ForumRalink-Treiber nicht installierbar
h. kellermann – Mittwoch, 01. August 2007 16:47 Uhr

Hallo Linux-Gemeinde,

habe ein Problem mit der Installation eines WLAN-Sticks (Conceptronics) auf meinem laptop (ECS A530).
Den gleichen Treiber (von Easy-Linux) habe ich bereits auf meinem PC erfolgreich installiert.
Leider kann ich nicht erkennen, was hier nicht funktioniert.
Mein System ist open Suse 10.2, der neueste Kernel ist geladen.
Wer kann erkennen, was da falsch läuft? Was bedeutet der KSycoca-Error? Ist dieser verantwortlich?
Bin für jeden Tip dankbar. Merci im Voraus.
Hier die Installationsinfos:

linux-0r9u:/home/rt73-treiber # sh install.sh
Kernelquellen gefunden (3/3)
/usr/bin/make
make gefunden (1/3)
/usr/bin/gcc
gcc gefunden (2/3)
/opt/kde3/bin/kdesu
Bitte warten…
kbuildsycoca running…
kio (KSycoca): ERROR: No database available!
KWrited überwacht Gerät /dev/pts/1
KNotify::playTimeout
call failed
make[1]: Entering directory `/usr/src/linux-2.6.18.8-0.5-obj/i386/default’
make -C ../../../linux-2.6.18.8-0.5 O=../linux-2.6.18.8-0.5-obj/i386/default mod
ules
Building modules, stage 2.
MODPOST
make[1]: Leaving directory `/usr/src/linux-2.6.18.8-0.5-obj/i386/default’
echo “2.6 module install”
2.6 module install
make -C /lib/modules/2.6.18.8-0.5-default/build SUBDIRS=/home/rt73-treiber/Modul
e modules_install
make[1]: Entering directory `/usr/src/linux-2.6.18.8-0.5-obj/i386/default’
make -C ../../../linux-2.6.18.8-0.5 O=../linux-2.6.18.8-0.5-obj/i386/default mod
ules_install
INSTALL /home/rt73-treiber/Module/rt73.ko
DEPMOD 2.6.18.8-0.5-default
make[1]: Leaving directory `/usr/src/linux-2.6.18.8-0.5-obj/i386/default’
/sbin/depmod -a
ICE default IO error handler doing an exit(), pid = 4279, errno = 0
ERROR: Removing ‘rt73usb’: No such file or directory
kbuildsycoca running…
KWrited überwacht Gerät /dev/pts/1
KNotify::playTimeout
rausb0: unbekannte Schnittstelle: Kein passendes Gerät gefunden
rausb0 Interface doesn’t support scanning.

KNotify::playTimeout
Die Installation ist beendet
linux-0r9u:/home/rt73-treiber # ICE default IO error handler doing an exit(), pi d = 4532, errno = 0

Gruß vom Hans

3 Antworten
Christian Schuglitsch – Mittwoch, 01. August 2007 23:56 Uhr

KSycoca meldet sich bei jedem KDE-Programm zu Wort – hier kdesu um an root-Rechte zu gelangen. Diese ganzen Meldungen werden bloss wahllos in die einzelnen Ausgaben des Install-Skriptes reingeschrieben.

Ich glaube eher, dass dir dieses Install-Skript lediglich verheimlicht, dass beim make Fehler aufgetreten sind. Gibt es noch Logdateien im Verzeichnis?

So kleine Module benötigen oft nur den gcc und z.B. die richtigen Kernelheader und deren Pfad, um erfolgreich kompiliert zu werden.

Versuche es erstmal ganz normal als root an der Konsole.

Rico Rommel – Donnerstag, 02. August 2007 08:22 Uhr

Hallo Hans,

Das Modul wird meiner Meinung nach ordnungsgemäß kompiliert. Der Fehler tritt
später auf.

Es wäre also interessant zu wissen, welchen Treiber du verwendest (Es gibt
nämlich zwei [1],[2]) und was das Installationsscript macht.

Stell den Inhalt von install.sh, wenn nicht zu groß, am besten mal hierein
oder gib einen Link auf das komplette Treiberpaket.

Und, da schließe ich mich meinem Vorredner an, führe das Installationsscript
in einer root-Konsole aus. Da werden nur die wirklich relevanten Dinge
angezeigt.

mfg
Rico

[1] http://www.ralinktech.com/ralink/Home/Support/Linux.html
[2] http://rt2x00.serialmonkey.com/wiki/index.php?title=Main_Page

GoaSkin – Donnerstag, 02. August 2007 17:36 Uhr

Etwas Off-Topic aber gibt es irgendwo Binär-Versionen für aktuelle Debian-Netinstall-CDs?

Ich möchte eine komplett neue Linux-Distribution installieren und möchte dies über eine WLAN- Verbindung tun. Leider habe ich nicht die Möglichkeit, aus dem Quellcode ein Modul für die Kernel- Version 2.6.18 vorzubereiten.

Rico Rommel – Donnerstag, 02. August 2007 21:13 Uhr

Hallo,

ich habe mal versucht, ein Modul für das netinst-Image zu bauen.Der
Herstellertreiber wollte nicht so recht, da habe ich den Freien [1] genommen.
Ich nehme mal stark an, du möchtest Etch/i386 installieren.

Mangels dieses Sticks konnte ich jedoch nicht testen, ob es auch funktioniert.

Kopiere [1] und [2] auf deine Festplatte oder eine Diskette.
Boote dann das Installationsimage und hänge die Festplatte/Diskette ein.

Erstelle das Verzeichnis /lib/firmware und kopiere rt73.bin hinein.
Als nächstes muss das Modul firmware_class geladen werden.

Jetzt kann mit

insmod /rt73.ko

der Treiber für die Karte geladen werden.modprobe funktioniert an der Stelle
nicht.

Zum Schluss noch die Netzwerkerkennung neustarten und es könnte funktionieren.
Es ist auch möglich, dass du die Netzwerkkarte manuell konfigurieren musst.

Sollten Fehler auftreten, z.B. mit der Firmware, gibt dmesg Auskunft.

mfg
Rico

[1] http://rt2x00.serialmonkey.com/wiki/index.php?title=Main_Page
[2] ftp://www.deutsches-haus-schwepnitz.de/linux/dateien/rt73.ko
[3] ftp://www.deutsches-haus-schwepnitz.de/linux/dateien/rt73.bin

h. kellermann – Freitag, 03. August 2007 10:40 Uhr

Vielen Dank für die zahlreichen Tips.
Hier der Inhalt von install.sh:

#!/bin/bash
# Zunchst testen, ob alles installiert ist, dann das Script easy.sh als Root starten.

#Testen, ob die Kernelquellen installiert sind
test -f /lib/modules/`uname -r`/build/Makefile
if [ $? -ne 0 ]; then
FEHLT3=Kernelquellen
echo “###############################”
echo “## Die Kernelquellen fehlen ##”
echo “###############################”
exit 1
else echo “Kernelquellen gefunden (3/3)”
fi

#Testen, ob make installiert ist
which make
if [ $? -ne 0 ]; then
FEHLT1=make
echo “#############################”
echo “######### make fehlt ########”
echo “#############################”
exit 1
else
echo “make gefunden (1/3)”
fi

#Testen, ob gcc installiert ist
which gcc
if [ $? -ne 0 ]; then
FEHLT2=gcc
echo “#############################”
echo “######### gcc fehlt #########”
echo “#############################”
exit 1
else
echo “gcc gefunden (2/3)”
fi

#Prfen, ob kdesu existiert dann das Skript starten
PFAD=`pwd`
which kdesu
if [ $? -ne 0 ]; then
echo “Sie mssen die Installation unter KDE starten”
exit 1
else
echo “Bitte warten…”
kdesu $PFAD/easy.sh
echo “Die Installation ist beendet”

Und hier noch die changelog:

Changelog for 802.11g rt73 driver

Version: CVS
* Compatibility fixes for kernels >= 2.6.19
* Jiffies fix for connection stability
* Packet injection support
* Prism header in RFMON
* RFMON support
* Ethtool support
* Initial baseline code from Ralink (1.0.3.6)

Ich kann daraus leider keine Infos ziehen. Vielleicht aber ihr.

Herzlichen Gruß
Hans

Rico Rommel – Freitag, 03. August 2007 13:12 Uhr

Hallo Hans,

install.sh bringt uns leider überhaupt nicht weiter sondern wirft eher neue
Fragen auf. Warum will die Installation unbedingt unter KDE laufen?

install.sh ruft ein Script namens easy.sh auf. Gut möglich, dass dort die
eigentliche Installation durchgeführt wird.

Wenn alle Stricke reißen kannst du dir den Treiber auch selber bauen.
Einfach den Treiber von [1] herunterladen, entpacken, in das Verzeichnis
Module wechseln und dort make ausführen.

sudo make install installiert den Treiber.

Mit modprobe rt73 kann er geladen werden.

Inwiefern es möglich ist, die Karte in yast zu konfigurieren kann ich leider
nicht sagen. Notfalls kannst du einen anderen beliebigen Wlan-Adapter
einrichten und die entsprechenden Dateien in /etc/sysconfig/hardware
und /etc/syconfig/network dann manuell anpassen.

mfg
Rico

[1] http://rt2x00.serialmonkey.com/wiki/index.php?title=Downloads

GoaSkin – Freitag, 03. August 2007 22:20 Uhr

Danke für die Mühe, aber du warst leider zu schnell…

Ich nutze eine PPC-Maschine. Aber das Problem hat sich mittlerweile eh gelöst, da ich nun Debian Etch bei einem Bekannten installiert habe – über den herkömmlichen LAN-Adapter.

h. kellermann – Montag, 06. August 2007 10:17 Uhr

Hallo Rico,

vielen Dank für deine Hilfe!
Inzwischen ist es mir gelungen, den Treiber traditionell zu kompillieren. Allerdings ist das sehr instabil: manchmal wird der Stick als WLAN1 erkannt,manchmal als RAUSB0, was richtig wäre.
Als RAUSB0ist aber “Encryptionkey:off”, was falsch ist, da in “wlan-start-sh” anders definiert und deshalb keine Verbindung zustande kommt.
Auch unter YAST habe ich WPAPSK mit dem entsprechenden Hex-Schlüssel gesetzt.
Gestartet wird der Stick mit “sh wlan-start.sh”. IWCONFIG zeigt dann:

rausb0 RT73 WLAN ESSID:”DSLWLANModem200″
Mode:Managed Frequency=2.412 GHz Bit Rate=54 Mb/s
RTS thr:off Fragment thr:off
Encryption key:off
Link Quality=0/100 Signal level:-62 dBm Noise level:-115 dBm
Rx invalid nwid:0 Rx invalid crypt:0 Rx invalid frag:0
Tx excessive retries:0 Invalid misc:0 Missed beacon:0

Log-messages sind bei hotplug folgende:

Aug 6 08:48:03 linux-0r9u kernel: usb 1-4: new high speed USB device using ehci_hcd and address 5
Aug 6 08:48:03 linux-0r9u kernel: usb 1-4: new device found, idVendor=14b2, idProduct=3c22
Aug 6 08:48:03 linux-0r9u kernel: usb 1-4: new device strings: Mfr=1, Product=2, SerialNumber=0
Aug 6 08:48:03 linux-0r9u kernel: usb 1-4: Product: 802.11 bg WLAN
Aug 6 08:48:03 linux-0r9u kernel: usb 1-4: Manufacturer: Ralink
Aug 6 08:48:03 linux-0r9u kernel: usb 1-4: configuration #1 chosen from 1 choice
Aug 6 08:48:03 linux-0r9u kernel: idVendor = 0x14b2, idProduct = 0x3c22
Aug 6 08:48:04 linux-0r9u kernel: rt73 driver version – 1.0.3.6 CVS
Aug 6 08:48:05 linux-0r9u kernel: **rt73**: Interface goes up for the first time, activating permanent MAC
Aug 6 08:48:05 linux-0r9u kernel: **rt73**: Active MAC is: ************
Aug 6 08:48:16 linux-0r9u ifup: rausb0
Aug 6 08:48:16 linux-0r9u ifup: rausb0 configuration: wlan-bus-usb
Aug 6 08:48:17 linux-0r9u ifup-wireless: rausb0 warning: WPA configured but may be unsupported
Aug 6 08:48:17 linux-0r9u ifup-wireless: rausb0 warning: by this device
Aug 6 08:48:17 linux-0r9u ifup-wireless: rausb0 warning: wpa_supplicant already running on interface
Aug 6 08:48:17 linux-0r9u kernel: rt73 driver version – 1.0.3.6 CVS
Aug 6 08:48:17 linux-0r9u kernel: **rt73**: net_device supplies MAC, activating this one
Aug 6 08:48:17 linux-0r9u kernel: **rt73**: Active MAC is: ************
Aug 6 08:48:17 linux-0r9u ifup-dhcp: Starting DHCP Client Daemon on rausb0…
Aug 6 08:48:17 linux-0r9u ifup-dhcp: .
Aug 6 08:48:19 linux-0r9u ifup-dhcp: .
Aug 6 08:48:20 linux-0r9u ifup-dhcp: .
Aug 6 08:48:21 linux-0r9u ifup-dhcp: .
Aug 6 08:48:22 linux-0r9u ifup-dhcp: .
Aug 6 08:48:23 linux-0r9u ifup-dhcp: no IP address yet… backgrounding.

So kommt dann keine Verbindung zustande.
(WPA wird schon unterstützt, läuft auch auf meinem anderen PC einwandfrei)

Noch irgendwelche weiterführende Ideen?

Gruß vom Hans

Rico Rommel – Dienstag, 07. August 2007 08:50 Uhr

Hallo Hans,

dass die Karte manchmal als wlan1 und manchmal als rausb0 erkannt wird ist
schon etwas seltsam, vor allem wlan1. Wenn schon, dann wlan0.
Hast du vielleicht in dem Rechner noch einen Wlan-Adapter verbaut,
möglicherweise intern?

Oder, andere Variante, zwei Treiber für die gleiche Karte kommen sich
gegenseitig in Gehege. Lösche am besten den Treiber, den du ursprünglich
installiert hattest herunter und installiere anschließend den zweiten noch mal
neu.

Weiterhin solltest du erstmal testen, ob du eine unverschlüsselte Verbindung
hinbekommst, sonst dauert die Fehlersuche ewig.

mfg
Rico

h. kellermann – Donnerstag, 09. August 2007 18:52 Uhr

Hallo Rico,

auf der Suche nach gespeicherten Treibern habe ich vier unterschiedliche Kernel-Module gefunden, incl. der neuesten Version 2.6.18.8-05.
Alle tragen den Zusatz “default”. Jeweils im Ordner “extra” befindet sich rt73.ko
Der neueste Kernel hat zusätzlich einen Ordner “weak-updates” (???) in dem ein rt73usb.ko auftaucht, aber auch ein rt2500usb.ko. Ich weiß nicht was dieser Ordner bzw. sein Inhalt bedeutet. Ist es denkbar, dass sich Treiber und Kernelversion nicht vertragen? Wie kann man das sicher feststellen?
Müsste denn der richtige Treiber nicht in dem Ordner “2.6.18.8-0.5-default/kernel/drivers/usb/net” auftauchen?
Nachdem ich bislang noch keine Kernel bearbeitet habe, bin ich mir da ziemlich unsicher! Brauche ich denn all diese Versionen oder kann ich die einfach löschen? Habe hierfür noch keine Antwort gefunden aber es gibt immer mehr offene Fragen, je intensiver ich in diese Materie eindringe.
Habe eine neuere version rt73 von tu-darmstadt geladen, völlig anderer Kompillierablauf aber mit gleichem (Miss-)Erfolg!
Bin momentan ziemlich genervt! Verwirrniss und Unverständnis wächst, Verständnis schwindet zusehens.
Bei der weiteren Suche im Internet finde ich immer mehr genervte rt73-Anwender. Dabei wurde auf “Tux-hardware” dieser Stick als geprüft Linux-fähig angeprießen.
Momentan habe ich nach Löschung allermöglichen Treiber – vor allem PRISM- von denen TU-Darmstadt sagt, dass die Header-Dateien viele Probleme bereiten, keinerlei Fortschritte erzielt. Lediglich das kabelgebundene Onlinegehen verhält sich jetzt merkwürdigerweise anders.
Ich weiß nicht, wie´s jetzt weitergeht!

Herzlichen Gruß
Hans

Rico Rommel – Donnerstag, 09. August 2007 21:21 Uhr

Hallo Hans,

das Modul rt73usb.ko stammt aus dem Paket wlan-kmp und damit ist die
Problemlösung wahrscheinlich einfacher, als wir denken. Der Treiber ist in
Suse 10.2 enthalten und war, als du den “neuen” Treiber installieren wolltest,
scheinbar schon geladen. Deshalb könnte das Installationsscript fehlgeschlagen
sein und würde auch solche Absonderlichkeiten wie wlan1 erklären.
Der Treiber ist übrigens der vom rt2x00 Projekt in einer älteren Fassung.

Ich würde jetzt folgende Vorgehensweise vorschlagen:

Den “Ausgangszustand wiederherstellen, d.h. alle Module mit rt73 im Namen
löschen und das Paket wlan-kmp neu installieren.

Rechner neu starten und versuchen, die Karte einfach mit Yast zu
konfigurieren.

Falls es nicht funktioniert, mit lsmod bzw. lsmod prüfen, ob der Treiber
rt73usb oder rt2 geladen ist. Wenn nicht, mit modprobe rt73usb
laden.

Wenn der Treiber geladen ist, mit iwconfig prüfen, ob die Karte aktiv ist.
Eine unverschlüsselte Verbindung sollte nun nach Vergabe einer IP-Adresse mit
ifconfig funktionieren.

Wenn alles nicht funktioniert, rt73usb.ko löschen, den Treiber selbst bauen,
installieren und mit modprobe rt73.ko laden.

Dann iwconfig usw.

Sollte die Karte laut iwconfig funktionieren, Yast sich aber beharrlich
weigern, sie einzurichten, solltest du, wie schon oben beschrieben, irgendeine
Karte einrichten und die entsprechenden Konfigurationsdateien
in /etc/sysconfig/hardware und /etc/sysconfig/network selbst anpassen.

Noch detailliertere Hilfestellungen kann ich mangels Suse 10.2 und wlan-Stick
leider auch nicht geben.

mfg
Rico

h. kellermann – Samstag, 11. August 2007 09:50 Uhr

Hi Rico,

vorab schon mal ein herzliches DANKE für dein Engagement in dieser Sache und deine praktischen Tips.
Ich habe alle erkennbaren rt73 gelöscht und wlan-kmp neu installiert. Ergebnis: YASTerkennt Stick nicht mehr.
Mit ISMOD kann ich leider nicht umgehen. Habe also “modprobe rt73usb” durchgeführt. YAST erkennt den Stick immer noch nicht,
iwconfig zeigt ihn unter wlan0 an statt mit rausb0.
Also Deinstallation von wlan-kmp und kompillieren meines Ralink-Treibers. Ergebnis: YAST erkennt den Stick nicht, iwconfig ebenfalls nicht.
Nachdem ich den Kernel in Verdacht habe, führe ich jetzt ein Kernel-downgrade durch und nochmals alle Varianten wie oben mit diesem durch.
Ergebnis: alles negativ.
Also wieder upgrade (2.6.18.8.-0.5) und nochmal alles von vorne. Wie immer ohne Erfolg. Der Stick wird nicht mehr erkannt! Firmware rt73.bin ist richtig geladen unter dem Ordner lib/firmware, Treiber kompilliert und mit modprobe rt73 geladen. Stick funktioniert am anderen PC.
Log-messages bei hotplug:

new high speed USB device using ehci_hcd and address 4
Aug 11 09:08:36 linux-0r9u kernel: usb 4-4: new device found, idVendor=14b2, idProduct=3c22
Aug 11 09:08:36 linux-0r9u kernel: usb 4-4: new device strings: Mfr=1, Product=2, SerialNumber=0
Aug 11 09:08:36 linux-0r9u kernel: usb 4-4: Product: 802.11 bg WLAN
Aug 11 09:08:36 linux-0r9u kernel: usb 4-4: Manufacturer: Ralink
Aug 11 09:08:36 linux-0r9u kernel: usb 4-4: configuration #1 chosen from 1 choice

iwconfig-Ergebnis:

linux-0r9u:/home/hans # iwconfig
lo no wireless extensions.

eth0 no wireless extensions.

wlan0 no wireless extensions.

sit0 no wireless extensions.

Allerdings habe ich jetzt etwas vielleicht Helfendes gefunden: unter etc/modprobe.d gibt es eine blacklist, die am Ende folgendes ausweist:

# For some bridges both intel-agp and i82875p_edac are loaded. If i82875p_edac
# is loaded first it will grab the device. Then intel-agp doesn’t work.
# Therefore we disable automatic loading of 82875p_edac. (Bug 213840)
blacklist i82875p_edac
blacklist rt73usb
blacklist rt73usb
blacklist rt73usb
blacklist rt73usb
blacklist rt73usb
blacklist rt73usb
blacklist rt73usb
blacklist rt73usb
blacklist rt73usb
blacklist rt73usb
blacklist rt73usb
blacklist rt73usb
blacklist rt73usb
blacklist rt73usb
blacklist rt73usb
blacklist rt73usb
blacklist rt73usb
blacklist rt73usb
blacklist rt73usb

Liegt hier vielleicht der Schlüssel zum Problem?

Nachdem ich jetzt ca. 16 Stunden meiner Freizeit mit diesem Problem verbracht habe, ist mein Lustfaktor gegen den Nullpunkt geschrumpft, auch wenn`s Wetter hilfreich ist. Es gibt noch wichtigere Dinge im Leben!

herzlichen Gruß vom Hans

Rico Rommel – Samstag, 11. August 2007 10:40 Uhr

Hallo Hans,

halten wir mal fest:

rt73usb.ko funktioniert, ob die Karte nun rausb0 oder wlan0 heißt ist völlig
egal.

Die Einträge in blacklist verhindern, dass rt73usb.ko automatisch bei Bedarf
geladen wird. Durchsuche am besten alle Dateien in /etc/modprobe.d und
entferne alle Einträge mit rt73 und, sofern vorhanden, auch
in /etc/modprobe.conf.

Ich nehme stark an, das anfangs benutzte Installationsscript hat deine
Systemeinstellungen ordentlich durcheinander gewirbelt.

Wenn du die Module rt73.ko oder rt73usb.ko mittels modprobe lädst, überprüfe
immer den kernellog z.B. mit dmesg nach Fehlern und mit lsmod (nicht Ismod),
ob das Modul auch tatsächlich geladen wurde.

Wenn die Karte mit iwconfig angezeigt wird, würde ich erstmal eine
unverschlüsselte Verbindung testen. Wie oben beschrieben eine IP-Adresse aus
deinem Netzwerk zuweisen und ein ping aussenden.

Falls Yast den Stick weiterhin nicht erkennt, kannst du Yast nach oben
beschriebener Weise austricksen. Funktioniert die Konfiguration unter Yast
eigentlich auf deinen anderen Rechner? Wenn ja, könntest du auch einfach die
entsprechenden Konfigurationdateien unter /etc/sysconfig/network
und /etc/sysconfig/hardware kopieren. Aber Vorsicht, nicht alle, nur die
Richtigen.

mfg
Rico

h. kellermann – Freitag, 17. August 2007 11:55 Uhr

Hi Rico,
habe inzwischen probiert und probiert. Der rt73usb im Kernel funktioniert überhaupt nicht, erkennt den Stick falsch. Also alle rt73 und rt73usb aus allen vorhandenen Kernel-Modulen gelöscht, auch die sog. “weak-updates”. Dann Treiber selbst kompilliert.
Beim Anstecken des Sticks kommen folgende Meldungen:

Aug 17 10:49:54 linux-0r9u kernel: usb 4-4: new high speed USB device using ehci_hcd and address 4
Aug 17 10:49:54 linux-0r9u kernel: usb 4-4: new device found, idVendor=14b2, idProduct=3c22
Aug 17 10:49:54 linux-0r9u kernel: usb 4-4: new device strings: Mfr=1, Product=2, SerialNumber=0
Aug 17 10:49:54 linux-0r9u kernel: usb 4-4: Product: 802.11 bg WLAN
Aug 17 10:49:54 linux-0r9u kernel: usb 4-4: Manufacturer: Ralink
Aug 17 10:49:54 linux-0r9u kernel: usb 4-4: configuration #1 chosen from 1 choice
Aug 17 10:49:56 linux-0r9u kernel: rtusb init ====>
Aug 17 10:49:56 linux-0r9u kernel: idVendor = 0x14b2, idProduct = 0x3c22
Aug 17 10:49:56 linux-0r9u kernel: usbcore: registered new driver rt73
Aug 17 10:49:58 linux-0r9u kernel: rt73 driver version – 1.0.3.6 CVS
Aug 17 10:49:58 linux-0r9u kernel: **rt73**: Interface goes up for the first time, activating permanent MAC
Aug 17 10:49:58 linux-0r9u kernel: **rt73**: Active MAC is: 00:80:5a:4e:1e:e1.
Aug 17 10:50:11 linux-0r9u ifup: Network interface is managed from NetworkManager
Aug 17 10:50:11 linux-0r9u ifup: NetworkManager will be advised to set up rausb0
Aug 17 10:50:11 linux-0r9u ifup: but it cannot be assured from here.

Der Treiber wird also richtig geladen.
Wenn ich den Stick dann mit “sh wlan-start.sh” starte, erhalte ich Fehlermeldungen:

Aug 17 10:59:14 linux-0r9u su: (to root) hans on /dev/pts/3
Aug 17 10:59:28 linux-0r9u kernel: rt73 driver version – 1.0.3.6 CVS
Aug 17 10:59:29 linux-0r9u kernel: **rt73**: net_device supplies MAC, activating this one
Aug 17 10:59:29 linux-0r9u kernel: **rt73**: Active MAC is: 00:80:5a:4e:1e:e1.
Aug 17 10:59:30 linux-0r9u dhclient: Internet Systems Consortium DHCP Client V3.0.5
Aug 17 10:59:30 linux-0r9u dhclient: Copyright 2004-2006 Internet Systems Consortium.
Aug 17 10:59:30 linux-0r9u dhclient: All rights reserved.
Aug 17 10:59:30 linux-0r9u dhclient: For info, please visit http://www.isc.org/sw/dhcp/
Aug 17 10:59:30 linux-0r9u dhclient:
Aug 17 10:59:34 linux-0r9u kernel: NET: Registered protocol family 17
Aug 17 10:59:34 linux-0r9u dhclient: Listening on LPF/rausb0/00:80:5a:4e:1e:e1
Aug 17 10:59:34 linux-0r9u dhclient: Sending on LPF/rausb0/00:80:5a:4e:1e:e1
Aug 17 10:59:34 linux-0r9u dhclient: Sending on Socket/fallback
Aug 17 10:59:34 linux-0r9u dhclient: DHCPDISCOVER on rausb0 to 255.255.255.255 port 67 interval 3
Aug 17 10:59:37 linux-0r9u dhclient: DHCPDISCOVER on rausb0 to 255.255.255.255 port 67 interval 8
Aug 17 10:59:39 linux-0r9u kernel: rausb0: no IPv6 routers present
Aug 17 10:59:45 linux-0r9u dhclient: DHCPDISCOVER on rausb0 to 255.255.255.255 port 67 interval 15
Aug 17 11:00:00 linux-0r9u dhclient: DHCPDISCOVER on rausb0 to 255.255.255.255 port 67 interval 20
Aug 17 11:00:20 linux-0r9u dhclient: DHCPDISCOVER on rausb0 to 255.255.255.255 port 67 interval 15
Aug 17 11:00:35 linux-0r9u dhclient: No DHCPOFFERS received.
Aug 17 11:00:35 linux-0r9u dhclient: No working leases in persistent database – sleeping.

oder aber:

linux-0r9u:/home # sh wlan-start.sh
Interface doesn’t accept private ioctl…
set (8BE2): Invalid argument
Internet Systems Consortium DHCP Client V3.0.5
Copyright 2004-2006 Internet Systems Consortium.
All rights reserved.
For info, please visit http://www.isc.org/sw/dhcp/

Listening on LPF/rausb0/00:80:5a:4e:1e:e1
Sending on LPF/rausb0/00:80:5a:4e:1e:e1
Sending on Socket/fallback
DHCPDISCOVER on rausb0 to 255.255.255.255 port 67 interval 5
DHCPDISCOVER on rausb0 to 255.255.255.255 port 67 interval 14
DHCPDISCOVER on rausb0 to 255.255.255.255 port 67 interval 11
DHCPDISCOVER on rausb0 to 255.255.255.255 port 67 interval 17
DHCPDISCOVER on rausb0 to 255.255.255.255 port 67 interval 14
No DHCPOFFERS received.
No working leases in persistent database – sleeping.

Du siehst, ich bin schon ziemlich weit gekommen aber leider funktionierts noch nicht ganz!
Vielleicht kannst du mit diesen Infos was anfangen und hast noch eine Idee dazu.

Danke im Voraus
Hans

Rico Rommel – Mittwoch, 22. August 2007 12:05 Uhr

Hallo Hans,

die Karte versucht vergeblich über DHCP eine IP-Adresse zu bekommen.

Folgende Punkte solltest du überprüfen:
Hast du auf dem Wlan-Router bzw. AP die Verschlüsselung deaktiviert?
Läuft im Netzwerk, z.B. auf dem Router ein DHCP-Server?
Funktioniert ein ping zu einem anderen Rechner, wenn du manuell eine
IP-Adresse vergibst?
Und vor allem, was mach eigentlich wlan-start.sh?

mfg
Rico