ForumMandriva per Einzelklick?
Werner Gohl – Donnerstag, 19. April 2007 16:59 Uhr

hallo Linuxer,

seit einigen Tagen beschäftige ich mich mit Mandriva 2007 official, man muss ja informiert sein, was die Mitbewerber so leisten….
Das aktuelle Mandriva gefällt mir ausserordentlich gut! Mein erstes und letztes Mandrake war die 8.2 vor vielen Tagen;-)
Natürlich ist im KDE einiges anders als bei Susi, aber man ist ja noch lernfähig.
Sehr ungewohnt ist der fehlende Benutzer root, ich musste ihn zwar definieren während der Installation, ich kann aber nicht während einer Sitzung mal eben schnell zum root werden und eine grafische Umgebung bekommen. Vielleicht mache ich etwas falsch, im Moment erledige ich alles auf der Konsole und merke dabei, wie viel ich durch jahrelange Susis verlernt habe, der O’Reilly ist mein ständiger Begleiter geworden…
Im Multimedia-Bereich habe ich noch nicht viel getan, vielleicht warten da ja noch einige Bauchlandungen auf mich.

Was ich allerdings nicht wiederfinde ist die Stelle, an der man vom Doppel- auf den Einzelklick umschalten kann.
Seit Jahren bin ich es gewohnt, alles per Einzelklick zu öffnen, das möchte ich bei Mandriva auch wieder haben.
Ehrlich gesagt, ich habe die Suse-Desktopkonfiguration durchkämmt, um mir die Stelle zu merken, ich finde sie auch dort nicht wieder. Liegt hier ein F 30 vor, oder ist da etwas geändert worden?
Für einen kleinen Tip bin ich dankbar.

2 Antworten
rainer glauben – Donnerstag, 19. April 2007 19:44 Uhr

Die Mausklicks stellst du (distributionsuebergreifend) im “KDE cotrol center” ein .. unter Peripherals/Mouse/General.
Weiss nicht, was du als root machen moechtest, aber ich kann mich in der Konsole einloggen und grafische Programme starten (grad mit kwrite und krusader ausprobiert). Oder du schreibst als user “kdesu krusader”, geht auch. Zum konfigurieren kannst du in der Usersession immer das MandrivaControlCenter starten, bzw das KDE control center im Administrator Mode.
Mit Mandriva arbeiten, heisst mit urpmi arbeiten, also schnell easy-urpmi angesurft [1] und die Quellen eingebunden! “contrib” und “plf” liefern unzaehlige Programme nach.

viel spass

[1] http://easyurpmi.zarb.org/

Werner Gohl – Donnerstag, 19. April 2007 20:33 Uhr

danke Rainer, mit dem Einlesen der urpmi’s war die Kiste ‘ne Weile beschäftigt, bzw. es waren langsame mirrors dabei.
Das mit dem Einzelklick war also doch ein F 30, ich hatte von früheren KDE’s in Erinnerung, dass es in Dateibereichen zu finden sei und nicht als reine hardware-function.
Ich sollte mir doch mehr Infos über Mandrake holen, denn die 3 DVD’s waren Beilage eines von den Entwicklern verfassten Heftes mit einer nur knappen Installationsanweisung, aber die lief sowieso automatisch,
ich danke dir!

Daniel Arnold – Sonntag, 22. April 2007 14:36 Uhr

Probier mal in einer Konsole “sudo Befehlsname” [1], dann sollte er dich nach
deinem Benutzerpasswort (nicht Rootpasswort!) fragen und das Programm mit
Rootrechten starten. Ohne das aktuelle Mandriva zu kennen bin ich mir recht
sicher, dass du dort keinen Rootaccount standardmäßig brauchst (wie es bspw.
auch Ark Linux und (K)ubuntu schon lange machen).

Sudo ist in meinen Augen für Desktopdistributionen ein guter Kompromiss
zwischen Sicherheit und Anwenderfreundlichkeit.

Übrigens bei “Susi” (das Ding heißt immer noch Suse und ist keine unflexible
Anfängerdistribution, sondern genügt Anfänger- und Profiansprüchen) muss man
garnix verlernen. Suse ist ebenso auf der Konsole mit “traditionellen” Tools
wie “vi /etc/$Konfigdatei” benutzbar ohne.

Suse war lediglich die erste Distribution, die großen Wert auf wahlweise
grafische Konfiguration legte und somit in den Augen der “Komandozeilenelite”
einen schweren Verrat begangen hatte.

Natürlich gefallen mir auch unter Suse bestimmte Dinge nicht, aber bis ich
Kubuntu schätzen gelernt habe, hab ich lieber ein paar Macken im
Paketmanagement von Yast inkauf genommen als mich ewig und drei Tage händisch
durch Konfigdateien zu quälen.

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Sudo

Werner Gohl – Montag, 23. April 2007 14:43 Uhr

hej Daniel,
mit sudo habe ich bei Mandriva schon vieles “justieren” können, die menue.lst von GRUB z.B., es wird aber das root-Passwort verlangt.
Ansonsten schiebe ich auch bei Mandriva einige Ungereimtheiten vor mir her, wenn du lustig bist kannst du ja mal hier lesen, ganz unten meinen Abschluss-Kommentar:
http://www.qlug.de/index.php?option=com_joomlaboard&Itemid=2&func=view&id=110&catid=12&limit=6&limitstart=6

Anhand meiner Fragen sieht man sofort, dass ich kein Kommandozeilen-Purist bin, ich bin vor vielen Jahren zu Linux konvertiert und nach Mandrake bei SuSE (richtig?) hängen geblieben, trotzdem halte ich mich nicht für einäugig, das Bessere ist des Guten Feind…

rainer glauben – Montag, 23. April 2007 22:28 Uhr

Zu deinen Fragen:

2) K3b verweigert das Kopieren von DVD’s, noch nicht näher geprüft
K3B-DVD installiert?

3) nirgends erscheint das Diskettensymbol, ich musste eigens eines auf dem desktop verknüpfen
KDE control center/Desktop/Behavior/Device Icons?

4) die meisten multimedialen lib’s findet man für SuSE, in den urpmi-Quellen habe ich so recht nichts gefunden
Alle Quellen eingerichtet? contrib? plf-free? plf-nonfree? Was fehlt denn?

auch immer updaten:
urpmi.update -a #macht ein update deiner quellen
urpmi –update #installiert alle als update gedachten pakete
urpmi –auto-select #ersetzt alle pakete die nicht auf dem neuesten stand sind (ausser dem kernel glaub ich)
urpmi –auto-update #macht das gleiche wie “urpmi.update -a && urpmi –auto-select”.

viel spass

Werner Gohl – Dienstag, 24. April 2007 14:15 Uhr

hej Daniel,

bevor ich deine Tips umgesetzt habe, habe ich die multimedialen Eigenschaften von Mandriva angestet: alle Video-Clipse laufen mit Mplayer, Kaffeine, ogg und mp3 laufen mit Amarok ohne dass ich einen Finger krümmen musste, Schluck & Freu so wenig Fummelarbeit bin ich von SuSE gar nicht gewohnt…
In unserer Gruppe sind wir schon 2, die sich die “Spring” im Mai kaufen werden, und zwar jeder für sich, wäre doch gelacht wenn dieser Umsatzschub dem Laden nicht wieder auf die Beine hilft.

Zu deinen Tips: in K3b war tatsächlich das DVD-Paket nicht installiert, habe ich im Anfangsgefecht wohl übersehen.
Bei den Quellen habe ich noch die plf-nonfree addiert, das Aktualisieren geht wirklich flott über die Bühne, wenn ich da so an den ZEN-Updater denke: Jahre später…

Ich muss sagen, das moderne Mandriva macht wirklich Spass, es wird zu 99,9% mein Zweit-Linux mit der Option auf Platz 1.
Herzlichen Dank an dich!