Hallo Community,
ich hätte eine Frage, und zwar geht es um folgendes:
Ich möchte eine Datei regelmäßig in ein vorhandenes Novell Netzwerk mithilfe meines Raspberry Pis einspeisen. Dazu brauche ich einerseits eine WLAN-Verbindung und andererseits einen Novell Client zum einloggen. Der Pi läuft auf Raspbian (auf Debian Basis).
Meine Fragen wären also folgende:
[*]ist es möglich ein Verzeichnis (Laufwerk, oder ähnliches) in den Pi zu mounten, um anschließend programmtechnisch darauf zuzugreifen?
[*]wenn ja, ist das dann auch mit dem Novell Client möglich?
[*]wenn ja, woher bekomme ich den Novell Client für Linux? (finde im Web nur Anleitungen/Downloads für Windows…)
Danke im Voraus für die Hilfe :)
mfg
baumus
Hallo Kai,
ja vermutlich meine ich das uralte – es geht um ein recht altes und komplexes System. Hier zu gibt es für jeden Mitarbeiter eine eigene Nummer mit Passwort. Erst wenn man das eingegeben hat, kann man auf ein gewisses Laufwerk zugreifen.
Hier ein Link zum Novell Client:
https://www.novell.com/documentation/windows_client/windows_client_admin/data/b499hny.html
Also Netware wird seit 2010 nicht mehr weiterentwickelt und auch von Novell nicht mehr unterstützt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Netware
Die Frage ist jetzt, ob ihr das noch benutzt (dann würde ich schleunigst einen Umstieg planen) oder ob ihr schon den Netware-Nachfolger OES verwendet:
https://en.wikipedia.org/wiki/Novell_Open_Enterprise_Server
Der Zugriff von Linux aus sollte grundsätzlich möglich sein. Wenn ich das richtig verstehe, bieten Netware und OES die Verzeichnisse per NFS über das Netzwerk an. Ist das richtig? Mit NFS kann Linux von Haus aus umgehen. Da kann ich dir gerne Links zur Einrichtung geben (hier auf der Community müsstest du auch passende Artikel finden).
Ansonsten finde ich zu dem Thema nur veraltete Werkzeuge und Anleitungen. Das hier könnte zumindest schon einmal ein Startpunkt für dich sein:
http://www.netwarefaq.de/content/5/82/de/linux-clients.html?highlight=linux
Für die dort erwähnten ncpfs-Programme gab es auch mal eine Benutzeroberfläche:
http://novelclient.sourceforge.net/
Novell selbst bietet offenbar noch diesen Linux Client an:
https://www.novell.com/de-de/products/openenterpriseserver/features/client-linux.html
Da ich kein Netware-Experte bin, kann ich dazu aber leider sonst nichts weiter sagen. Vielleicht helfen dir aber schon die obigen Links.
Ansonsten frag doch auch mal direkt beim Kundendienst von Novell nach.
Also auch wenn es das “alte Netzwerk” ist so lauf die Netware Server Version 6.5 bei vielen Anwender auch Heute 2018 noch immer, stabil und zuverlässig mit Uptimes von bis zu mehreren 1000 Tagen, heute sinniger Weise in einer VM. Netware hat schon immer Samba, AFP und NFS unterstützt, wobei für Windows und Linux Samba /Cifs vorzuziehen war.
Der Nachfolger OES Open Enterprise Server aktuelle Version 2018, basierend auf SuSE Linux unterstützt nach wie vor die NDS pater eDirectory aktuell NetIQ genannt. Nach mehrfachen Verkauf gehört Novell heute zu Micro Focus und wird dort weiter entwickelt und supportet, ebenso wie die meisten anderen ehemaligen Novell Produkt wie z.B. GroupWise. nach wie vor ist das ganze als sowohl die Verwaltung als auch die Fileprotokolle und die NSS Volumes kompatibel zur alten NetWare und es werden weiterhin AFP, Cifs/Samba, NFS sowie das Novell eigene NCP unterstützt, besser den je. Es gibt Clients für Windows (bis einschlieslich Win 10) SuSe Linux Desktop und MAC die alle Novell Feature unterstützen.
Aber nun zu deiner Frage, wenn du auf dem Novell/OES Server, welcher Version auch immer oder besser gesagt im eDirectory(NetIQ einen Account hast und dieser für Samba/CIFS freigegeben sprich konfiguriert ist sowie Dateirechte freigegeben sind kannst Du Dich von deinem RASPI oder jedem sonstigen Linux ohne Novell Client oder auch Windows (Win 2000 bis WIN 10) ohne Novell Client mit Samba und dem im NetIQ hinterlegten Usernamen und Passwort über Samba anmelden und entsprechend der Dir dort angelegten Rechte lesen schreiben löschen wie Dir beliebt.