ForumOpenOffice Startzeit
Stefan Koch – Donnerstag, 20. Oktober 2005 21:45 Uhr

Hallo,
Gestern war ich bei jemanden, der OOo 2.0 BETA (Writer, Calc) unter WIN xp
nutzt, mich hat die schnelle Startzeit (5 Sek. mit Schnellstarter)
verwundert. Wobei ich unter SUSE 9.3 (KDE 3.4) < 30 Sek., bzw. nach dem Start des Schnellstarters noch 8 Sek warten muss, damit ich mit OOo arbeiten kann (und ein Fenster da ist). Rechner: WIN xp AMD Athlon xp 2000+ (glaube ich mal) SUSE 9.3 AMD Semprom 2200+ 256 RAM Woran kann das liegen? Danke

1 Antwort
Ottfried Meyer – Freitag, 21. Oktober 2005 15:56 Uhr

Hi Stefan,

das /kann/ an vielem liegen bis hin zu einem fehlerhaft konfiguriertem
DMA Zugriff Deiner Festplatten….

Aber probier mal folgendes:
OpenOffice ist dynamisch gelinkt.
Gebe mal folgende Zeile ein

strace -o OpenOffice.strace.log -f soffice

Dieses Kommando protokolliert alles system-calls von soffice.

Wenn dies Sache zuende ist ( OO läuft ) kannst Du es wieder beenden.
Dann nimmst Du Deinen Lieblingseditor und lädst die Logdatei.
Nun suchst Du nach open-calls von Libraries. Wenn Du dabei feststellst,
dass erst SEHR viele verkehrte Pfade versucht werden, mußt Du Dir Deinen
eigenene OO-Starter basteln…

Das geht so (in ein Script packen…)

#1/bin/sh
export LD_LIBRARY_PATH=”###”
soffice

### bezeichnet den Pfad, in dem auf Deinem System die OO-Libraries
liegen. Bei mir ist das /opt/openoffice.org2.0/program

abspeichern und Datei ausführbar machen. Diese Datei packst Du z.B. nach
$HOME/bin

Einmal “rehash” eingeben und dann testen.

Nun sucht der Dynamic Linker immer zuerst DORT nach fehlenden Libraries.

Vielleicht geht es so etwas schneller.

Umsortieren der Pfadangaben in /etc/ld.so.conf ist manchmal auch hilfreich.

Viel Erfolg!
Meino

Georg E. Schwarzwälder – Freitag, 21. Oktober 2005 16:51 Uhr

Das bringt vielleicht ein wenig besseres Startverhalten, ändert aber an der
grundlegenden Problematik wenig. OO lädt seine eigenen Libraries und das dauert
eben. Unter Windows werden aber in erster Linie Windows-Libraries verwendet, die
beim Start von Windows schon geladen worden sind.
Als Vergleich starte man Kword, das auf die – gestarteten – KDE-Libraries zugreift.

MfG
Georg

Stefan Koch – Freitag, 21. Oktober 2005 18:52 Uhr

Was hat das für einen Vorteil (das laden der Libraries)?
Sind etwa die Linux Libraries nicht kompatibel?

Andre Weselsky – Freitag, 21. Oktober 2005 18:54 Uhr

Ich habe mich auch schon über die langen Startzeiten von OO gewundert. Aber offensichtlich ist da nicht allzuviel zu machen. Kword ist jedoch nur für äußerst rudimentäre Dinge zu gebrauchen- genauso wie der Rest von KOffice. Sobald man ein paar komplexere Aufgaben erledigen will, ist es vorbei. Das ist aber nicht so tragisch, geh ich mir eben beim OO- Start einen Kaffee holen…denn sonst ist es wirklich super und hat mittlerweile kräftig zur Konkurrenz aufgeschlossen.