ForumInstallationsprobleme von SUSE Linux 10.0!!!
Ralf H. – Freitag, 16. Dezember 2005 20:05 Uhr

Hallo,

ich habe ein Problem bei der Installation von SUSE Linux 10.0 Eval Edition:

Ich habe versucht SUSE Linux 10.0 auf meine externe Festplatte (SAMSUNG SP2514N HDD 250GB) zu installieren. Die ext. Festplatte ist korrekt installiert und betriebsbereit – unter Windows ist sie voll funktionsbereit wenn ich sie mit NTFS formatiere. Ich habe bereits auf meiner interner Festplatte Windows XP installiert.

Bei der Installation von Linux bekomme ich aber folgendes Problem: Die vorbereitenden Schritte der Installation (Sprache, Lizens, Systemanalyse, Zeitzone, Desktopwahl) verlaufen problemlos. Linux wird in Folge dessen auch installiert, bis zur Konfiguration des Systems komme ich dann aber nicht mehr, da Linux nach der Installation neu bootet und ich folgende Meldungen bekomme:

Waiting for device /dev/sda1 to appear…
… resume device /dev/sda1 not found (ignoring)
Loading reiserfs
Waiting for device dev/sda2 to appear… not found
— exiting to /bin/sh

Also erkennt er meine externe Festplatte nicht!

Bei den Installationseinstellungen habe ich folgende Partitionen erstellt:

– Partition /dev/sda1 (1011.8MB) für SWAP formatieren
– Partition /dev/sda2 (231.8GB) mit reiserfs formatieren

Ich habe auch schon versucht die Partitionsgrößen zu ändern (sda1: 10GB, sda2: 220GB), was aber auch nix gebracht hat. Auch der Versuch der Variation der Boot-Programme (GRUB, LILO) ist gescheitert.

Nun meine Frage: Was kann ich machen dass Linux meine externe Festplatte erkennt? Mache ich bei der Partitionierung etwas falsch? Kann es an den Einstellungen/Anschlüssen der internen Festplatten liegen (bei der externen hab ich ja nur die Möglichkeit über USB…)?

Noch ein paar Daten zu meinem PC:
Prozessor: AMD Athlon XP 3000+
Mainboard: ASROCK K7VTA4+
512MB DDR RAM 333

2 Antworten
Stefan Günther – Freitag, 16. Dezember 2005 21:35 Uhr

Hallo Ralf,

poste bitte einmal aus der Datei /etc/sysconfig/kernel den Inhalt der beiden Variablen INITRD_MODULES und MODULES_LOADED_ON_BOOT.

Gruß,

Stefan

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Ralf H. – Montag, 19. Dezember 2005 18:28 Uhr

Danke erstmal für die schnelle Antwort!

Also… leider scheint es, dass diese Datei nicht vorhanden ist. Vorab nochmal die Info, dass ich Linux-Neuling bin, also weiß ich nicht genau, ob ich mich in der Syntax für die Linux Shell irre. Ich hoffe aber, dass ich da die richtigen Befehle verwendet habe.
Ich habe folgendes versucht:

– cd /etc –> cd /sysconfig (beides mit und ohne /)
Ausgabe: can’t cd to /etc/sysconfig
– cd /etc/sysconfig
Ausgabe: can’t cd to /etc/sysconfig
– cat /etc/sysconfig/kernel (cat = Texteditor?)
Ausgabe: no such file or directory
– ls (-l) Befehl zur Ausgabe des derzeitigen Ordners funktioniert auch nicht.

Was nun???

Dieter Drewanz – Donnerstag, 05. Januar 2006 16:44 Uhr

Hallo Ralf,

Nun habe ich auch eine externe HD und bin nun auch (etwas) am probieren. Wenn das mit dem Booten von externer HD klappen sollte, muss folgendes vorhanden sein:

1) HD partitioniert, formatiert, und Bootbereich beschrieben.
2) richtige Partition boot aktiv gesetzt, d.h. aktivieren des bootfaehig flags (z.b. mit fdisk /dev/sda)

Mein Asus Z9213G macht hier einen (etwas zu spezifischen) check, und geht dann automatisch weiter zur CD und dann HD. Bis er Grub frisst, muss ich hier noch etwas machen.
Im Batteriemode schaltet das Notebook den USB spannungslos, wenn keine einzige FAT formatierte Partition erkannt wird und man kann nie an die HD ran.

3) in der initrd und vor allem in deren inneres Script muss die USB Abfrage und Start enthalten sein. Und auch die Dateien, die benoetigt werden. D.h. Image checken.
4) Diese Initrd muss auch geladen werden mit dem Kernel. D.h. Grub checken.
Eine Anleitung dazu enthaelt der untere Link (in englisch).
5) Alles muss in dem Bereich der Festplatte liegen, die das BIOS zu dem Zeitpunkt technisch kann, d.h. maximale Zylinderzahl koennte zuschlagen. Das ist zu beachten fur Grub in MBR oder root Partition, und den Kernel (vmlinux, initrd).

Anderer Weg ist ueber USB Stick booten und dann umleiten auf die externe HD.

Mit Knoppix 4.01 DVD Version “sudo knoppix-installer” laesst sich ein Debian (3.1a) auf die externe Festplatte installieren. Die installation geht, aber zum Booten habe ich da noch einiges manuell zu tun. Die erste Partition war und ist FAT (fuer loadlin and gujin Alternative), das Debian habe ich in eine logische Partition (Linux) installiert. Grub kann man in mbr oder root Partition legen. Ich hatt root Partition versucht. Ob MBR besser gewesen waere big??

[1] http://www.benusa.com/linux/boot.htm

Dieter Drewanz – Freitag, 06. Januar 2006 16:50 Uhr

Hallo Ralf,

noch einen Nachbrenner, den ich grad bei meinem Notebook ASUS Z9200G (A6G) mit der externen Festplatte gefunden habe – nur etwas ausschweifend zu erklaeren, sorry. Bei meinem Notebook war XP auf 2 FAT Partitionen installiert. 1. hidden fast 2GB, 2. als Festplatte C; Die Recovery CD wird das genauso wieder einrichten. Damit ist das Geraet von Haus aus fuer Bootmanager wie Grub vorgesehen. Von einer externen HD werde ich wegen der Erkennung nur ueber das Bios booten koennen. Das Bios erkennt die externe HD als HD, nicht Wechselmedium (daher scheitern die Boot Umwege ueber floppy image in HD, aehnlich DVD boot auf der HD). Im Bios (nur duch Zufall gefunden) wird sie dann in Liste der HDs aufgefuehrt. Dort kann ich die Reihenfolge vertauschen und mit “save and exit” bootet er dann von dieser HD. Die Einstellung wird beibehalten, solange ich nicht ohne eingeschaltete und angeschlossene HD hochboote. Ich kann somit alle alten Festplatten mit Betriebssystemen, die ueber das Bios gehen direkt, und unveraendert verwenden. Allerdings gibt es Probleme, wenn man Festplatten vom gleichen Hersteller und gleichem Typ zugleich anschliesst – muessen unterschiedlich sein.
Primary Boot ist daher am besten mit einem Bootloader im USB-Stick zu machen, wenn die Festplatte nur ab und zu angeschlossen wird.

Einige BIOS von Motherboards haben gleiche Funktionen.

Zweitens geht der Boot vom Linux zwar, WLAN wird erkannt usw, aber am Ende kurz vor dem Abschluss, bevor es zum KDE kommt, gibt es einen Abbruch. USB richtet die HD als sda, dh SCSI ein. Bei Knoppix 4.01 Installation von Debian auf die externe HD wird dort ein SCSI gesucht, natuerlich auch gefunden und dann der beschleunigte direkt Zugriff ausgefuehrt. Da ja kein echtes SCSI vohanden ist, kracht es natuerlich. Dieser Treiber wird aktiveiert, da das Board ein paar Komponenten verbaut hat, die auch bei embedded PCs die alternativ mit mit IDE, SCSI, FLASH chip verwendet werden. Linux erkennt einen Eintrag bzw Chip, das in Verbindung mit SCSI auch wirklich vorkommt und startet daher die Beschleunigung. Bei mir versucht er noch so etwa 30mal auf 30 verschiedene hoehere Bloecke zuzugreifen, bis er Abbricht. Im Sript, kann es daher notwendig sein, bestimmte SCSI Teile zu entfernen/deaktivieren.
Bei Dir ist das vielleicht das auch vorhanden und es kommt nur zum Abruch, da der Treiber etwas zahmer reagiert. Oder der SCSI Treiber beschraenkt sich nicht darauf nur die Basis zu installieren (IDE-SCSI Modul – Hintergrund: Linux Basis ist SCSI. Die IDE Geraete werden ueber ein Modul/Treiber an eine virtuelle SCSI-Schnittstelle intern angebunden.). Das kann mit der Erweiterung, Treiber fuer SCSI ueber 500Mbit zusammenhaengen, der Zusatze zum Standard startet die zum Konflikt fuehren koennen.

Besorge Dir Knoppix oder Ubuntu, die DVD Version, und pruefe ob Du die externe HD lesen kannst. Knoppix muss booten mit angeschlossener und eingeschalteter externer HD. Dann weisst Du dass, die Treiber sourcen alle in der Initrd enthalten sind.

Jetzt bin ich auch erst mal am Googeln, um zu finden, wie ich daran vorbeischiffen kann….

Dieter Drewanz – Dienstag, 20. Dezember 2005 19:08 Uhr

Zum aehnliches Problem siehe “SuSE 10.0 bootet nicht von USB-SCSI” mit externer Installation.

Wenn genuegend Platz auf der HD ist, wuerde ich eine 1-2GB Partition FAT als erste Partition anlegen (z.B. Freedos). Dann geht es auch Linux ueber Loadlin oder gujin zu starten. Man kann damit auch versuchen das Problem neaher zu erkunden. Beim Umweg ueber Loadlin, wird man sich von einer funktionierenden Installation allerdings die initrd… Sachen (Parameter und Files) holen muessen.

Nach der Beschreibung fehlem den Linux zu dem Zeitpunkt der passende Treiber oder dem Treiber fehlen die Informationen ueber das Geraet am USB.

Die BIOS Unterstuetzung des USB beim Booten ist auch unterschiedlich umfangreich. Je groesser das Flash BIOS und je nuechterner die Oberflaeche im BIOS Setup, desto mehr kann das BIOS (da kann schon mal FAT12 fuer USB Stick fehlen bei nur 128k Flash (nur beim Boot, unter Win lesen schreiben als G: geht aber, wie auch boot an anderen PC, als exotischtes Beispiel)).

[1] https://www.linux-community.de/story/Comment/commentToggle?commentid=53215&storyid=18478&rate:int=0&order=location&format=full&comments=53249,53416,53417,53215,53250
[2] http://gujin.sourceforge.net/
[3] http://elserv.ffm.fgan.de/~lermen/

Ralf H. – Dienstag, 10. Januar 2006 00:15 Uhr

Jop, vielen Dank für die ganzen Antworten!

Leider kommt jetzt die Klausurzeit und ich möchte nicht, dass mir mein PC abschmiert bevor ich Semesterferien habe. Also werde ich mich noch 1 Monat gedulden müssen, dann werde ich das Problem nochmal angehen.

Da meine Windows System-Partition sowieso zu klein geraten ist werde ich wahrscheinlich meine komplette interne Festplatte umstrukturieren und auch versuchen Linux darauf zu installieren. Vielleicht funktioniert das dann etwas problemloser. Ich werde mich dann nochmal melden. Wieviel Speicherplatz sollte ich denn für die Linux System-Partition einplanen, so dass noch etwas Spiel da ist?

Dieter Drewanz – Dienstag, 10. Januar 2006 01:43 Uhr

Hallo Ralf,

bei mir ist Suse 9.3 auf einer 10GB Partition. Ich habe viele Pakete ausgewaehlt und habe noch weiters dazu installiert. Jetzt sind noch 2,7 GB frei. Die Daten habe ich auf einer FAT Partition, wegen Dual boot (XP war dabei und nur das interne Modem, des Notebooks geht damit).
Debian der Knoppix live DVD mit knoppix-installer installiert bringt so 7.5 GB auf Platte. Es gibt noch die Knoppix poor man’s installation. Image plus sonstiges bringt 2,2 GB auf die FAT mit knoppix tohd=/dev/hda6. Starten mit knoppix fromhd=/dev/hda6 und danach kann die live DVD entfernt werden. Es laeft viel schneller, als von DVD.
Letzteres ging uebrigens auch problemlos mit meiner externen Festplatte. Knoppix hat die direkt SCSI access Beschleunigung weggelassen und daher gibt es mein Problem mit meinem Motherboard Chipsatz und der externe HD nicht. Ich kann alle Partitionen mounten, nur auf der das Knoppix Image liegt, das verwendet wird komischerweise nicht.
Poor man’s installation geht auch manuell mit der Ubuntu live CD – dann sind nur 700MB belegt. Knoppix CD live – man kann dort nun auch SW nachinstallieren. pclinuxos-p92-ati8500up_download.iso geht auch auf eine FAT zu installieren. Cygwin ist ein Linux, das als normale Anwendung in Windows laeuft. Damm small Linux braucht weniger als 100MB. Da ist sicher ein Linux dabei, dass Du noch auf die Platte bringst.

Viel Erfolg (bei Pruefungen und Linux danach)