ForumSUSE 9.3 Probleme mit externer USB2.0/Firewire Festplatte
Mario Kriebel – Donnerstag, 19. Mai 2005 09:05 Uhr

Hallo,
habe nach einem erfolgreichen Update von SUSE 9.1 Prof. auf SUSE 9.3 Prof. jetzt ein Problem mit meiner externen Festplatte.
Einleitend möchte ich erstmal sagen, dass das Update hervorragend funktioniert hat. Ein paar Downgrades wegen Paketen von PACKMAN, aber ansonsten funktionierte alles wie gewohnt.
DV-Camcorder, Digicam, Memorystick, Quickcam … alles funktionierte danach auf Anhieb wieder problemlos.
So jetzt aber zu meinem Problem.
Unter SUSE 9.1 hatte ich Probleme mit ehci-hcd. Deshalb hatte ich das Modul entsprechend der SUSE SDB in modprobe.local.conf entsprechend deaktiviert.
Jetzt wollte ich das natürlich unter 9.3 wieder mal testen. Also den Eintrag auskommentiert und den Kartenleser rein. Funktionierte einwandfrei. Übertragungsrate beim Kopieren von 100MB Datei bei ca. 3-4MB. Denke das ist für meine 128MB Scandisk CF Karte nicht schlecht.
Also habe ich mir gedacht, versuch es doch mal mit einer externen Platte. Externes Gehäuse abgekauft, 80GB Maxtor Platte rein und angeschlossen. Erkennung und Mounten funktioniert. Beim Kopieren der 100MB Datei steigt CPU Wait auf 87-90% und das wars dann. Gut dachte ich, versuch es mal mit dem Firewire Anschluß. Wenn der mit der DV-Kamera kann sollte es auch mit der Platte gehen. Denkste, gleiches Ergebnis. Und ein Fehler im Log, “sbp2…Sync deaktivert” (Genaue Fehlermeldung liefere ich heute abend nach).
Dann habe ich wieder meinen alten Eintrag zum Deaktivieren von ehci-hcd eingetragen. Platte wieder an USB und siehe da, es geht, allerdings eben nur mit USB1.1 Geschwindigkeit.
Kennt jemand dieses Verhalten?
Es kann doch nicht sein, dass man CF mit USB2.0 betreiben kann und dann eine externe Festplatte nicht funktioniert.
Habe schon eine Weile gegoogled aber nur Hinweise gefunden, die automount/subfs/hal Probleme aufzeigen. Ich denke das hat aber damit nichts zu tun, da ja mein Kartenleser mit der CF-Karte bestens funktioniert.

Gruß Kriebi

1 Antwort
Thomas Wiegleb – Samstag, 21. Mai 2005 14:42 Uhr

Hallo Krieby,
das Problem ist das subfs. Das ist gelinde gesagt unglücklich geraten.

Wer braucht ernsthaft einen Automounter?
Also habe ich das SubFS deaktiviert. (Dienst nicht starten lassen und die entsprechenden fstab-Einträge ganz klassisch zu fuss angelegt. Du kannst Dir die mit hotplug erstellten ja auch abändern.
In der suse-DB gibt es mindestens zwei Arikel, die sich mit dem Umstellen auf klassiches mounten beschäftigen.
Hier mal zum Anschauen:

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Klassisch mounten statt subfs

Bezieht sich auf: SUSE LINUX 9.3

Anliegen

Ihnen ist das automatische Mounten, wie es seit der 9.1 über submount/subfs und HAL standardmäßig für Wechselmedien (Floppy, CD und DVD) sowie über Hotplug eingebundene Geräte, wie etwa USB-Sticks oder -Festplatten, unsympathisch bzw. die Funktionalität ist für Sie unerwünscht. Sie würden deshalb gerne wieder auf die “klassische” Art des Mountens von Datenträgern umstellen.

Vorgehen

Legen Sie als root in /usr/share/hal/fdi/95userpolicy/ eine Datei mit einem beliebigen Dateinamen und der Endung .fdi an, also zum Beispiel:

noautomount.fdi

Nun editieren Sie die Datei mit dem Editor ihrer Wahl:

false

Nachdem Sie die Datei angepasst haben führen Sie folgenden Befehl als root aus:

rchal restart

Abschließend müssen Sie noch für z.B. Floppy, CD- und DVD-Laufwerk die Datei /etc/fstab editieren. Dazu ändern Sie die betreffenden Zeilen (hier am Beispiel von DVD-Laufwerk und Floppy) einfach von

/dev/dvd /media/dvd subfs noauto,fs=cdfss,ro,procuid,nosuid,nodev,exec,iocharset=utf8 0 0
/dev/fd0 /media/floppy subfs noauto,fs=floppyfss,procuid,nodev,nosuid,sync 0 0

in

/dev/dvd /media/dvd auto noauto,ro,user,exec,iocharset=utf8 0 0
/dev/fd0 /media/floppy auto noauto,user,exec,sync 0 0

Submount/subfs wird in diesen Fall nicht weiterhin dafür sorgen, dass unterhalb von /media entsprechende Verzeichnisse angelegt werden, wenn ein neuer Datenträger über HAL erkannt wird. Wenn noch kein Verzeichnis besteht, muss es manuell angelegt werden, zum Beispiel durch den folgenden Befehl:

mkdir /media/cdrecorder

Das Mounten der Datenträger funktioniert wie gehabt über (beispielsweise)

mount /dev/cdrecorder /media/cdrecorder

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Mounten zu festen Mountpoints

Bezieht sich auf: SUSE LINUX 9.3

Anliegen

Ihnen ist das automatische Mounten von CDs, DVDs oder USB-Sticks, wie es seit der 9.3 über submount/subfs und HAL standardmäßig zu Mointpoints, die dem Label des Wechselmediums entsprechen unsympathisch bzw. die Funktionalität ist für Sie beispielsweise bei der Nutzung von Wine, CrossOver Office oder Cedega unerwünscht. Sie würden deshalb gerne zu einem festen Verzeichnis (unter: /media) mounten ohne auf die Vorteile des automatischen Mountens zu verzichten.

Vorgehen

Legen Sie als root in /usr/share/hal/fdi/95userpolicy/ eine Datei mit einem beliebigen Dateinamen und der Endung .fdi an, also zum Beispiel:

mountpoints.fdi

Nun editieren Sie die Datei mit dem Editor ihrer Wahl zum Beispiel für ein CD-ROM Laufwerk:

true
cdrom

Hierbei müssen Sie die folgenden Zeilen entsprechend den Werten Ihres Systems anpassen:

-> Tragen Sie statt /dev/hdc die Adresse Ihres CD-ROM Laufwerkes ein.

cdrom

-> Tragen Sie hier den von Ihnen gewünschten Mountpoint ein.

Nachdem Sie die Datei angepasst haben führen Sie folgenden Befehl als root aus:

rchal restart

Nachfolgend finden Sie weitere Beispiele, die Sie entsprechend anpassen müssen. Sie können entweder alle Geräte in einer Datei konfigurieren oder aber auch für jedes Gerät eine eigene Datei verwenden.

Mounten eines CD-ROM Laufwerkes und eines CD/DVD Brenner:

MyUSBStick

In diesem Beispiel müssen Sie zusätzlich die nach folgenden Zeile anpassen. Die nötigen Informationen können Sie der Ausgabe von ‘lshal’ auf der Konsole oder dem ‘hal-device-manager’ unter KDE/GNOME (ggf. installieren Sie hal-gnome.rpm nach) entnehmen.

-> Tragen Sie hier den unter info.vendor gelisteten Hersteller für ‘VENDOR’ ein.

-> Tragen Sie hier die unter info.product gelistete Produktbezeichnung für ‘PRODUCT’ ein.

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aus meiner fstab

/dev/sda1 /sda1 vfat noauto,sync,noatime,iocharset=utf8,users,gid=users,umask=0002 0 0
/dev/sda2 /sda2 vfat noauto,sync,noatime,iocharset=utf8,users,gid=users,umask=0002 0 0
/dev/sda3 /sda3 vfat noauto,sync,noatime,iocharset=utf8,users,gid=users,umask=0002 0 0
/dev/sdb1 /sdb1 vfat noauto,rw,users,gid=users,umask=0002,iocharset=utf8 0 0
/dev/sdb2 /sdb2 vfat noauto,rw,users,gid=users,umask=0002,iocharset=utf8 0 0
/dev/sdb3 /sdb3 vfat noauto,rw,users,gid=users,umask=0002,iocharset=utf8 0 0
/dev/sda2 /media/ieee1394-00d04b0ce0400063-0-0p2 auto noauto,user,exec,sync 0 0 #HOTPLUG U2bc.SE1wIdpsiiC
/dev/sda3 /media/ieee1394-00d04b0ce0400063-0-0p3 auto noauto,user,exec,sync 0 0 #HOTPLUG xDrg.SE1wIdpsiiC

So passt es. Jetzt habe ich auch wieder ca. 23-25 MB beim Datentransfer

Gruß tom

Mario Kriebel – Sonntag, 22. Mai 2005 01:43 Uhr

Hallo Tom,

vielen Dank erstmal für deinen Beitrag.
Habe es gerade probiert und siehe da es geht auch bei mir wieder.
Ich möchte jetzt hier keinen Streit um SUSE als solches anzetteln, aber ist es nicht merkwürdig, dass so etwas beim Testen der Distribution nicht schon im Labor auffällt. Ich denke bei den heutigen Preisen für externe Platten, greifen sicherlich viele zu solch einer Konfiguration.
Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass das subfs allein solch einen gravierenden Fehler hervorbringt. Da haben die SUSE Kernelpatcher sicherlich auch ihren Teil dazu beigetragen. Werde das mal genau nachlesen und testen. Vielleicht gibt es ja ein paar Optionen die das Ganze wieder verträglich machen.
Aber du hast schon recht, wer braucht das eigentlich im Linuxumfeld. Wenn der fstab Eintrag richtig gemacht ist, dann kann ich mir im KDE ein entsprechendes Gerät anlegen und mounten/umounten je nach belieben.

Gruß Kriebi