ForumInstallation Ohne CD-Rom
LemmiLemming – Donnerstag, 29. September 2005 08:41 Uhr

Also folgendes Ich hab nen altes Notebook (P1 150Mhz 96MBRam)…im moment laeuft da Windoof 98 drauf. nun wollte ich da Linux installieren da zum einen mir Windoof zuviele resourcen frisst und mir der Webserver unter windows staendig abstuerzt (XAMP) … nun folgende fragen … der rechner wird nur zum programieren von HTML XHTML PHP etc genutzt
1. Lohnt es sich ueberhaupt Linux zu installieren bei der Hardware (grafische oberflaeche (KDE oda GNOME) moechte ich aber bitte auch haben) wenn ja welche distubition (suse 9 hab ich hier irgendwo noch rumfliegen aber weiss net was ich von halten soll)
2. wie installiere ich es dann OHNE CD-Rom (wie gesagt ist defekt) Booten kann ich von diskette … daten kann ich vorher per netzwerk rueberziehen sowie partitionieren … bitte eine schritt fuer schritt anleitung bzw zumindest wichtige angaben wie wenn ich partitionier welches dateiformat auf der ich die daten ablegen kann und wie ich unter windoof die bootdiskette erstelle

6 Antworten
Jan Kandziora – Donnerstag, 29. September 2005 09:03 Uhr

Im Prinzip gibt es gegen SuSE9 keine Einwände, vor allem, weil da der Laptop einigermaßen schmerzlos einzurichten sein wird. Ein aktuelles KDE3 wird aber kein Vergnügen werden — ich hatte damals auf so einem Rechner FVWM2 aus diesem Grunde laufen, schon KDE2 war viel zu hungrig. Vielleicht kann man ja durch Verzicht auf alles Eyecandy mit KDE auf diesem Rechner arbeiten, starten sollte man ihn aber möglichst selten, bis man arbeiten kann dauert’s nämlich Minuten…

Daten vorher rüberziehen: schlecht, denn dann blockieren die den Platz auf der Platte, den du für Linux haben willst. Apropos Platte: Mit weniger als 2GB freiem Platz wirst du die notwendige Software sorgfältig auswählen müssen. Ich habe damals mit einer 600MB-Platte immer mal wieder was runterschmeißen müssen, um mal was neues auszuprobieren.

Schritt für Schritt

Gucken, ob die Netzwerkkarte von der gewählten Distribution unterstützt wird. Bootdiskette von der CD kopieren, außerdem noch die Netzwerktreiber — ins Handbuch der Distribution gucken! Davon booten, Netzwerktreiber von Moduldiskette laden, Netzwerk konfigurieren. CDs über einen anderen Rechner verfügbar machen — SuSE kann z.B. auch von SMB-Freigaben(Windows) installieren. Dazu die DVD freigeben. von SMB installieren Fertig Im Prinzip geht’s auch mit einem Ordner in einer Windows-Partition auf dem zu installierenden Rechner, da wird’s dann aber sicher eng.

Jan

Jan Kandziora – Donnerstag, 29. September 2005 09:03 Uhr

Im Prinzip gibt es gegen SuSE9 keine Einwände, vor allem, weil da der Laptop einigermaßen schmerzlos einzurichten sein wird. Ein aktuelles KDE3 wird aber kein Vergnügen werden — ich hatte damals auf so einem Rechner FVWM2 aus diesem Grunde laufen, schon KDE2 war viel zu hungrig. Vielleicht kann man ja durch Verzicht auf alles Eyecandy mit KDE auf diesem Rechner arbeiten, starten sollte man ihn aber möglichst selten, bis man arbeiten kann dauert’s nämlich Minuten…

Daten vorher rüberziehen: schlecht, denn dann blockieren die den Platz auf der Platte, den du für Linux haben willst. Apropos Platte: Mit weniger als 2GB freiem Platz wirst du die notwendige Software sorgfältig auswählen müssen. Ich habe damals mit einer 600MB-Platte immer mal wieder was runterschmeißen müssen, um mal was neues auszuprobieren.

Schritt für Schritt

Gucken, ob die Netzwerkkarte von der gewählten Distribution unterstützt wird. Bootdiskette von der CD kopieren, außerdem noch die Netzwerktreiber — ins Handbuch der Distribution gucken! Davon booten, Netzwerktreiber von Moduldiskette laden, Netzwerk konfigurieren. CDs über einen anderen Rechner verfügbar machen — SuSE kann z.B. auch von SMB-Freigaben(Windows) installieren. Dazu die DVD freigeben. von SMB installieren Fertig Im Prinzip geht’s auch mit einem Ordner in einer Windows-Partition auf dem zu installierenden Rechner, da wird’s dann aber sicher eng.

Jan

Ingo Kemper – Donnerstag, 29. September 2005 10:20 Uhr

Auf so einem System solltest Du einen schnellen Windowmanager installieren und nicht ein riesiges Desktop-Environement wie GNOME oder KDE. Da das grafische Frontend von YaST auf QT basiert, ist es sehr schwierig, eine SUSE Installation ohne das ganze QT und KDE Zeugs hin zu bekommen. Nimm besser eine Distribution, bei der Du selbst entscheiden darfst, welche DEs und Windowmanager installiert werden. Ich würde Debian nehmen. Die Installationsanleitung gibt es hier: http://www.debian.org/distrib/netinst

Du brauchst drei Partitionen, Swap (ca 100MB), /home (für Deine Daten) und / (alles andere).

Ingo

[1] http://www.debian.org/distrib/netinst

Ulf B. – Donnerstag, 29. September 2005 13:05 Uhr

Hallo,

ich versuche mal aus meiner Sicht, Dir zu antworten. Hier wird es naturgemäß unterschiedliche Antworten geben.

zu 1.
Ich denke es lohnt sich schon Linux auf Deinem Notebook zu installieren. Einzige frage für mich ob die aktuellen X-Server Deine Grafikkarte unterstützen. Wenn nicht, weis ich nicht ob es sinn macht die alte X-Window Umgebung zu installieren.
Beim Window Manager bin ich nicht sicher, was man da empfehlen soll. Wenn die Platte ausreichend groß ist würde ich es einfach mal ausprobieren. Wichtig ist hier nur der einsatz einer möglichst aktuellen Version. Sowohl GNOME als auch KDE oder fiele alternative Windowmanager, haben in der letzten Zeit einiges an Performance-Tuning erfahren. Deshalb würde ich Dir entweder zu SuSE 9.3 (evtl. noch ein paar Tage auf die Version 10 Warten) und Ubuntu 5.04 (auch hier evtl.auf Version 5.10 warten). Ubuntu 5.04 habe ich zur Zeit auf einem Vergleichbar ausgestatteten Desktop laufen, das geht ganz gut wenn man einmal von der Bootzeit absieht.

zu 2.
Wenn Du am Notebook ein unterstütztes Diskettenlaufwerk und eine unterstützte Netzwerkschnittstelle hast, kannst Du sowohl SuSE als auch meines Wissens Ubuntu (hier habe ich es selber noch nicht getestet) poblemlos installieren. Dazu steckt man zumindest unter SuSE die DVD in einen Rechner und gibt dieses als NFS oder per FTP frei. Alternativ kann man meines Wissens auch einen PC von der Installtations-DVD booten und dort als Server laufen lassen.
Für Ubuntu gibt es wohl eine entsprechende Bootdiskette im Netz.
Außerdem gibt es die Möglichkeit mit einer Diskette direkt aus dem Internet zu installiern (bei DSL sicher die einfachste Möglichkeit).

Cioa
Ulf

Ecaroh – Donnerstag, 29. September 2005 22:41 Uhr

Hallo!

Wenn man es sportlich sieht kann man immer noch Linux auf solcher alter Hardware installieren. Ein Linux was recht nahe am ‘echten’ Linux ist. Nicht nahe sind moderne ‘voll automatisierte fette’ Distributionen wie Fedora, Mandrake oder SuSE.

Was gehen kann sind spezialisierte Distris wie DSL, PuppyLinux u.ae.. Es geht auch noch mit Debian wenn Du von KDE oder Gnome absiehst. 96 MB RAM sind gut, aber 150 MHz sind (abgesehen von der miesen IO der Notebook-Festplatte) herzlich wenig um Anwendungen frustfrei in akzeptabler Reaktionszeit zu betreiben (Es sei denn man ist kaffeesuechtig wie ich).

Fazit: Es geht mit Spezial-Distris oder guter Auswahl bei Debian-Paketen. Aber es wird definitiv nicht viel Spass machen was die Leistung angeht.

Ein guter PC im Gigaherz-Bereich mit 256MB RAM und schneller 3,5″ Platte kostet rund 100,- Euro.

Ich habe einen 233MHz Toshiba mit 64 MB RAM. Nicht das ich ihn nicht mehr verwenden wuerde. Ich schreibe Texte auf der Konsole oder nutze ihn als Thin-Client fuer eine XDMCP Sitzung (X-Umleitung). Aber mal ehrlich, eine graphische ‘lokale’ Oberflaeche tue ich mir damit nicht an.

Was die Installation angeht so laesst sich diese entweder ueber das Netzwerk oder wenn die Festplatte gross genug ist per Kopie von Installationspaketen auf die lokale Platte umgehen. Inwieweit DSL oder PuppyLinux das unterstuetzen steht auf deren Webseite. Debian geht auf jeden Fall per Netz installieren.

Gruss, Ecaroh

LemmiLemming – Freitag, 30. September 2005 07:06 Uhr

also festplatte ist 6.4 GB gross von daher hab ich kein problem … booten kann meinetwegen 10 min dauern wenn der danach ohne abstuerze laeuft … naja und den ganzen grafischen schoenausseh schnick schnak schalte ich eh ab es geht mir drum schnell und unkompliziert die programme starten zu koennen (mein bruder will damit auch ab und an arbeiten und er hat 0 plan von linux) … es soll nur text in einem webeditor geschrieben werden und evtl dann per lokalem webserver halt getestet werden fuer mehr ist das ding net da … daheim hab ich nen vernuenftigen PC … aber den kann ich schlecht mit inner tasche auf die arbeit nehmen

Ulf B. – Samstag, 01. Oktober 2005 21:40 Uhr

Hi LemmiLemming,

also die Plattengröße würde ich auch OK sehen. Und ich bin immer noch der Meinung Du solltest es versuchen. Wenn Du im wesentlichen tatsächlich nur obigen Anspruch hast, auf jeden Fall. Du solltest Dich aber wie oben, schon erwähnt nach einer speziellen schlanken Distribution ausschau halten. Wenn Du nichts passendes findest, würde ich echt mal mit Ubuntu starten. Dort ist die Hardware Erkennung recht gut, und umstricken ist mit den beigelegten Tools ein Kinderspiel.

Du solltest aber evtl. ein Image Deines bisherigen System (z.B. via mini-Linux von Diskette+Netzwerk) vorher sichern. Dann hast Du wenn dir Linux mit den Resourceneinschränkungen nicht zusagt ratz-fatz Dein altes konfiguriertes System wieder zurückgespielt.

Ciao
Ulf