ForumLinux-Drucker als Postscript-Drucker für Windows: Epson AcuLaser C900
Georg Schieche-Dirik – Freitag, 28. Juli 2006 11:41 Uhr

Ich habe an den Linux-Server einen Epson AcuLaser C900 als Farblaser-Drucker angeschlossen. Geht prima. Diesen Drucker kann ich mit Hilfe von Samba als Raw-Device freigeben, so dass er mit dem Windows-Druckertreiber angesprochen werden kann. Da fangen aber die Probleme an: Anscheinend veranlasst der Druckertreiber, dass bei jeder Nutzung diverse Statusinfos abegfragt werden, die nur verfügbar sind, wenn der Drucker lokal angeschlossen ist, beim Drucken via Netzwerk naturgemäß nicht der Fall. Dass führt dazu, dass der Druckvorgang (oder Windows als Ganzes) ätzend langsam ist und manchmal nicht richtig abgewickelt wird.
Möglich Lösung: Den Drucker via Samba als Postscript-Drucker freigeben. Eigentlich müsste dies gehen, weil der Ausdruck von Linux aus auch geht.
Gemacht habe ich sowas mit anderen Druckern schon öfter, aber speziell mit dem AcuLaser C900 ist das anscheinend etwas anderes.

Das Kommando
„lpr -P acl900 /usr/share/cups/data/testprint.ps“
bringt ein sauberes Ergebnis.

Mit dem Eintrag in die smb.conf:

[AcuLaserC900PS]
path = /tmp
guest ok = Yes
printable = Yes
printing = bsd
print command = lpr -P %p %s
lpq command = lpq -P’%p’
lprm command = lprm -P’%p’ %j
printer name = alc900

und dem Generic Postscript Driver von Adobe auf der Windows-Seite kommt die Postscript-Druck-Datei als Ascii-Text oder manchmal einfach gar nichts. Außerdem enthält die Postscript-Druck-Datei MSDOS-Steuerzeichen. Wenn ich diese mit dos2unix rausnehme und mit lpr Druckdatei drucke, kommt wieder nur der reine Text als Ascii.

Also meine Frage: Wie sorge ich dafür, dass der Drucker für die Windows-Clients als Postscript-Drucker ansprechbar wird?

System:
Dell Power Edge / SuSE 9.3 / Cups / Samba, alle Packet mit dem SuSE Online Update aktuell.
Drucker: Epson AcuLaser C900 nebst gehörige Packete (pipsplus usw.)
smb.conf:

[global]
workgroup = workgroup
server string = Samba auf SuSE-Linux 9.3
map to guest = Bad User
username map = /etc/samba/smbusers
log level = 3
log file = /var/log/samba/log.%m
name resolve order = lmhost, bcast, wins, lmhost
printcap cache time = 750
printcap name = cups
domain master = Yes
wins support = Yes
ldap ssl = no
printer admin = @ntadmin, root, administrator

1 Antwort
Christian Berg – Freitag, 28. Juli 2006 22:45 Uhr

Ich kann dir nur einen Rat geben, tu dir selbst einen Gefallen und verwende das CUPS Drucksystem. Es erspart dir sehr viel Ärger, alle Linux User werden dich Lieben und du brauchst nie wieder nervige Windows Treiber die aus 10% PCL5 und 90% Statusüberwachung bestehen.

Windows XP sollte über das IPP Protokoll auch direkt mit CUPS Arbeiten können (hab ich noch nie getestet), aber SAMBA kann automatisch alle CUPS Drucker einbinden.
Im SAMBA HowTo[1] findest du alles was du dafür brauchst. Du hast dann einen Postscript Treiber für alle deine Drucker.

Ps: Soweit ich weis schickt Windows/samba die Files nicht als plain/postscript weg, darum schlegt der Ausdruck fehl.

[1] http://us5.samba.org/samba/docs/man/Samba-HOWTO-Collection/CUPS-printing.html

Georg Schieche-Dirik – Samstag, 29. Juli 2006 18:42 Uhr

Cups läuft.
Allerdings ist es nicht möglich Druckbefehle wie “lpr -P alc900 Datei” in die Samba-Druckfreigabe einzutragen. Sie werden von Samba ignoriert, deshalt nur für diese Freigabe “printing = bsd”.

Grüße