Sehr geschätzte Linuxer,
ich habe heute meinem Laptop Acer Travel-Mate Alpha-550 eine größere Platte verpaßt und möchte auf dieser Debian Sarge installieren.
Die initiale Installation (Kernel 2.4.27) war möglich, beim ersten booten bleibt mir der Laptop jedoch beim Laden des Yenta-Socket-Moduls (PCMCIA) hängen.
Folgende Fehlermeldungen erhalte ich in der Umgebung:
IRQ routing conflict for 00:11.0, have irq 11, want irq 5
Yenta ISA IRQ mask 0x0218, PCI irq 10
Socket status: 30000006
Danach bleibt der Rechner hängen.
Ich hatte auf der alten Platte SuSe8.1, auch hier blieb der Rechner öfters wg. Yenta-Socket hängen. Ich hatte das Problem umgangen, in dem ich als Boot-Parameter nopcmcia eintrug. Bei Debian bringt dies anscheinend keinen Erfolg.
Googlen hat zwar einige Ergebnisse geliefert, die mich aber nicht ernsthaft weitergebracht haben.
Ich kann notfalls durchaus damit leben, wenn PCMCIA nicht läuft. Daher folgende Fragen:
Ist jemand die Ursache für dieses Problem bekannt, gibt es nähere Informationen dazu, so daß ich PCMCIA zum laufen bringe? (Howto, Doku)
Alternativ: Läßt sich das Starten von PCMCIA am Boot-Prompt unterbinden, und wenn, dann wie? Wo stehen diese Informationen? (habe einen laufenden Sarge Desktop zur Verfügung)
Alternativ: Wie kann ich dafür sorgen, daß diese Module grundsätzlich nicht geladen werden? Das Prinzip der Modulkonfiguration bei Debian habe ich bisher nicht begriffen, was ist zum Lesen empfehlenswert?
Ist bekannt, ob das gleiche Problem auch mit Kernel 2.6 auftritt?
Ich bringe den Laptop im Augenblick nur während einer Installation zum laufen, deswegen ist der Aufwand zum herumprobieren ziemlich groß.
Ich danke im voraus für alle sachdienlichen Hinweise und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Gerald Kollenda
Hallo Gerald,
vorweg ‘ne Warnung: Von Debian-spezifischen Dingen habe ich Null Ahnung…hab’
hier was Selbstgestricktes.
Grundsätzlich ist es so, dass natürlich kein Modul geladen werden kann, was
nicht auf der Platte ist. Darum — um Deinem Laptop ersteinmal grundsätzlich
den Sprung ins digitale Leben zu ermöglichen und Dir den Hassle mit dem
Springen zwischen Desktop und Laptop zu ersparen:
Besorg Dir mal ein neues KNOPPIX (4.0…denke ich, ist aktuell) und boote
das Teil mit der Boot-Option “nopcmcia”.
Dann cdst Du nach /lib/modules//…
und mvst die relevanten Module “aus dem Weg”. Danach ein depmod ausführen
(alles als Wurzel).
Dann könntest Du Dir noch ansehen, was KNOPPIXs Hardwareerkennung so meint,
wie es in Deinem Laptop aussieht und diese Erkenntnisse beim anschließenden
Neukonfigurieren und -installieren des Kernels verwerten.
Die pcmcia-Sachen kannst Du dann gleich ‘rauslassen.
Viel Erfolg !
Meino
Hallo Meino, Hallo Jens,
ich möchte zuächst für eure Tipps danken. Das Problem lies sich inzwischen lösen.
Der Weg, die Module einfach zu löschen brachte mich nicht weiter, möglicherweise waren es die falschen Dateien (soweit ich mich erinnere: /lib/modules/2.4.27-2-686/kernel/pcmcia), die ich nach /root verschoben habe. Der Laptop hing beim booten weiterhin an der selben Stelle, und der Aufwand für eine Versuchsrunde hielt mich von weiteren Versuchen ab.
Ich habe dann versuchsweise Kernel2.6 im Expertenmodus installiert, und dabei gesehen, daß sich im Expertenmodus auch die PCMCIA-Module abwählen lassen. Dies habe ich allerdings nicht getan, und festgestellt, daß der 2.6.8er Kernel sich auch mit PCMCIA problemlos auf meinem Laptop booten läßt.
Daraus ergibt sich die Erkenntis, daß Kernel 2.6 keine Probleme mit meinem Laptop macht, und alternativ der 2.4er Kernel sich im Expertenmodus so hätte konfigurieren lassen, daß er PCMCIA nicht nutzt.
Ich danke für Eure Hinweise und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Gerald Kollenda
Ich verwende zwar Debian, aber technisch naja.
Versuch doch mal schon zu Beginn der Installation mit
linux26
den Kernel 2.6 zur Arbeit zu bewegen. Dazu drückst Du gleich zu Beginn der Installation F2 und gibst o.g. Spruch am Prompt ein.