Forumsuse 10.3 & suse 11 mit der selben homepartition nuzten?
beginner – Dienstag, 01. Juli 2008 20:27 Uhr

hi linux-community

ich habe suse 10.3 mit einer eigenen partition für home (verschlüsselt) & swap (auf einer zweiten festplatte).
da ich noch ca. 30gb unzugeordneten platz habe, würde ich gern suse 11 darauf installieren.
ich geh mal davon aus, dass durch den bootmanager es kein problem ist noch ein zweites suse zu installieren & auch zu starten (ich bitte um aufklärung falls nicht).
meine frage ist jetzt folgende:
wenn ich mit suse 11 die selben namen/passworte benutze wie in suse 10.3, kann ich dann suse 11 so einrichten, dass es das selbe homeverzeichnis benutzt wie suse 10.3 ohne einen neuen benutzer anzulegen?
wenn der benutzername & das passwort gleich sind, müssten doch die rechte gleich sein, so dass ich das vorhandene homeverzeichnis ohne einschränkungen nutzen kann? Also, schreiben lesen ausführen… & es müssten doch alle einstellungen für diverse programme, die im homeverzeichnis gespeichert sind von dem neueren suse automatisch übernommen werden, so dass ich mir da die zeit für das neue anpassen sparen kann. oder sehe ich da was falsch? bitte um bestätigung oder widerlegung dieser gedanken.

Ok, hört sich alles etwas verworren an. ich versuche es noch mal zusammenzufassen

1.suse 10.3 & suse 11 sollen nebeneinander laufen, so dass ich im bootmenü auswählen kann, welches suse startet
2.ich möchte, dass beide die selbe swappartition benutzen
3.ich möchte, dass beide die selbe homepartition benutzen

so hoffe mal, es ist halbwegs verständlich worum es mir geht.

3 Antworten
Andreas M. – Dienstag, 01. Juli 2008 21:02 Uhr

Hallo,

selbst habe ich das noch nicht probiert, glaube aber vor einiger Zeit hier im Forum gelesen zu haben, daß das kein Problem ist. Zuzügl. zu Benutzname und Kennwort sollten User-ID und Gruppen-ID überein stimmen.

Gruß
Andreas

Ulf B. – Dienstag, 01. Juli 2008 22:48 Uhr

Hi beginner

also auf meinem Notebook habe ich ähnliche Voraussetzungen (swap, 2*root – 10.3 und 10.2 sowie ein gemeinsames verschlüsseltes home). Die alte 10.2 habe ich dann mit 11.0 überschrieben. Dabei hat openSUSE 11.0 i386 die swap Partition automatisch übernommen. Beim Partitionieren habe ich auf den Expertenmodus geschaltet und alle Partitionen selber eingerichtet (beachte welche Partition Du löschen möchtest). Die verschlüsselte Partition wird wie auch der swap automatisch erkannt (bei mir zumindest) und anschließend entsprechend nach dem einstellen des Pfades gemounted (nicht Formatieren!!! – Du wirst zur doppelten Eingabe Deines bisherigen Keys aufgefordert). Aber Achtung, überprüfe lieber zwei mal welche Partitionen gelöscht werden und Du solltest vorher alle Wichtigen Daten gesichert haben falls doch was schiefgeht.

Beim einrichten des Benutzers bitte sofort die beiden Haken an den Auswahlboxen zum automatischen einloggen und zur nicht Verwendung des “root” Benutzers entfernen. Auch die automatische Konfiguration hatte bei mir im Final Release Probleme gemacht (im RC1 hatte sie hingegen funktioniert – wie auch die Netzwerkverbindung während der Installation im Final nicht funktioniert). Bei mir wurde dann – aber frag mich nicht ob im Hauptdialog oder unter den Erweiterungen, gefragt ob ich die bestenden User von der zweiten Installation übernehmen möchte. Das habe ich mit ja beantwortet. Anschließend hat openSUSE 11.0 diese übernommen (ist aber nur einmalig kopiert – werden Benutzer oder Passworte verändert stimmen die beiden Versionen nicht mehr überein). Wenn Du das nicht möchtest, musst Du Dich mal schlau machen ob die Konfigurationen identisch sind oder es mehrere Varianten gibt und sie dann evtl. jedes mal kopieren oder zu verlinken.

Übrigens sind zu fast allen Konfigurationsschritten wirklich ausgiebige und sinnvolle Hilfen verfügbar. Bitte lese Sie gründlich (insbesondere als “beginner” – falls Du noch einer bist), dass lohnt sich selbst für mich noch, der jetzt schon über ein Jahrzehnt Linux benutzt.

PS: Lange Rede kurzer Sinn – es funktioniert ohne Probleme wenn Du keine Fehler während der Installation machst.

Ciao
Ulf

Dieter Drewanz – Mittwoch, 02. Juli 2008 21:03 Uhr

Hallo beginner,

mit Suse 9.3 und 10.1 habe ich genau das zwar schon erfolgreich gemacht, aber es gibt da doch einen kleinen Haken. Beim Installieren von Suse 10.1 wurde natürlich ‘updated’ und auch einige der Konfigurationsdateien/-verzeichnissen, z.B. .mozilla auch “updated” mit Übernahme der dortigen Einstellungen.

Die Swappartition von beiden Installationen zu verwenden war vollkommen problemlos und kann ich auch empfehlen. Als Partition, wo die Dateien für den “Resume to Disk” Schnellstart abgelegt werden, sollten auf jeden Fall unterschiedlich sein. Wenn mit 9.3 zuletzt das gemacht wird und mit 10.1 beim nächstenmal gestartet wird, dann geht das “Resume from Disk natürlich” schief. Bei bestimmten Einstellungen und Bedingungen (noch freier Platz auf HD) wird der ausgelagerte Teil auf der Swap belassen und mit beim “Resume” enbezogen. In dem Falle müßtest Du doch zwei Swap einrichten. Meine Empfehlung für Swap ist es immer eine ältere mittlerweile zu kleinere Festplatte zu verwenden. Das bringt Geschwindigkeit (weniger Lesekopfbewegungen auf der Hauptplatte zwischen Swap und Daten, auch wenn die Platte viel langsamer ist z.B. Swap 4200 ATA zu 7200 SATA, ist “Swappen” immer noch schneller) und schont die neue große Hauptplatte. Bei einem Bekannten kommt so noch eine alte 1,4GB Notebookplatte an den IDE des Mainboards mit SATA+IDE.

Die weiteren Probleme machen die Anwendungen, wenn unterschiedliche Versionen verwendet werden. Ich habe auf Suse 9.3 einen Firefox 1er Version und auf der 10.1 er eine Firefox 2er Version. Bei den Extensions zum Firefox kommt es zu Konflikten. Der 2er Updated und der 1er kann damit nichts mehr anfangen. Hier zeigt sich die Krux, etwas zu viel zu vereinfachen für Bedienerfreundlichkeit, vermeiden die Anwendungen hier in den Namen jeweils die Versionsnummer in die Namen aufzunehmen. Die Skripte für den Start und Update werden so einfacher. Der neue Firefox 3er hat in dieser Hinsicht leider besonders nachgelassen und ich kriege die 2er nicht mehr getrennt zum Laufen, da irgendwo immer noch im Skript eine Pfadsuche ist, die die Vorgabe in einem der Inifiles übersteuert. Das wird bei einigen anderen Anwendungen leider auch auftreten.

Empfehlen würde ich dir zuerst die ganzen Konfigurationsdaten irgendwohin zu speichern. Für die Daten würde ich auf einer seperaten Partition Daten Verzeichnisse anlegen. Dieses würde ich bei beiden Linux in deine /home/user/Documents Verzeichnisse an die gleiche Stelle verlinken oder mounten.

Soweit meine Erfahrungen. Ich verwende daher die Lösung mit mounten an eine festes Verzeichnis (Suse 9.3, Suse 10.1 und Ubuntu 6.06). Ich hoffe die wichtigsten Haken der Sache damit sind beschrieben und hilft Dir etwas weiter. Viel Erfolg and welcome in the club of linux user!

Ulf B. – Mittwoch, 02. Juli 2008 23:07 Uhr

Hi Dieter,

Du sprichst ein wichtiges Thema an. Meine Erfahrung nach ist es empfehlenswert bei beiden Versionen (also 10.3 und 11.0) zusätzliche Paket-Repositories hinzuzufügen. Also mindestens die KDE, Mozilla (falls verwendet) und ein paar weitere sind zu empfehlen, die unter YaST in den Software Repositories aufgeführt sind. Fehlende Pakete und auch funktionierende Multimediaformate erhält man bei den ebenfalls dort genannten Packmann. Eine Liste (bzw. zwei Listen) mit Repositories finden sich unter [1] und [2].

Mit diesen zusätzlichen Repositories unter 10.3 und 11.0 kann man die Programmversionen sehr nahe beieinander halten. Was die Anzahl der Probleme reduziert. Aber insgesamt muss ich sagen, das KDE ab Version 2.5.* sowie 3.*.* sehr robust gegen unterschiedliche Versionen ist. Mein eigentliches /home liegt auf einem Server und wird auf unterschiedlich ausgestatteten Rechnern mit unterschiedlichen Softwareständen genutzt. Aber wir (meine Frau und Ich) konnten keine Probleme feststellen, die sich auf die unterschiedlichen Versionen zurückführen lassen. Auch bei openOffice hatte ich noch keine Probleme. Andere Programme (wie z.B. Mozilla) verwende ich gar nicht oder sehr sehr selten (der Firefox in der Standardinstallation ist mir zu unkomfortabel, wenn man sich an den Konqueror mal gewöhnt hat).

Ciao
Ulf

[1] http://en.opensuse.org/Package_Repositories
[2] http://en.opensuse.org/Additional_YaST_Package_Repositories