ForumInstallation von OpenSuSE 11 auf Macbook unannehmbar langsam (40h/2GB)
GoaSkin – Samstag, 05. Juli 2008 03:55 Uhr

Ich möchte auf einem Mac Book erster Generation mit Core Duo 1 OpenSuSE 11 installieren, doch irgend etwas stimmt von vorne herein nicht.
Das Installationsprogramm verhält sich gerade wegs so, als versucht man einen alten 386er installieren. Nach dem Laden des Kernels benötigt bereits die Initialisierung der Hotplug-Devices knapp 10 Minuten. Die Vergabe einer IP-Adresse per DHCP dauert ebenfalls über eine Minute. Beim Laden des Kernels rattern die Zeilen sehr gemütlich herunter. Fehlermeldungen und Auffälligkeiten sind nicht zu lesen.

Hat man es erst einmal geschafft, in das Installationsprogramm zu gelangen und alles durchgearbeitet (Zwischen Bestätigung der Lizenz und dem Abwarten der Zeitzonenabfrage vergehen wieder fast 10 Minuten), prognostiziert der Rechner 40 Stunden Installationszeit für 2.19GB Pakete. Das Herunterladen aus dem Netz geht schnell, aber das Entpacken und installieren jedes einzelnen Paketes dauert wieder.

Ich habe versucht: in der Append-Zeile des Kernels einen Haufen unnötiger Module zu bannen im Bootmenü die anderen Kernel während der Installation zu nutzen mit dem manuellen Konfigurationsmenü im Textmodus zu arbeiten Selbst das blaue Menü zum Manuellen Laden von Modulen ist so langsam, daß bei Nutzung einer Pfeiltaste die markierte Zeile mit Verzögerung hinterherspringt. Das Einzige in normaler Geschwindigkeit ist der Bootloader ganz am Anfang. Was ist da faul? Mit OpenSuSE 10.3 habe ich diese Probleme nicht. Wurde da etwas grundlegendes verändert, was den Standard-Kernel und die Installationsroutine betrifft?

2 Antworten
Zorro – Dienstag, 30. Dezember 2008 18:28 Uhr

Installiere doch einfach 10.0 und update danach auf 11 ;-)
Müsste doch eigentlich gehen oder?

Klawitt – Montag, 05. Januar 2009 10:34 Uhr

Habe erst vor kurzem gelesen, dass Suse 11.1 die Unterstützung für Mac bedeutend verbessert hat. Leider finde ich zur Zeit diesen Bericht nicht mehr.
Ich würde an Deiner stelle immer mit dem Neusten Arbeiten. Neuster Kernel usw.

Dieter Drewanz – Freitag, 02. Januar 2009 21:30 Uhr

Die Geschwindikeit stimmt mit Linux auf dem Mac in einer Emulation überein, d.h. Linux Intel auf Mac PowerPC, bzw. Linux PowerPC auf Mac Intel Architektur unter Qemu (d.h. ohne Beschleunigungstechniken, bzw. nur Virtualisierungen). Es gibt beim EFI einen EBC Mode (bei UEFI weiter ausgebaut). Somit befindet sich Deine Installation anscheinend in dieser “virtuellen” Umgebung und ist daher so langsam
(http://en.wikipedia.org/wiki/Extensible_Firmware_Interface).
Der Installer ist hier anscheinen zu “gutmütig”, was hier zu dem Problem führt, aber wenn man von vorneherein in virtuellen Umgebungen aufsetzen will wiederum besser.

Somit bist Du anscheinend in einen Emulationsmode geraten und hast Dein Linux nicht so installieren können, wie gewünscht. Somit ist es durchaus möglich das Problem zu umgehen über ein andere Version und dann Updaten.