Hallo Community,
ich hoffe jemand kann mir helfen:
Gibt es ein Programm für Linux bzw. eine Lösung mit mehreren Tools, um
eine KOMPLEXE PDF-Datei zu erstellen?
Natürlich kann Ghostscript ein PDF Dokument erzeugen. Sogar ganz
wunderbar direkt aus OpenOffice.
Jedoch möchte ich komplexe PDF erstellen. Z.B.:
– mehrere PDF’s zusammenfassen
– Lesezeichen (Bookmarks)
– Verschlüsselung
– …
Es gibt das Programm “Adobe Acrobat”, aber das läuft nur unter Windows.
Kennt jemand Lösungen für Linux (…und wenn’s dann noch Freeware wäre,
das wäre toll).
Jedoch möchte ich komplexe PDF erstellen. Z.B.: – mehrere PDF’s zusammenfassen – Lesezeichen (Bookmarks) – Verschlüsselung – … PDFs zusammenfassen, einzelne Seiten(-gruppen) herauslösen sowie Ver- und Entschlüsseln beherrscht pdftk[1], ein Kommandozeilenprogramm für die PDF-Bearbeitung.
Lizenz ist die GPL, pdftk ist kostenfrei erhältlich und nutzbar.
Fertige Pakete gibt es für SuSE, Mandrake, Gentoo, Debian (sowie FreeBSD und Windows).
Hallo, ein änliches Problem gab es hier schonmal, zumindest was das Erstellen komplexer PDF’s angeht [1]. Meine Lösung hiess Extended PDF, ein Macro für OpenOffice [2]. Überführt, falls Überschriften definiert sind, diese in Inhaltslinks und auch die Weblinks des Dokuments sind im PDF aktiv. Desweiteren werden Autor und Titelinformationen hinzugefügt. Leistete bei mir bis etwa 95 Seiten zufriedenstellende Ergebnisse, dickere Dokumente (>100) brachen immer mit wechselnden Fehlermeldungen ab.
BEnjamin
[1] https://www.linux-community.de/story#42618
[2] http://www.ooomacros.org/user.php#102785
Ach und hier noch die Homepage von den ExtendedPDF Entwicklern [1]. Seit meinen letzten Versuchen gibt es eine neue Version 0.94, die meine oben beschriebenen Probleme beseitigt haben soll, werde es mal bei Gelegenheit testen.
BEnjamin
Hallo,
der Tip mit dem extendedPDF Makro war super.
Das scheint genau das zu sein, was ich suche. Habs leider noch nicht
ausführlch testen können…
Hallo,
ExtendedPDF ist wirklich ein super Tool. Weiss jemand, ob und wie es möglich ist, im OpenOffice Inhaltsverzeichnis einen Eintrag für das Inhaltsverzeichnis selbst hinzuzufügen, damit dieses nachher im Acrobat Reader als Hyperlink auf der Seite sichtbar ist:
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Inhaltsverzeichnis
Überschrift 1
Überschrift 2
….
Nur über einen Umweg: Und zwar eine Überschrift auf die Seite mit dem Inhaltsverzeichnis einfügen (zur Not in einem Textkasten) in weißer (!) Schrift, die Nummerierung evtl. anpassen (sodaß sie bei 0 anfängt). Oder eine Überschrift X nehmen die sonst im Text nicht weiter vorkommt. Habe bei mir die Endnotenseiten mit so einer “unsichtbaren” Überschift verziert gehabt …
Benjamin
Hallo,
man sollte hier doch auch LaTeX nicht aus den Augen verlieren. Man kann beliebig komplexe PDFs erstellen, mit Inhaltsverzeichnissen, Links, Hintergrundfarben…
Dazu bekommt man noch (im Gegensatz zu Office-Paketen) einen korrekten Satz, der auch eine Druckerei zufriedenstellt. Wenn man eine wissenschaftliche Arbeit erstellen will, in der auch Formeln etc. vorkommen, dann halte ich LaTeX immer noch für die beste Wahl. Auch bei sehr langen Texten hat LaTeX alle Vorteile, es funktioniert einfach immer. Das man kein “WYSIWIG” hat, stört wirklich nur am Anfang, nach einiger Zeit hab’ ich das gar nicht mehr bemerkt.
Hans-Jürgen
Ja, aber … bei LaTex ist die Lernkurve zwar vielleicht steil, aber sie existiert, ich kann unter OOorg auch meine Zeichnungen und Tabellen in PDF umwandeln, Tabellen in LaTex sind ein Programmier-Graus und Formeln kann ich unter OOorg auch erstellen. Bei eingeschalteter Registerhaltigkeit ist der Satz von OOorg auch nicht sooo schlecht, aber Du hast Recht, LaTeX sieht nochmal gediegener aus. Die Stabilität von LaTeX ist Legende, aber bis 212 Seiten habe ich auch schon mit einem OOorg Dokument gearbeitet. Man sollte auch die LaTeX “GUI’s” nicht vergessen, deren Namen mir jetzt entfallen sind …
OK, LaTeX braucht etwas Einarbeitung. Muss jeder selber wissen. Letzlich ist es auch bei OpenOffice so, es fällt nur nicht so auf, weil man sofort irgendwas Ansehnliches produzieren kann.
An “GUI’s” fällt mir Kile (Sehr guter Source-orientierter Editor) und LyX ein. Letzterer macht sowas wie WYSIWIG, hab’s aber nicht intensiv probiert. Widerspricht IMHO der LaTeX-Philosophie.
Hans-Jürgen
LyX war’s, genau! Ich sehe die LaTeX Philosophie doch eher so, “produziere satzreife Texte” und nicht zwingend: “code satzreife Texte”. Wenn ein GUI dabei hilft, ist mir das aus Anwendersicht nur allzu Recht … Benjamin, LyX auf die Downloadliste setzend …
Hallo Leute,
in meinen PDF´s sollten aber auch tech. Formeln und Grichische Alphabet eingebunden weden. Ist LaTeX dort das richtige tool?
Auf jeden fall, da wirst du auch mit OO nicht glücklich. Also ich nutze für meine Mathe HA (Dipl.Inf ;-)) immer LaTex+Kile und das schöne an Kile ist, es hilft mir bei Formeln und Grichischen Buchstaben.
Ich kann mir dann dass schmunzeln nicht verbergen, wenn ich die ergüsse aus Word sehe.
Hallo zusammen,
ich habe in der Vergangenheit alle Dokumentationen mit Latex geschrieben, von der Qualität her kommt da gar keine Textverarbeitung hin. Leider ist Kile unter SuSE 9.1 nicht mehr zu gebrauchen, da es sämtliche Dokumente mit utf-8 Codierung öffnet, obschon überall auf dem System iso-8859-1 eingestellt ist. Das haut alle deutschen Umlaute über den Haufen.
Also wer unter OOorg keine Formeln und griechischen Buchstaben hinbekommt der hat den Formeleditor nicht gefunden und weiß nicht wie man Sonderzeichen einfügt. Kleiner Tipp, das geht auch über die Autokorrektur, hat man ihr einmal beigebracht “gra” in “alpha” zu korrigieren kommt bzgl. der Schreibgeschwindigkeit wissenschaftlicher Bezeichnungen kein Programm mehr hinterher. Der Formeleditor ist zugegebenermaßen nicht so mächtig wie der von LaTeX aber für die Standardsachen absolut zu gebrauchen. Am besten man probiert es einfach aus, es ist doch schön, wenn man einmal mehr Auswahl hat als der durchschnittliche MS User (bzgl. Kile).
Hallo Hans,
*ganz* unbrauchbar stimmt ja nun nicht. Man kann ja jederzeit die Kodierung auf iso-8859-x setzen. Eigentlich sollte man in den Editor-Settings die Möglichkeit haben, dies als Voreinstellung zu machen. Irgendwie hab ich aber das Gefühl, dass der Aufruf von Kile über eine Datei (sprich: klicken && entsprechender MIME-Eintrag) mit iso-Kodierung erst dann richtig klappt, wenn man diese für ein tex-Dokument eben explizit mal geändert hat. Ansonsten öffnet sich ein leerer Kile bei mir schon mit der passenden Kodierung.
M.M.n. der wirklich allerbeste LaTeX-Editor. lg, Daniel
Ich würde zu dem DTP-Programm Scribus raten. Auf der Mailingliste bekomme ich
oft mit, wie Profis die Qualität der PDF-Dateien loben. Scribus unterstützt
auch besondere Features wie Formulare und Javascript.
Am besten guckst du dir mal die folgenden Links an.
Wenn du dann mit Scribus arbeiten möchtest, würde ich dir ein
Entwickler-Release oder besser noch einen CVS-Snapshot empfehlen, da sich das
Programm sehr schnell weiter entwickelt.
[1] http://www.scribus.net
[2] http://ahnews.music.salford.ac.uk/scribus/documentation/pdfexport.html#ss3.11
[3] http://ahnews.music.salford.ac.uk/scribus/documentation/pdfx3.html
Für proffessionelles DTP unter Linux inklusive PDF-Erstellung/Bearbeitung will ich noch hierauf verweisen:
[1] https://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=14048