Hallo LC,
tut mir leid wenn der Beitrag etwas länger wird. Aber heute muss ich mal meinen Kummer loswerden.
Zur Person: Ich bin Handwerker, Linuxuser seit ca. 7 Jahren, leidenschaftlicher Gamer – also mit Windows im Dualboot
Meine Linux Kenntnisse sind bescheiden, reichen aber aus eine problemlose Installation durchzuführen und um Linuxwerkzeuge wie YaST &Co. zu bedienen.
Mit der neuen Hardware bin ich mir nichtmal über alle Bezeichnen im klaren. Für SuSE habe ich die Pakete mit x86_64 installiert -ist das das gleiche wie AMD64/EM64T?
Zum Rechner: Intel Dualcore2 E6700 auf MSI P965 Neo / 4GB Ram
Festplatte mit Jmicron JMB36X Controller für Serial ATA
Partitionen: sda1 /windows zum Arbeiten und Spielen
sda2 35GB für Linux1 Frickeln und Freizeit
sda3 Swap
sda4 39GB für Linux2
Nachdem ich mir nun endlich den genannten PC gegönnt habe, läuft Linux nur noch virtuell unter Windows (vmwareplayer).
Alle Installationsversuche von SuSE 10.2, Mandriva 2007 Spring und Kubuntu 7.04 sind grandios gescheitert.
SuSE 10.2:Installiert, lief nur ganz kurz mit saumäßiger Grafik, dem framebuffer. Nach den obligatorischen online-updates kommt beim booten:
agpgart: Detectet an Intel 965G Chipset -und aus die Maus. Eine Neuinstallation brachte auch kein anderes Ergebnis mehr.
Vorher gibt es schon Meldungen, dass irgendwelche ata nicht erreichbar sind, so habe ich es in Erinnerung. Aber der Startvorgang geht erstmal weiter.
Mandriva: die Installation bleibt nach der Auswahl der Sprache stehen, unterm splash allerdings verborgen warum.
Kubuntu 7.04: Der erste Versuch auf dem neuen Rechner. Live-CD geht, auf dem Desktop “installieren” angeklickt, Katastrophe perfekt. Überhaupt kein Rechnerstart mehr möglich, die einzige Platte war dann eine externe und der wurde dann der Buchstabe “C” oder sda zugeteilt. Zu booten gab es darauf aber nichts.Es stellte sich dann heraus, dass ein Kabel auf dem Mainboard falsch gesteckt war.
Nur:Kubuntu startete auch danach nicht.
Die Meldung bei den “debians” lautet:
/bin/bash: can´t access tty, job control turned off
Ich habe mal ein paar Foren durchwühlt und denke es kommen folgende Komponenten als Problembürger in Frage:
Der Jmicron Controller für die Festplatte
Der Chipsatz P965 von Intel
Der Arbeitsspeicher mit bestimmten BIOS-Einstellungen zum Memory-Mapping
Leider waren die Probleme die ich fand eben nicht auf meinen Rechner 1:1 übertragbar. Mal ging es darum, dass ein Laufwerk (P ATA?) als optisches Laufwerk nicht zur Verfügung stand, dann wieder um IDE-Platten.
Die Frage an die LC ist nun:
In welcher Richtung muss ich suchen, kennt jemand die Probleme auch irgendwoher? Welche Angaben sind noch erforderlich, da der Rechner regelrecht “stecken bleibt” ist alles mühselig vom Bildschirm abzupinseln.
Gibt es eine Chance die geForce 8800 überhaupt brauchbar unter linux einzurichten? Es sollte 3D gehen, Höchstleistungen werden aber keine erwartet. Einen Treiber dafür bietet nvidia noch nicht an.
Danke
Jens Berger
Noch so als Information: Der Support bei SuSE war amüsant. Erstmal über 3 Telefonnumern gestolpert, ungültig, falsch, und dann mit Verständigungsproblemen im Supportcenter irgendwo im Nirvana angekommen. Der Herr sprach einigermaßen Deutsch, konnte mir aber außer der bootoption
broken_modules=agpgart nichts weiter mitgeben. Geholfen hat das aber auch nicht.
Ich bin wirklich frustriert. Mit dem alten PC war das Ausprobieren von neuen Distributionen ein Kinderspiel. Selbst die Grafiktreiber von Nvidia waren mit ubuntu und SuSE ein Selbstläufer.
Schlußgedanken, die mir so nachts durch den Kopf gehen:
Bringt es was das OS als 32bit zu installieren?
Das Mainboard tauschen will ich nicht, das bedeutet Windows und alle Programme neu zu installieren. Damit bin gerade fast fertig. Vielleicht doch, wenn mir ein Profi sagen würde: “Dein P965 Neo ist eine Sparvariante. Nimme das xyz und Du brauchst auch nicht Windows neu zu installieren”.
Irgendwo habe ich gelesen, das mit ubuntu könnte klappen wenn ich ubuntu auf einen usb-stick installiere, den Kernel mit den erforderlichen Modulen patche und dann auf die Festplatte schiebe. Der Beitrag war vom August 2006 und der Author meinte, beim nächsten ubuntu wären die Jmicron-Treiber im Kernel. Falls die Treiber jetzt im Kernel sind, ist es vielleicht auch nicht der Jmicron-Controller.
Hilft eine Installation via ftp-aber wie geht das.
Wo kann man professionellen Linux-Support erhalten, unabhängig von der Distribution?
Es könnte daran liegen, daß der SATA Controller von dem Kernel noch nicht unterstützt wird. Einige muß man manuell in die initrd einflechten.
Bei einigen Grafiktreibern gibt es bei nvidia (wie auch ati) nur die 32bit Treiber. Bei 32bit gibt es mehr Treiber (une einige gehen nur mit 32 bit, zB. in Verbindung mit WLAN und ndiswrapper). Man kann auf die 64bit Prozessoren auch die 32bit Versionen installieren. es wird dabei nur Geschwindigkeitsperformance verschenkt. Auf Grund fehlender HW Spezifikation sind die Linuxianern mit den Treibern immer etwas hinterher. Das ist ja auch die Methode, die ein bestimmtes BS auch in der Zukunft aufrecht erhalten wird.
Danke für Deine Antwort. Ich werde mal schauen ob ich Treiber für den Controler finde, was das einflechten in die initrd bin ich auch mal gespannt.
Ich gehe davon aus, das erstmal der Treiber gefunden werden muss und linux mit Hilfe einer Treiber CD gestartet wird. Vom laufenden Linux aus wäre das dann zu erledigen.
Meine virtuelle Maschine nützt mir doch beim initrd basteln sicher nichts, denn die system map enthält doch wahrscheinlich ganz andere Informationen.
Mit einer 32bit Installation hätte ich auch kein Problem, auch wenn der Rechner dadurch langsamer ist.
Jens Berger
gefunden:
http://www.spotlight-wissen.de/lisp/pages/messages/alin-1166297916-824
Hi,
das Problem ist ein Bug im Intel AGP Treiber der im letzten Moment noch upgedated wurde (Info habe ich aus dem Opensuse Forum)…
Problemlösung:
1. Editiere die Datei /etc/modprobe.conf.local
2. Füge die Zeile hinzu (ohne “”):
“blacklist intel_agp”
3. Reboot
PS:
Bei mir konnte ich nur über die Rettungsconsole die Änderung machen.
Mangels Editor geht es auch mit dem Befehl (Achtung ohne ‘ eingeben!):
> ‘echo “blacklist intel_agp” > /etc/modprobe.conf.local’
Gruß
Lurch
Danke Du Lurch, mir hat es auch geholfen!