Forum[openSUSE 10.2] Ärgernisse
Thorsten Donig – Sonntag, 04. Februar 2007 20:35 Uhr

Ich bin vor kurzem von SUSE Linux 10.0 zu openSUSE 10.2 gewechselt und bin auch
jetzt wieder von den Neuerungen begeistert. Die Installation verlief ebenso wie
die Hardwareerkennung problemlos. Aber wie bei SUSE Linux 10.0 gibt es auch
hier wieder ärgerliche Kinderkrankheiten.

Die eine betrifft die Einbindung von externen Paketquellen für YaST. Während
einige Paketquellen wie die von Packman [1] oder Guru [2] ohne Beanstandungen
akzeptiert werden, verweigert YaST hartnäckig die Einbindung der Quellen aus
dem openSUSE Build Service. Sowohl die Hauptquellen [3] als auch Alternativen
auf Spiegelservern [4] werden abgelehnt. Die Fehlermeldung lautet:

Unknown Error: Downloading metadata failed (is YUM source?) or user did not
accept remote source. Aborting refresh.

Dies tritt nicht nur bei den als Beispiel genannten KDE-Paketen auf, sondern
bei allen von mir gewünschten Repositories (KDE Backports, Mozilla, …).
Andere Paketmaneger wie YUM oder Smart habe ich noch nicht verwendet. Unter
SUSE Linux 10.0 hatte ich damit auch nur Ärger. Ich würde auch gerne beim
Paketmanagement mit YaST bleiben und auf diese bequeme Art mein System stets
aktuell halten. Da hilft der Hinweis auf der Seite des openSUSE Build Service
nicht viel, dass YaST den Paketquellen nicht vertraut. Allerdings ist mir
aufgefallen, dass aus den Quellen der Signierschlüssel importiert wird, sofern
er vorhanden ist.

Ein weiteres Ärgernis ist die Tatsache, dass sich auch keine lokalen
Verzeichnisse mit RPM-Paketen mehr einbinden lassen. Unter SUSE Linux 10.0
hatte ich mir die entsprechenden Verzeichnisse für OpenOffice auf der
PrOOo.org-Box-CD eingebunden. Zwar kam ein Hinweis, dass dieses Verzeichnis
keine Metadaten enthielt, aber schließlich wurde es doch akzeptiert und konnte
verwendet werden. Da das ist nicht mehr möglich ist, müsste ich
eine Aktualisierung über die Konsole vornehmen. Was also kann ich tun, um diese
Probleme zu beseitigen? Oder hilft wieder nur Abwarten wie unter SUSE Linux
10.0, bis das alles durch die Updates beseitigt wird und die Quellen angepasst
werden?

So, das war jetzt vielleicht etwas viel, aber dennoch hoffe ich auf Hilfe. Mit
bestem Dank im voraus …

… und freundlichem Gruß
Thorsten Donig

[1] http://ftp.gwdg.de/pub/linux/packman/suse/10.2
[2] http://ftp.gwdg.de/pub/linux/misc/suser-guru/rpm/10.2
[3] http://software.opensuse.org/download/KDE:/KDE3/openSUSE_10.2
[4] http://ftp.gwdg.de/pub/opensuse/repositories/KDE:/KDE3/openSUSE_10.2

2 Antworten
René Falk – Montag, 05. Februar 2007 10:29 Uhr

Die Probleme mit den Online-Installationsquellen kenne ich auch. Zum Teil scheint es daran zu liegen, das dort eine sehr große Menge an Traffic anfällt, bzw. das dort oft größere Mengen an neuen Versionen eingestellt werden. So viele und häufige Updates wie in letzter Zeit, habe ich bis dahin noch nicht erlebt. Die Probleme kenne ich auch bei anderen Paketmanagern.

Man kann diese Probleme minimieren, in dem man mal andere weniger genutzte Mirror benutzt, http://ftp.gwdg.de hat auch immer mit viel Traffic zu kämpfen. Manche Provider, z.B. freenet und hosteurope stellen auch entsprechende Mirror zur allgemeinen Benutzung zur Verfügung, sicherlich auch mal eine Alternative.
Auch kann es helfen, für die gleichen Repositories zwei verschiedene Mirrors einzutragen.
Es gibt im Netz etliche Repositories-Listen, da kann man sich mal durchwühlen. Ganz beseitigen lässt sich das Problem aber nicht. Insbesondere bei mengenmäßig vielen KDE-Updates dauert es, meiner Erfahrung nach, durchaus mal länger bis die Daten, bzw. die Inhaltsangaben der Quelle bereit stehen.

Für das Problem mit dem lokalen Verzeichnis kann ich dir leider keine Lösung anbieten. Unter 10.2 musste ich bis jetzt noch kein Paket selber bauen (Die erste Suse bei der ich das erlebe), deswegen hatte ich bis jetzt noch kein lokales Installationsverzeichnis eingerichtet. Ich habe mal gehört, das es mit dem ZMD-Krempel zusammenhängen soll, der einem neuerdings für das Updaten nahegelegt wird (Habe ich vorsichtshalber nicht installiert). Ich weiß aber nicht, ob das stimmt.

Michael Fahland – Montag, 05. Februar 2007 21:00 Uhr

Hallo ich hab SuSE schon zu Slackware Zeiten benutzt und es ab Version 9.1 endgültig aufgegeben.

Hatte die Versionen ab 9.2 -10.2 immer wieder zum Testen

SuSE ist zwar seit 10.1 wieder schnell aber ansonsten eine wahre Katastrophe.

Der Kernel ist voll von unnützen Patches ganz zu schweigen von der minimal Installation.

Nimm Debian…….. Du wirst zuerst fluchen aber wenn Du Dich an “apt” gewöhnt hast gibt es nicht
bessers.

Gruß

Michael

Thorsten Donig – Freitag, 23. Februar 2007 18:38 Uhr

Wenn ich Debian haben wollte, hätte ich das schon längst genommen. Hier dreht es sich aber nun mal um openSUSE.

Das Problem hat sich mit dem letzten Update am 15.02.2007 jedoch teilweise erledigt. Ich habe aber keine Patches erkennen können, die YaST betrafen. Jedenfalls konnte ich seit dieser Zeit die externen YaST-Quellen wie gewohnt einbinden. Zwar musste zunächst wieder ein Schlüssel importiert werden, aber alles andere wurde ohne weiteres angenommen.

Allein das Problem mit lokalen Verzeichnissen bleibt bestehen. Aber das ist erstmal zweitrangig. Neue Informationen folgen allerdings an dieser Stelle, so bald sie vorhanden sind.