Hallo Linux-Wissende,
nach dem grafischen Login als normaler User an meinem frisch installierten
Debian-Sarge-System erscheint die Meldung:
sound server informational message:
Error while initializing the sound driver:
device/dev/dsp can’t be opened (permission denied)
The sound server will continue, using the null output device
(Die installierte Soundkarte ist eine ganz normale PCI-Soundblaster-Karte)
Startet man z.B. unter KDE das Programm KsCD, läuft es munter los, aber
wie nach der Meldung zu erwarten, ist nichts zu hören.
Wie im Online-debiananwenderhandbuch unter Sound beschrieben habe ich in
einer Konsole als root modprobe sb eingegeben und KsCD erneut gestartet.
Und siehe da . . . die Musi spielt!
Melde ich mich unter einem anderen Account am System an, oder starte das
System neu, kommt dieselbe Sound-Fehlermeldung wieder . . .
Als Newbie interpretiere ich das so:
Hardware-Erkennung bei der Installation grundsätzlich ok.
Richtiger Sound-Server wird vom System gestartet.
Aber dem Sound-Server wird der Zugriff auf das device dsp verweigert.
Deshalb schickt er alles anstatt an dsp in den Daten-Orcus
Als root habe ich mit modprobe das Problem nicht.
Nach Eingabe von modprobe bleibt der Zugriff (und die Musi) aber auch dem
jeweils angemeldeten User erhalten?!
So sehen die Rechte für das Device dsp aus:
/dev# ls -la dsp
crw-rw—- 1 root audio 14, 3 2005-02-26 07:39 dsp
in etc/group steht für audio:
audio:x:29:olaf
Müsste doch bedeuten, daß zumindest der Benutzer olaf als Mitglied der
Gruppe audio dauerhaft auch Zugriff auf dsp (und damit auf die Musi) hat?
Vielleicht hab ich da auch eine kleine Denkblockade?
Jedenfalls möchte ich nicht ohne größere Not an den Rechten rumfummeln.
Was kann ich tun, daß trotzdem alle Benutzer des Systems in den Genuss von
Geräuschen und Musi :-) über die Soundkarte kommen?
Grüsse
Olaf
Ich kenne 2 Methoden um die Zugriffsrechte neu zu setzen.
1. mit adduser Benutzer audio den Benutzer in die Gruppe audio aufnehmen, was ja bei deinem Benutzer olaf ja anscheinend nicht klappt.
2. Die Rechte in /dev neu setzen, was man allerdings aus Sicherheitsgründen nur machen sollte wenn man keine andere Option mehr hat.
Welche Devices es waren weis ich nicht mehr ganz genau, deshalb solltest du lieber noch mal im Handbuch oder Internet nachsehen
Ich meine
chmod 0666 /dev/mixer
chmod -R 0666 /dev/snd (-R weil es ein Ordner ist)
chmod 0666 /dev/sndstat
Wie schon gesagt diese Methode kann so Sicherheitsproblemen führen, weil jeder Benutzer in der Lage ist die Devices zu löschen.
Ich denke dein Problem ist, dass das ‘modprobe sb’ nicht beim hochfahren ausgeführt wird!
Einfach sb in die /etc/modules eintragen, dann müsste es funzen!
Gruß Cornell
> Einfach sb in die /etc/modules eintragen, dann müsste es funzen!
Mal eine Frage von jemandem, der dieses Problem auch hatte: Wie genau sieht denn dieser einfache Eintrag aus? Die Syntax der /etc/modules entzieht sich meinem Verständnis. In meiner stehen eigentlich nur Abhängigkeiten drin; ob und welche Module mit welchem Befehl jetzt explizit geladen werden, konnte ich nicht herausfinden. Oder steht das in einer anderen Datei?
BTW: Da Gnome mit OSS nicht kann, mußte ich ALSA installieren. alsaconf brachte die Karte auch zum laufen, aber um nach dem nächsten Reboot nicht wieder neu konfigurieren zu müssen, war noch ein exotischer Befehl von Alsa nötig; den habe ich aber jetzt leider nicht zur Hand.
Ugglan
Hallo Cornell,
Du hattest recht.
In der Datei /etc/modules weit und breit kein Eintrag zur Soundkarte.
sb hinzugefügt, es funzt . . . und die Musi spielt!
Danke und Grüße
Olaf
Hallo Cornell,
Du hattest recht.
In der Datei /etc/modules weit und breit kein Eintrag zur Soundkarte.
sb hinzugefügt, es funzt . . . und die Musi spielt!
Danke und Grüße
Olaf
Hallo Ugglan
bei mir steht nichts geheimnisvolles drin in der Datei.
Allerdings hab ich auch “nur” die ganz simple Soundblaster-Karte.
Für die musste ich außer dem Eintrag sb keine weiteren Klimmzüge machen:
# /etc/modules: kernel modules to load at boot time.
#
# This file should contain the names of kernel modules that are
# to be loaded at boot time, one per line. Comments begin with
# a “#”, and everything on the line after them are ignored.
ide-cd
ide-detect
ide-disk
psmouse
sb
Dass iss alles!
Gruß
Olaf
Danke, jetzt weiß ich wenigstens, wie man ein Modul “verankert”, wenn die Konfiguration das nicht selber macht.
Gruß,
Ugglan
Hi,
ok, das Problem scheint ja jetzt gelöst. Das generelle Werkzeug der Wahl um solche Probleme zu beheben ist eigentlich “alsaconf”.
Einfach als root-user anmelden und “alsaconf” eintippen. Was dann kommt ist -dank Ncursesoberfläche- selbsterklärend.
Alsaconf hat eine autodetection was den vorteil mit sich bringt, dass man seine Soundkarte nicht unbedingt kennen muss.
Und es unterstützt auch noch ganz alte (ISA)Karten aus den OSS-Treibern. Mein Rechner hier hat z.B. noch ne alte CS4236-ISAKarte die von alsaconf erkannt und konfiguriert wird.
Viele Grüße
Markus
Hallo Stephan,
die Meldung “permission denied” hat anscheinend etwas auf die falsche Fährte
gelockt. Ich wollte eben genau die Probleme mit Sicherheitslöchern umgehen. Da
war der Tip von Cornell genau der Richtige.
Trotzdem Dank, daß Du Dich auf mein Problem eingelassen hast.
Gruß
Olaf