ForumMPEG und DVD unter SuSE 10.1
Matthias J. Lang – Donnerstag, 24. August 2006 19:49 Uhr

Hallo liebe Community,

ich beschäftige mich schon lange mit Linux, allerdings rein in der Admin-Rolle, sodass ich von Multimedia unter Linux keine Ahnung habe.

Gestern habe ich auf den PCs der Family SuSE 10.1 installiert. Die Hardware wurde problemlos erkannt und die Installation verlief tadellos.

Allerdings funktioniert das abspielen von *.mpeg / *.mpg und *.wmv Files nicht (Videos), MP3 funktioniert hingegen tadellos. Nach einigem stöbern im Netz bin ich auf das WIN32-Codec-Paket von “Packman” gestossen, das ich als RPM installiert habe. Den Pfad zu den WIN32-Codecs (/var/lib/WIN32 oder so ähnlich) habe ich in XINE auch korrekt gesetzt; dennoch wird mir das abspielen von Videos in diesem Format konsequent verweigert.

Weiter interessiert mich die Integration von CSS (so heißt es glaub’ ich) damit ich DVDs wiedergeben kann.

WER KANN HELFEN? BZW. WER KENNT EIN GUTES HOWTO?

Konkret interessiert mich:

-Die o.g. Dateiformate mit XINE zu betrachten;
– -dito-, jedoch mit AMAROK;
-Die Streaming-Funktionen (ntv-Livestream für Windows Media Player) in Mozilla / Opera zu nutzen.
-DVD-Wiedergabe (geschützte DVDs) mit Linux

Vielen Dank für die Hilfe!
Viele Grüße!

Matthias Lang

5 Antworten
Ernst August – Donnerstag, 24. August 2006 20:49 Uhr

Moin !

1. Hast du xine von Packman installiert ? Suse hat
den bei sich verkrueppelt. Dann funktioniert das.

2. einen funktionierenden amarok gibt es bei guru [1]

3. kaffeine-mozilla von Packman

4. Geschuetzte DVD abspielen ist illegal, sofern du DeCSS [2] benutzt, also
solltest du die im WWW verfuegbaren Rpms AUF KEINEN FALL installieren.
Auch wenn diese (in Deutschland)ILLEGALEN Rpms zufaellig mit deinem von
Packman installierten xine zusammenarbeiten sollten.

Ich hoffe es ich konnte dir helfen,
Ernst

[1] http://linux01.gwdg.de/~pbleser/
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/DeCSS

Marc Rintsch – Samstag, 26. August 2006 12:36 Uhr

Ist libdvdcss in Deutschland wirklich illegal? Wie der
Wikipedia-Artikel, auf den Du verweist, schon andeutet, handelt es sich nicht
um einen Kopierschutz, sondern um eine Verschlüsselung des Inhalts. Diesen
verschlüsselten Inhalt kann man auch ohne libdvdcss kopieren.

Benjamin Quest – Donnerstag, 24. August 2006 21:36 Uhr

Also die w32codecs alleine machen den Braten noch nicht fett. Wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt und Suse immernoch die entsprechenden Multimedia-Pakete herunterprogrammiert, dann solltest Du auch die xine und oder mplayer Pakete von Packman nehmen. Am besten das Packman Repository einbinden, die SuSE Pakete runterkicken und die Packman-Versionen neu einspielen.

Aber Achtung, bei einem Upgrade wird SuSE wegen der “Fremdpakete” heulen, das Procedere wirst Du also jedesmal wieder haben. Ein Grund mehr auf Debian (oder Ubuntu, oder Mepis, oder Kanotix) zu wechseln, wenn man es da nicht total zu bunt treibt mit den Paketquellen, dann hat man keine Upgrade-Probleme.

Konkrete Anweisungen zu SuSE und Multimedia im SuSE Wiki [1].

Gruß
BEnjamin

[1] http://de.susewiki.org/index.php?title=Fehlende_Multimedia-Funktionen_nachr%C3%BCsten

User14582 – Donnerstag, 24. August 2006 23:11 Uhr

Setz den Pfad in Xine zu den WIN32-Codecs doch mal auf /usr/lib/win32 oder es geht auch /usr/lib/codecs (und nicht (/var/lib/WIN32 oder so ähnlich)).
Gruß, Thomas

[1] http://packman.links2linux.de/?action=122

thomas d. – Freitag, 25. August 2006 07:44 Uhr

Hallo,

ich hatte dies Problem auch mit einem unter Suse 10.1 laufenden Notebook. Bei mir lags daran, dass ich die 64 Bit Version installiert hatte, die wohl mit dem WIN32 Codecs nicht umgehen kann. Nach Installation der 32 Bit Version der Suse 10.1 auf dem Notebook lief’s wunderbar. (Bis auf den MPlayer, der ein Problem mit dem propritären ATI-Treiber hat… – aber das ist eine andere Geschichte…)

Grüßle,
Thomas

Thomas Warnecke – Samstag, 26. August 2006 17:00 Uhr

Hallo,

auf meiner Suse 10.1 Installation läuft in Sachen Multimedia alles…

Ich habe es so gemacht, dass ich die unten stehenden [1]-[4] Quellen bei Yast eingebunden habe, dann nacheinander den
– mplayer
– vlc
– lame

installiert habe. Dabei werden alle Abhängigkeiten aufgelöst. Außerdem brauchst du dann eigentlich keine CDs mehr, wenn du was nachinstallieren willst. Nun noch kurz mit “apt-get dist-upgrade” auf KDE 3.5.4 upgegraded und fertig.

Gruß
Thomas

P.S. Auf meiner Homepage habe ich eine kurze Anleitung zum Thema KDE upgrade verfasst.

[1] ftp://ftp.gwdg.de/pub/opensuse/repositories/KDE:/KDE3/SUSE_Linux_10.1
[2] ftp://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/opensuse/distribution/SL-10.1/inst-source
[3] ftp://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/opensuse/distribution/SL-10.1/non-oss-inst-source
[4] ftp://packman.iu-bremen.de/suse/10.1
[5] http://www.warnecke-web.de/index.php?option=com_joomlaboard&Itemid=42&func=view&id=7&catid=5