Ich wollte vom Vanilla-Kernel 2.6.10 auf 2.6.13 umsteigen und kann den neuen Kernel nicht booten.
In beiden Kernelversionen hatte ich folgendes aktiviert:
Virtual memory file system support (former shm fs) (TMPFS)
Bereits den 2.6.10er hatte ich ohne “/dev file system support” kompiliert.
Doch jetzt hängt der 13er an der Stelle, wo er auf das TMPFS zugreifen will. Kein TMPFS = kein /dev/hda3 = keine root-Partition.
Was läuft da falsch?
Ich brauche für mein Bluetooth-Headset leider einen Kernel ab 2.6.11.7 und wollte dann gleich den neuesten, stabilen nehmen.
Vielen Dank für jede Hilfe.
Hi Christian,
benutzt du wirklich Warty oder doch eher Hoary? Warty ist ja schon etwas angestaubt. In Hoary sind auch Images für Kernel 2.6.11 drin (weiß aber nicht, ob die Patches von 2.6.11.7 drin sind).
Du hast im Grunde zwei Möglichkeiten: Ubuntu legt im Ordner /boot/ für jeden Kernel eine Datei mit Namen “config-VERSION” ab. Die kannst du für die Kompilierung benutzen und dann direkt ein Deb-Paket erstellen, das du einfach mit ‘dpkg -i PAKET.deb’ installierst. Wie das geht, steht da: http://www.ubuntuusers.de/wiki/kernel:kernel_bauen.
Du wartest noch einen Monat, dann kommt Ubuntu 5.10 (Breezy Badger) raus. Diese Version enthält Kernel 2.6.13, der all deine Probleme mit einem Schlag lösen sollte. ;-) Schöne Grüße,
Max
Ja, ich habe wirklich Ubuntu Warty. Es läuft wunderbar stabil, aber ich musste einen Haufen Software nachinstallieren für DVB-T, HBCI, DVD blabla.
Seit langem funktioniert alles wie es soll und jetzt soll eben nur das Bluetooth-Headset dazu. Ein Upgrade auf Breezy ist vielzu aufwendig.
Kernel 2.6.13 soll halt einfach, wie alle anderen Versionen davor, auch /dev im tmpfs erstellen und dort die device-nodes erstellen.
Wieso das plötzlich nicht mehr funktioniert, ist mir unerklärlich. Hatte schon seit Ewigkeiten keine Probleme mehr beim Basteln eines eigenen Kernels und nun krieg ich es plötzlich nicht mehr hin.
Soweit ich weiß hat breezy 2.6.12 als Kernel. Tut aber fine mit einem
selbstgebauten 2.6.13;-)
Also es lag offensichtlich an der alten udv-Version. Bisherige Kernel brauchten wohl einfach nur udev und der 2.6.13er muss mindestens mit udev 058 gefüttert werden.
Und schon kommt das nächste Problem. Die alte udev-Einstellung wird getrost ignoriert und ich muss jetzt erstmal dafür sorgen, dass die Benutzer-Rechte in /dev ordentlich eingestellt werden und z.B. die Alsa-Sound-Devices überhaupt auftauchen.
Das wird noch spassig werden. Aber danach beherrsche ich auch noch udev ;)
Hi Christian,
du schreibst: “Ein Upgrade auf Breezy ist vielzu aufwendig.” Sein halbes System per Hand auf dem aktuellen Stand zu halten (Kernel, udev, diverse Tools), ist sicher ungleich aufwändiger. Der einzige Vorteil, den ich sehe ist der Lerneffekt.
Gruß,
Max