Liebe Community,
seit ein paar Tagen findet mein OSS 10.3 den Weg ins heimische Netzwerk nicht mehr. Ich habe meinen Drucker über einen Printserver angeschlossen, auf dem Druckaufträge nicht mehr landen. Internet ist auch nicht mehr zu erreichen. Ich benutze eine FritzBox als DSL-Router, an dem ein Switch hängt, der die drei PC’s im Hause und den Printserver versorgt.
Ein ping auf den Printserver funktioniert, auch der Router läßt sich anpingen und antwortet. Auch das große weite Netz läßt sich anpingen. Mit Hilfe des parallel installierten W2k läuft alles wunderbar, nur eben unter OSS nicht mehr.
Weiß jemand einen Rat???
Gruß
Klaus
Als erstes würde ich erst mal im CUPS auf dem Rechner suchen. Du erreichst in dem die den Browser öffnest und dort eingibst (anstelle einer URL):
localhost:631
Schau Dir dort Printers und zuerst Jobs an. Es müßten dort eine Reihe von Jobs in der Reihe stehen. Diese erst mal alle beenden. Wenn der Drucker dort gestoppt ist, wieder starten. Wenn Du nicht zuvor alle offenen Druck-Jobs gekanzelt hast, dann kommt ‘wahre Freude’ auf (wegen solcher Überraschungen, wird bei einigen Störungen der Drucker von selbst auf stopp gestellt). Falls doch eine CUPS Paßwortabfrage auftauchen sollte, siehe unterer Link. Prüfe ob die IP noch stimmen bei Druckereinstellungen (CUPS) und am Drucker.
Hallo Klaus,
ich werde nicht ganz schlau aus deiner Frage. Ist das OpenSuse der Printserver oder ist der PC mit dem Opensuse ein Druckserverclient?
Ich hatte mal das Problem bei Suse, daß die Firewall alles blockierte. Man kann sie ja zum Test einfach mal abschalten.
Gruß
Andreas
Hallo Andreas,
das Netzwerk besteht aus drei PC’s, einem Lantronics-Printserver und dem besagten DSL-Router mit nachgeschaltetem Switch. Die drei PC’s sind Clients, die ihre IP – wie der PS auch – über DHCP vom DSL-Router bekommen.
Firewall ist aus.
Inzwischen habe ich dank des Tips von Dieter Drewanz (s.o.) – vielen Dank auch dafür!!! – entdeckt, dass die IP-Adresse des Printservers nicht richtig eingestellt war. Seitdem funktioniert zumindest der Drucker wieder.
Internat und Mail sind nach wie vor nicht erreichbar – nur über W2k.
Gruß
Klaus
Hallo Klaus,
bleibt jetzt noch das Problem mit dem Internet.
Wenn die IP des Printservers falsch war, liegt die Vermutung nahe, daß die IPs der PCs evtl. auch falsch sein könnten und DHCP nicht sauber funktioniert – also auch der DNS Server den Clients evtl. nicht mitgeteilt wird. Da du mit einem Ping alle erreichen kannst, kann es eigentlich nur noch ein Problem mit der Namenauflösung sein. Zum Test könntest du eine Web-Adresse in die /etc/hosts eintragen.
Gruß
Andreas
Schau auch was in der /etc/resolv.conf steht. Bei mir z.B.:
search domain.de Adresse eingeben
domain domain.de
nameserver 192.168.2.1
D.h. es wird die Suchtabelle/Auflösung im DSL-Router verwendet.
Ein sehr seltener Fall, aber ein Bekannter hatte zwei Wochenenden nach einer Ursache gesucht. Bei ihm hatte sich der Switch aufgehängt. Er kam nie auf die Idee diesen auch mal neu zu starten. Danach hing dieser teilweise erst nach einer Zeit (in dem Falle war nur der Internetzugang im Heimnetzwerk betroffen. Irgendeine kleine NAT/UPnP Unverträglichkeit mit dem Switch).
Bei mir hat der Drucker eine IP 192.168.x.y mit y kleiner 25. DHCP habe ich so eingestllt, daß y>30 vergeben werden. So bleibt die IP des Druckers stabil.
Zum Test kannst du auch den nameserver des Providers in der resolv.conf angeben, z.B. einen von der Telecom:
nameserver 194.25.2.129
(bis 194.25.2.133)
Schönes Wochenende!
Andreas
Lieber Andreas, lieber Dieter,
vielen Dank für die weiteren Tipps. Allerdings ist der Weg ins www immer noch versperrt. In der resolv.conf steht nach langem Kommnentar über mehreren Zeilen hinweg lediglich “nameserver 192.168.178.1” (das ist die Adresse des DSL-Routers).
Auch Einträge nach Euren Vorschlägen halfen nicht weiter.
DHCP vergibt die mir altbekannten Adressen für die Rechner und den PS, der eine festeingestellte hat.
Ist evtl. irgendein Netzwerkmodul/-programm nicht richtig geladen oder installiert?
Dabei hat über mehrere Jahre und Versionen von Suse hinweg alles anstandslos funktioniert. Mit W2k läuft die Netzwerkkonfiguration anstandslos.
Was kann man denn noch tun??
Gruß
Klaus
ich habe noch etwas herausgefunden:
Wenn ich mit nslookup eine Adrese suchen lasse, kommt als Antwort:
“reply from unexpected source 192.168.178.254#53, expected 192.168.178.1#53”
Ist evtl. irgendwo in den Tiefen der Linux-Verzeichnisse diese komische 254-Adresse eingetragen?? Die Adresse am Ende der Fehlermeldung ist die richtige Router-Adresse.
Gruß
Klaus
Unter der Adresse x.x.x.254 ist der Router ebenfalls erreichbar. Du kannst dies ausprobieren, in dem Du diese in den Browser eingibst. Dann kommst Du bei den meisten Routern auch ins Router Menue (übers LAN, nicht übers WLAN (standardmäßig sollte die Routerkonfiguration über WLAN deaktiviert sein.)). Bei NAT/UPNP/VoiceIP/Switch/Bridge Kombifunktionsgeräten kommt diese vor.
Liebe Community,
wenn ich in resolv.conf die 192.168.178.254 eintrage, ist der Weg ins Internet wieder frei, d. h. ich kann wieder Meldungen wie diese in Suse 10.3 absetzen.
Ich kann auch mit beiden Adressen ….178.1 oder …178.254 die Routersteuerung – d. h. per Browser den Router einstellen und Daten abrufen. Sollte ich die FritzBox auf Werkseinstellungen zurücksetzen??
Gruß
Klaus
Hallo Klaus,
damit dürfte das Problem auf die Fritzbox eingegrenzt sein.
Holt sich deine Fritzbox vielleicht automatisch Updates und hat sich daran verschluckt? Du könntest auch mal die Firmwareversion prüfen, und ggf. aktualisieren.
Ich verstehe aber nicht, warum Windows damit keine Probleme hat.
Gruß
Andreas
Liebe Comunity,
es ist vollbracht! 10.3 findet wieder die richtigen Wege ins Internet!! Irgendwie muß sich der Router – die liebe kleine FritzBox – verhakt haben. Ich habe das Teil eben auf Werkseinstellungen zurückgesetzt und neu eingestellt – und siehe da: auch Susi findet wieder über 192.168.178.1 den rechten Weg in die weite Welt!!
Vielen Dank für die Tips und Hinweise von Andreas und Dieter Drewanz!!
Gruß
Klaus