ForumUpdate Suse-Linux Vers. 9.1 auf 10.2
Hubert Hahn – Dienstag, 09. Januar 2007 17:42 Uhr

Hallo und guten Tag,

um nicht alle Treiber sowie meinen DSL-Internetzugang neu eingeben zu müssen, habe ich auf meinem Laptop die SUSE Version 9.1 auf 10.2 upgedatet. Soweit wurde auch alles richtig übernommen bis auf den Bootloader grub. Dieses Problem konnte ich aber selbst lösen.
Mein jetziges Priblem ist aber, dass der Laptop sehr lahm geworden ist, z.Bsp beim Spiel “Breakout” ruckelt es sehr stark bei der Bewegung der Kugel.
Desweiteren öffnen sich Programme sehr langsam, so dass es wirklich keinen Spass macht, mit dem System zu arbeiten. Liegt dies evtl. daran, dass die Version 10.2. mehr Ressourcen benötigt als die 9.1 oder liegt es eurer Meinung nach am Update?
Kennt ihr vielleicht eine Möglichkeit, ausser einer kompletten Neu-Installation, das System wieder auf “Normalgeschwindigkeit” zu bringen.

Da ich nur gelegentlich mt LINUX arbeite (hauptsächlich im Internst surfe)und relativ wenig Erfahrung mit den Internas habe, bitte ich um Nachsicht für diese Anfrage.

Vielen Dank für eure Antworten im voraus.

Gruss

Hubert-H

1 Antwort
Dieter Drewanz – Samstag, 13. Januar 2007 14:11 Uhr

Hallo Hubert,
ähnliches konnte ich bei Suse 9.3 und 10.1 beobachten. Aus diesem Grunde gehen einige Videocodecs bei mir nur unter 9.3, aber 10.1 nicht mehr richtig. Der Kernel scheint etwas mehr Resourcen zu verbrauchen, aber dieser ist es nicht alleine. Es laufen auch weitere modernere Routinen im Hintergrund, die auch mehr Resourcen brauchen. Wenn Du ps -ax oder ps -All eingibst bei 9.1 und 10.2 im Vergleich, dann kannst Du die Unterschiede bereits erahnen. Manuell müßteswt Du möglichst viele Prozesse beenden, die nicht gebraucht werden. Statt der “moderneren”, die alten wieder installieren (gilt auch für die verschiedenen client demons). Meiner Ansicht nach aber ein etwas zeitaufwendiges Unterfangen. Networkmanager beenden, stattdessen mit wpa_supplicant von der Zeile arbeiten, den “beagle” beenden bringt schon etwas.

Andreas Krueger – Donnerstag, 01. Februar 2007 13:37 Uhr

Hallo,

diese Resourcen-Verschwender gibt es seit SuSE-10.1. Meiner Meinung nach sind das die Mono-Programme wie z.B. zmd oder beagle. Diese werden standardmässig beim Systemstart oder per Cron gestartet.
Ich habe bei meinen Systemen einfach den Updater ausgeschaltet “insserv -r novell-zmd”. Den Cron-Job für den Beagle in /etc/cron.daily habe ich einfach als Backup-Datei umbenannt (am Schluss mit ‘~’ ). Falls man den zmd mal brauchen sollte, kann man immer noch gezielt mit “rczmd start” anwerfen.

Ich habe diese Befehle in die Datei /etc/init.d/boot.local eingebunden, da SuSE mit seinen komischen Preload-Scripts so manche Sachen wieder einschaltet (z.B. kdmearly startet den Login-Screen obwohl noch kein Netzwerk vorhanden ist)
Bei mir hat es geholfen und openSUSE-10.2 geht auch auf einem PIII-500 mit 380MB Ram – es kriecht nicht ;-)

Vielleicht klappts

Andreas