stick anschließen.

du siehst dann im dateimanager den inhalt der speicherkarte. auf der befinden sich einige scheinbar wirre unterverzeichnisse, aber darin liegen dann irgendwo die bilder.

die mitgelieferte software habe ich noch bei keiner kamera installieren müssen.

ich habe mir jetzt mal das handbuch angesehen, das du hier findest:
http://www.agfaphoto.com/appc/content_manager/page.php?ID=223894&dbc=09a07f0f9932721c7496b251fb40daf8

da ist das verfahren (ab seite 57) exakt genau so beschrieben, wie ich es oben beschrieben habe. da ist also kein (windows-)programm auf der kamera, du musst noch nicht einmal das windows-programm von der cd installieren.

das steht in der anleitung sogar explizit:

“Der interne Speicher der Kamera und die Speicherkarte werden auf dem PC als Wechseldatenträger angezeigt. ”

entweder war deine kamera defekt oder es gab ein anderes problem.

Wimpy * – Freitag, 28. März 2014 18:00 Uhr

Es gibt auch Kameras, die über Wifi Bilder in die Cloud schicken. Dazu ist ja wohl eine Software nötig. Dein Link führt nicht zum Handbuch, sondern nur zur Produktbeschreibung und den technischen Daten. Da steht unter Zubehör: Treiber-CD für PC. Also kann ich auf den PC einen (Windows-)Treiber für die Kamera laden und damit die Bilder übertragen. Ich kann nur wiederholen, daß die Kamera nicht erkannt wird, auch die Speicherkarte nicht. Nach einiger Zeit schaltet die Kamera mit der Fehlermeldung – keine Verbindung- ab.

DJ D – Freitag, 28. März 2014 19:01 Uhr

mein link führt sehr wohl zum handbuch: auf der rechten seite im bereich “download” auf “handbuch” klicken. extra für dich hier der direkte link zum pdf:

http://www.agfaphoto.com/appc/_upload/2010_28/AgfaPhoto_OPTIMA_103_Anleitung_.pdf

zudem sollte das handbuch der kamera beigelegen haben.

und was hat jetzt wifi damit zu tun? die wifi-fähigen cameras verbinden sich mit dem gerade verfügbaren wlan und schicken dann die bilder darüber in die cloud. was soll denn da für eine windows-software notwendig sein?

als “treiber-cd” bezeichnen die hersteller einfach immer den datenträger, auf dem noch weitere programme enthalten sind. mir ist wie gesagt, keine kamera bekannt, bei der ich einen treiber installieren muss, um auf die fotos zugreifen zu können.

wie gesagt: es reicht, die kamera per usb einzustöpseln, dann tauchten die bilder wie bei einem angeschlossenen usb-stick im dateimanager auf.

wenn das nicht so ist, stimmt was anderes nicht: kabelbruch, kamera defekt, linux falsch konfiguriert. um den genauen fehler zu finden, bräuchten wir jetzt aber die kamera. :)

Wimpy * – Sonntag, 30. März 2014 10:01 Uhr

Ok, das Handbuch war dabei. Das Problem ist ja erst mal gelöst, weil ich die Kamera zurückgegeben habe. Per Usb einstöpseln und per Drag + Drop im Massenspeichermodus übertragen ging nicht. Ich danke für deine Mühe und suche weiter nach einer passenden Kamera. Dem 14-Tage Rückgaberecht sei Dank. Ich habe bei 3 Verkäufern nachgefragt. Aber wenn die Linux hören stellen sich deren Nackenhaare auf und keiner will eine Zusage machen. Dabei bräuchten sie doch nur die Kamera einstöpseln und Massenspeichermodus probieren. Also bleibt mir die Methode: kaufen und zurückgeben.

GH – Samstag, 26. April 2014 18:52 Uhr

Bin zufällig auf diesen Beitrag gestoßen. Es gibt in der von mir verwendeten Distribution (Mageia 4) einen Bug, der dolphin keinen Zugriff auf die Kamera erlaubt. Vielleicht ist das das gleiche Problem bei Dir gewesen.

Es gibt dafür 2 Lösungsmöglichkeiten:
1. digikam installieren – hier gibt es den Fehler nicht.
2. ein terminal öffnen und “kdeinit4” aufrufen – die nachfolgende Fehlermeldung ignorieren – terminal wieder schließen. Danach die Kamera anstecken und dolphin kann auch auf die Kamera zugreifen.

Sorry aber ich habe noch keine Kamera erlebt, die nicht über Linux ansprechbar wäre!

Wimpy * – Sonntag, 27. April 2014 14:15 Uhr

Ich habe jetzt eine Canon Powershot S110 gekauft. Unter “Systemeinstellungen – Digitalkamera – Hinzufügen” konnte ich die Kamera aus der Liste heraussuchen oder hätte die Möglichkeit, PTP Class Kamera zu wählen. Nach “Hinzufügen” und “Testen” war alles o.k.
Digikam habe ich nicht installiert, weil ich eigene Vorstellungen habe, wie ich die Bilder sortiere. Im Notfall würde ich Digikam aber auch in Betracht ziehen.
Für mich ist das Problem damit gelöst und keine weitere Hilfestellung mehr nötig, Danke.

demcharly – Freitag, 14. März 2014 23:10 Uhr

Frage bei AGFA nach, wenn die keine Lösung haben, gebe die Kamera zurück und nehme eine, die auch auf besseren Betriebssystemen läuft.
Alternativ könntest Du die SD-Karte über einen Kartenleser auslesen…

Wimpy * – Montag, 17. März 2014 21:06 Uhr

Habe die Kamera zurückgegeben mit dem Hinweis, daß durch Ignorieren anderer Betriebssysteme die Weltherrschaft von Microsoft nicht erlangt wird. Mein Kartenleser (EXXTER No. 2R198465) macht oft Farbstreifen in die Fotos oder überträgt nur halbe oder teilweise Bilder. Dann muß ich alle Bilder kontrollieren und den Versuch wiederholen. Ich weiß auch nicht, ob das ständige Karten herausnehmen und Einlegen gut ist. deshalb -siehe oben- Kamera zurück. Jetzt geht die Sucherei nach geeigneter Kamera wieder los. In den Werbe-Beschreibungen steht leider nie was darüber, welche Systemvoraussetzungen erforderlich sind. In der Anleitung (nach dem Kauf) steht dann: ätsch ätsch, Windows-only und höchstens noch MAC-OS!

mbs – Montag, 17. März 2014 18:59 Uhr

probier doch mal die genannte Einstellung “Drucker” aus, dahinter müsste sich der normale Massenspeichermodus verstecken…

mbs – Montag, 17. März 2014 19:04 Uhr

hier noch ein paar Tipps…

http://wiki.ubuntuusers.de/Kamera_via_PTP_einbinden

sollte auch für andere Distris hilfreich sein

Wimpy * – Montag, 17. März 2014 20:57 Uhr

Habe ich probiert, geht nicht. Das Windoof-Programm sperrt alle Zugriffsversuche aus. Habe die Kamera zurückgegeben mit dem Hinweis, daß durch Ignorieren anderer Betriebssysteme die Weltherrschaft von Microsoft nicht erlangt wird.

hha4491 – Dienstag, 18. März 2014 17:43 Uhr

Hallo Wimpy,
ich habe die anderen Beiträge nicht gelesen. Du könntest es mit shotwell und/oder gigolo versuchen.