Wie legt man eine Ramdisk von 700 MB unter Mandrake an?
Jedesmal wenn ich eine RamDisk manuell anlege, werden nur 32 MB bzw.
32765 Blöcke akzeptiert.
Eine Größenänderung mittels lilo.conf (z.B. ramdisk_size=128000) hat
keinen Effekt, denn es werden wieder nur 32 MB.
Ideal wäre es für mich, wenn die RamDisk gleich während oder nach dem
Booten angelegt wird und dann einige Dateien kopiert werden können.
Der Befehl: mke2fs -m0 /dev/ram1 -b 2048 32767
ergibt bei mir:
mke2fs 1.34 (25-Jul-2003)
mke2fs: Filesystem larger than apparent device size.
Trotzdem fortsetzen? (y,n) y
Dateisystem Label=
OS type: Linux
Blockgrösse=2048 (log=1)
Fragmentgrösse=2048 (log=1)
16384 Inoden, 32767 Blöcke
0 Blöcke (0.00%) reserviert für den Superuser
erster Datenblock=0
2 block groups
16384 Blöcke pro Gruppe, 16384 Fragmente pro Gruppe
8192 Inoden pro Gruppe
Superblock Sicherungskopien gespeichert in den Blöcken:
16384
mke2fs: Invalid argument while zeroing block 32704 at end of filesystem
Schreibe Inoden-Tabellen: 1/2
Konnte 8 Blöcke nicht in Inoden-Tabelle schreiben beginnend bei 16388:
Invalid argument
SuSE mountet automatisch das “tmpfs” auf /dev/shm. Es handelt sich dabei um eine Ramdisk mit dynamischer größe. Du solltest deine Files die du auf der Ramdisk haben willst also einfach dorthin kopieren können – fertig :-)
Was der Sinn davon sein soll ist mir allerdings eher schleierhaft. Linux cached automatisch alle Files im RAM, sofern genug vorhanden ist. Auf diese Art und Weise zwingst du das System nur unnötig zum swappen (programme raus, weil die Files in RAM-Disk alles verbrauchen, … und nachher Programme wieder rein. Normal müßte Linux nur das File nochmal laden, und nicht hin-und-her swappen!
Zufälligerweise in der FAQ der ct’ (11/2004 Seite 207) gefunden:
mount -t tmpfs -o size=300M tmpfs /ramdisk
‘ramdisk’ ist dann das Verzeichnis. Ich hab unter Mandrake 9.2 testweise eine
150 MB große Ramdisk angelegt. Das große Geheimnis war wohl das tmpfs.
Noch zu der Frage von Markus:
Ich kenne das Swapp-Prinzipo von Linux, aber ich will gerade nicht swappen.
Ein Programm benötigt hier Dateien, die es oft lesen und schreiben muß. Damit
sie weder von der FP nachgeladen werden müssen, noch durch das swapping durch
andere Programme verdrängt werden sollen, benötige ich eine feste Größe. Die
Festplatte schaltet sich nach einer Weile ab, so daß die Festplatte nur noch
dann benutzt wird, wenn ich bestimmte Programme benötige.
Der Sinn des ganzen besteht darin, daß es hier Programme gibt die ständig
arbeiten und Programme die selten arbeiten. Die die ständig arbeiten sollen
etwas RAM bekommen und die die selten arbeiten sollen nachladen. Die ganze
Sache ist aber eher ein Spezialfall, darum wohl auch nicht gleich so
offensichtlich sinnvoll.