ForumJaunty Jackalope mit EXT 4 neuinstallieren oder einfach EXT3 lassen
Harald Welker – Mittwoch, 22. April 2009 05:41 Uhr

Hallo,

bei mir läuft derzeit Ubuntu 9.04 RC1 mit EXT3.
Ich frage mich nun, ob es Sinn macht, morgen eine komplette Neuinstallation auf einer EXT4 Partition durchzuführen. Eine Migration von EXT3 nach EXT4 ist ja bekanntlich nur begrenzt sinnvoll, da die Umstellung des Filesystems über tune2fs für die alten Dateien nicht greift.
So direkt sehe ich für mich persönlich keinen großen Vorteil EXT4 einzusetzen sondern eher eine Gefahr, wenn man den Rechner bei einem Absturz doch mal resetten muss weil keine Konsole mehr erreichbar. Das ist bei EXT4 angeblich wesentlich kritischer.

Wie ist Euere Einschätzung? Neuinstallation mit EXT4 oder einfach nur nochmal ein “sudo apt-get upgrade” morgen und gut?

Danke Gruß Harald

3 Antworten
jo_habich – Mittwoch, 22. April 2009 12:23 Uhr
Hubertus Feil – Mittwoch, 22. April 2009 17:37 Uhr

Was für eine hilfreiche Antwort.

Er würde ja kaum fragen, wenn die Antwort so leicht wäre.

Ich selbst stelle mir die gleiche Frage. Alles neu installieren oder nur konvertieren?

Gruß
Hubertus Feil

Meo – Donnerstag, 23. April 2009 04:21 Uhr

Gut die bisherigen Antworten waren ja nicht sonderlich sinnvoll.

Die erste Frage die du dir stellen solltest:

warum überhaupt wechseln? da nämlich ext4 scheinbar sogar Linus auf den Magen schlägt (siehe: https://www.linux-community.de/Internal/Nachrichten/Linus-Torvalds-kritisiert-Ext-3-und-Ext-4), sollte man es sich genau überlegen was man haben will.

Was für dich aber wichtiger sein könnte sind die Geschwindigkeiten der Filesysteme:

http://www.pro-linux.de/berichte/ext4/ext4.html#ToC5

probleme macht aber anscheinend noch die integration in Grub.

in diesem sinne:

Never touch a running system

Harald Welker – Donnerstag, 23. April 2009 05:07 Uhr

Hallo und vielen Dank für Dein Antwort.

Grundsätzlich war ich schon immer Update-Junkie und bin dadurch auch schon öfters auf die Nase gefallen ;-)

Wenn ich allerdings Probleme mit Grub zu erwarten habe, ist das mit dem EXT4 irgendwie nicht der Hit.
Das würde bedeuten, ich müsste eine gesonderte EXT3 Boot Partition anlegen, um von eventuellen Überraschungen verschont zu bleiben, oder? Ersccheint mir etwas halbherzig.

Ein weiteres Kontra wäre noch der Zugriff z.B. über eine Live CD mit älterem Kernel, z.B. um ein verkorkstes System wieder lauffähig zu bekommen.

Hm, ich werde mal noch eine Nacht drüber schlafen, denke ich. Erstmal den RC am Donnerstag Abend auf die Final hoch heben.

Eine Migration mittels tune2fs sehe ich auch eher als sinnfrei, da EXT4 nur für neu zu schreibende Dateien greift.

Grüße
Harald

Alexander Covic – Samstag, 25. April 2009 04:07 Uhr

Guten Morgen.

Sich sein laufendes System zu schroddern klingt nach jemanden der Ärger sucht – und Ärger finden wird.

Ich empfehle erstmal gaaanz langsam ein frisches OS auf einem separatem Laufwerk aufzuspielen und dann mal so vorsichtig, Stück für Stück, von Platte zu Platte migrieren.

Auf End_Kosumenten_Ebene (UserLevel) finde ich ist die Frage ext3-vs-ext4 doch ehrlich gesagt ohnehin fast völlig belanglos. Als Endverbraucher, ohne GB-TB-große Einzeldateien und ohne DB-Server-RZ-Szenarien tut das alte, lahme ext2/3 ohnehin seine Arbeit, bzw. Reiser und XFS sind auch noch gut genug.

Wann immer ich 5-7 verschiedene Win/Lin/nix-Betriebsysteme auf einer Platte installiert hatte (1xReiser/1xext3/xfs/ntfs…) war ich immer bereit mir selber über den Kopf zu hauen, sollte irgendwas mal jucken.

Ansonsten Ted Ts’o gab einen Vortrag über ext4/btrfs bei der diesjährigen FOSDEM (siehe fosdem.org, 60 min) – Info aus 1.Hand sozusagen…

ghost1601 – Freitag, 24. April 2009 20:15 Uhr

also ich kann es dir nur empfehlen…hab heute meinen Kubuntu PC damit ausgerüstet und zumindest der Bootvorgang ist fixer geworden ;-)

lg
Ghost

Andreas M. – Sonntag, 26. April 2009 18:08 Uhr

Hallo,

habe mir heute den Artikel über ext4 in der aktuellen c’t durchgelesen und kam zu der Erkenntnis: ext4 scheint noch eine Baustelle zu sein, auf der es noch viel zu tun gibt.

Grüße
Andreas