ForumProblem mit DDR 400
Michael Busch – Freitag, 27. Oktober 2006 20:35 Uhr

Hallo Community,

ich habe folgendes Problem:
Mein FC5 läuft z.Zt. auf einem A8N-SLI Deluxe mit einem AMD 64 Athlon 3500+. Als Speicher habe ich Samsung Orginal DDR 400 2x 512MB (M368L6423FTN-CCC, double-sided). In dieser Konfiguration reibungsloser Betrieb auch unter dem parallel istalliertem WinXP Pro Sp2.
Nun wollte ich mein System mit weiteren 2x 512MB aufrüsten, habe allerdings versehentlich den falschen Speicher erwischt: Samsung Orginal DDR 400 2x 512MB (M368L6523DUS-CCC, single-sided). Zusammen mit meinem Speicher ist hier kein Dual-Channel möglich. Der Rechner läuft mit FC5 und WinXP fehlerfrei.
Nun habe ich versucht den Speicher statt meinem zu verwenden. (Also nur 2x 512 M368L6523DUS-CCC) Hier habe ich unter FC5 nun regelmäßig während des bootens Systemabstürze. Der Betrieb unter WinXP bis jetzt möglich…
Nun meine Frage: Kann mir jemand erklären, warum dieser Speicher (M368L6523DUS-CCC) unter Linux solche Zicken macht? Könnte eine Neuinstallation das Problem lösen? Evtl. Update auf das neue FC6? Habt Ihr für mich evtl. andere Erklärungen…?
Anm.: Der zuerst verbaute Speicher (M368L6423FTN-CCC) steht in der Qualified Vendors List in meinem Mainboard Handbuch; der Neue (M368L6523DUS-CCC) nicht.

Gruß, Michael

1 Antwort
Günter Frenz – Freitag, 27. Oktober 2006 20:48 Uhr

Ein Speichertest mit memtest86 über einen Zeitraum von 1-2 Tagen sollte eigentlich klarstellen, ob die Module fehlerhaft sind oder nicht.

Günter

Michael Busch – Sonntag, 05. November 2006 20:13 Uhr

Also irgendwie werde ich daraus nicht schlau:
Jetzt hab ich mal nen Memtest86 laufen lassen, aber keine Fehler. Der Test lief jetzt 7 Durchläufe Standardtest ca. 90 Min. Muss ich ihn wirklich länger laufen lassen oder evtl. die Bausteine einzeln?
Allerdings hab ich in der Zwischenzeit FC6 installiert und jetzt läuft alles normal. Auch mit den single-sided Dimms!?!?!

Dieter Drewanz – Sonntag, 05. November 2006 22:20 Uhr

Bei memtest wird ein Linux Kernel verwendet, aber dieser hat nicht alles
enthalten, was die Chipsätze (Mainboard, nicht Speicher) betrifft, da ja nur
der Speicher an sich getestet
werden soll. Das Bios verwendet den Chipsatz für den Speicherzugriff zuerst nur
in einfacheren langsameren Grundmoden. Die Beschleunigung durch die Moden der
Bridges kommen über Treiber (z.B. sind im Win integriert oder kommen von der
Treiber CD des Motherboards). Bei Linux sind diese im Kernel integriert und
auch Bugfixes der Motherboards, was den Kernel auch leider etwas aufbläht.
Manchmal schleicht sich der Fehlerteufel ein, der Dich vermutlich betraf. Es
wurde in einen Mode geschaltet, den Dein Speicher nicht konnte, statt bei einer
unbekannten Komponente (oder falsch zugeordnet) bei der langsameren “fail safe”
Methode (single) zu bleiben. Für seltene Probleme solcher Art gibt es manchmal
einen
Schalter in der “/boot/config-2.6.16.13-4-default” zu finden. Ansonsten müßte
der Quellcode durchgesucht, editiert und der Kernel kompeliert werden. Bei FC6
ist das anscheinend behoben. Soviel zum Hintergrund, mit dem ich sonst weiter
auch nichts anfangen kann, der allerdings Deine Frage beantworten dürfte.

Michael Busch – Dienstag, 07. November 2006 10:44 Uhr

Danke für die detailierte Antwort.
Leider ist auch unter FC6 nun ein Absturz aufgetreten…

Dieter Drewanz – Samstag, 11. November 2006 14:44 Uhr

Ich hatte einen Speicher mit Macken. Ich habe mehrmals über mehrere Tage, wenn ich grad Zeit hatte memetest laufen lassen, bis ich Fehlermeldungen bekam. Vielleicht auch mal die Bioseinstellungen prüfen. Mit den Befehlen aus unteren Thread, kannst Du den Speicher drinnenlassen und ausblenden oder gezielt verwenden.

[1] https://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=21079