ForumMini PC mit ATOM-Prozessor und 1 GB RAM
chkr – Freitag, 23. Februar 2024 14:33 Uhr

Hallo Community…
bei o.g. PC kommt es zunehmend zu Problemen mit dem Internet.
Erstmal weitere Daten, die vllt. nötig sind:
Intel CPU Atom 230, Codename Diamondville
Chipsatz Intel 945 GC
GPU Intel 82945G
RAM 1GB DDR2
Problem:
Immer mehr Webseiten verweigern den Dienst. Selbst Distrowatch.
Browser bringen Fehlermeldungen und Warnungen, lassen sich aber auch nicht updaten.
Aktuell läuft noch FF 52!
Als der Kollege mich fragte ob noch was zu machen sei, hab ich wie meistens gleich auf Linux verwiesen.
Allerdings bin ich mir diesmal eher unsicher ob das noch Sinn macht.
Gibt es noch Hoffnung?
Hat vllt. jmd Erfahrung mit solch alten Raritäten? (glaube Baujahr 2008)
Vielen Dank im Voraus!
Gruß
chkr

2 Antworten
Kai – Sonntag, 25. Februar 2024 13:13 Uhr

Klar gibt es da Hoffnung. :-) Erstmal vorweg: Ein Hardwaredefekt kann ausgeschlossen werden? Andere Rechner/Smartphones/etc. kommen problemlos ins Internet?

Die wichtigste Frage: WElche Distribution setzt Du in welcher Version ein? Für ältere Rechner gibt es zahlreiche Distributionen, die auf geringe Rechenleistung ausgelegt sind.

Developinguin – Donnerstag, 18. April 2024 17:09 Uhr

Wie heißt es immer so schön – Die Hoffnung stirbt zuletzt :-). Aber, auch wenn das Gerät schon megaalt ist, läßt es sich mit Linux tatsächlich weiterbetreiben. Ich selbst habe seit 2014 so ein sogenanntes Netbook mit Atom-CPU und 1 GB RAM mit Siduction (basiert auf Debian) mit LXDE-Desktop im Einsatz und es läuft immer noch. Da es bei Siduction um ein Rolling Release handelt, habe ich es auch jahrelang vollständig upgedatetd. Inzwischen mache ich nur noch Updates für notwendige Programme, da sich wg. verschiedener Abhängigkeiten nicht mehr alles updaten läßt. So sind z.B. inzwischen Python 2.7 und QT4 aus den Distributionen verschwunden. Es funktioniert aber alles, was ich brauche, von Entwicklungsumgebungen über Office bis Internet und Webserver.

Ich würde allerdings heute aus den Erfahrungen auf so einem Rechner kein Rolling Release mehr aufsetzen. Meine Empfehlung wäre MX-Linux mit LXDE-Dextop, die sollte funktionieren. Ich verwende sie auch noch auf meinen alten Dell Latitude D Notebooks von 2010. Downloadbar ist MX-Linux allerdings nur in den Varianten Fluxbox, KDE und XFCE. Ich verwende daher immer die XFCE-Variante und installiere dann den LXDE nach. Das hat den Vorteil, dass noch ein paar nützliche Programme mit dabei sind, die zu XFCE gehören und bei einer reinen LXDE-Installation standardmäßig nicht dabei wären.

Wenn man die Möglichkeit hat, macht es auch Sinn, auf einem anderen System, MX zu installieren, alles für sich anzupassen und dann mit der hervorragenden Live-Medien-Erstellung einen individuellen Installationsstick zu erstellen. Das kann man dann später auch nutzen, um von dem fertig eingerichteten Gerät ein identisches Notfall-Live-System auf USB-Stick zu erstellen, von dem man das System ggf. neu aufsetzen kann, ohne alles wieder neu einrichten zu müssen.