Forumi686 Datei
Admiral Ass – Donnerstag, 04. Januar 2007 16:22 Uhr

Hallo zusammen

Ich bin total in der Sch….. gelandet. Ich bin bekennender Windowsbenutzer – aber nicht stolz drauf. :D
Mein Problem: Unsere Linuxcracks sind alle in die Ferien gerauscht und ich soll hier was ausprobieren auf einem Suse Linux Server. Ich hab dazu eine Datei bekommen mit der Dateiendung i686. Meine Frage nun: Wie kann ich das starten?! Ich hab +- 0 Erfahrung auf Linuxsystemen.
Hintergrund: Die Jungs wollen ein Backup machen von einem Linuxserver. Dazu hab ich mir die Testversion von Acronis TrueImage für Linuxserver runtergeladen. Und das ist eben so eine i686-Datei…
Vielen Dank für eure Hilfe.

Gruss Admiral

3 Antworten
Bernd Seidler – Donnerstag, 04. Januar 2007 17:13 Uhr

Pack mal die Datei in Dein Home-Verzeichnis und wirf die Konsole an (dann sparst Du Dir das ‘cd [irgendwas]’.

Du wirst wohl die Datei mit ‘chmod +x *.i686’ die Datei erstmal ausführbar machen müssen. Downloads sind traditionell niemals nicht ausführbar. Man weiß ja nie…

Abgesehen davon: Es gibt auch unter Linux ausgesprochen komfortable Backup-Lösungen. Porbier Doch mal ‘mondo’ (müsste sich mit YaST problemlos installieren lassen).

Soll jetzt keine Kritik an Dir sein, aber bist Du ganz sicher, dass Du auf dem Server rumadministrieren sollst? Immerhin hängen regelmäßig viele Personen von so einem Server ab, weswegen die Geräte doch eher selten für erste Schritte in Sachen Linux verwendet werden.

So, das war’s mal in aller Kürze.
Liebe Grüße,
Bernd

rainer glauben – Donnerstag, 04. Januar 2007 17:39 Uhr

Ojeh du Armer :-)

zuallererst: Lass es!! Warte bis die “Administratoren” wieder da sind!
Wenn du noch nie Software unter Linux installiert, eine Datei entpackt oder Rechte an Dateien vergeben hast, dann ist das nix fuer dich. Zur Installation brauchst du schonmal root-Rechte, man wird doch nicht so verrueckt gewesen sein, einem Nicht-Linux-User das Root-Passwort des Servers zu geben? .. hehe..

Falls doch:
Bist du sicher, dass nach dem i686 nichts mehr kommt? Die Datei sollte eigentlich ein Archiv sein mit beispielsweise .gz am Ende.
Das Kommando “file” gibt dir Infos ueber ein bestimmte Datei aus. also z.B.:

$ file trueimageserver8.0_d_de.tar.gz
trueimageserver8.0_d_de.tar.gz: gzip compressed data, from Unix, last modified: Mon Dec 5 18:52:40 2005

Oben kannst du sehen, dass es sich bei dem Beispiel um ein gzip-gepacktes Archiv handelt. In Linux erkennt man Dateien unabhaengig von der Endung. Probiers mal aus.

Und hier ein Auszug aus dem Readme fuer Acronis TrueImage 8, was ich mir mal gezogen hab vor einiger Zeit (aber nie installiert):

##########

– Laden Sie sich die aktuelle Installationsdatei aus
dem Internet unter dem Link:
http://www.acronis.com/files/trueimageserver8.0_s_en.tar.gz
herunter! Wenn Sie dies an dem Nicht-Linux-PC vor-
nehmen, brennen Sie diese Datei bitte auf eine CD.
Wenn Sie die Installationsdatei direkt am Linux-PC
heruntergeladen haben, dann speichern Sie diese
bitte unter /root und fahren Sie mit dem Punkt ‘Ent-
packen’ fort.
– Starten Sie Linux und loggen Sie sich unter Ver-
wendung eines Windowmanagers, z.B KDE, als root
am System ein.
– Legen Sie die CD in das CD-ROM Laufwerk ein und
mounten Sie das Laufwerk.
– Wechseln Sie mit einem Dateinavigator auf die CD und
kopieren Sie die Datei
“trueimageserver8.0_s_en.tar.gz” in das /root
Verzeichnis.
– Entpacken Sie diese Datei innerhalb des Verzeich-
nisses mit dem Befehl

tar -xzf trueimageserver8.0_s_en.tar.gz

und wechseln Sie in das neu erstellte Verzeichnis,
das Sie nach dem Entpacken im Verzeichnis /root
finden.

– Dort finden Sie die Datei trueimage-setup, die Sie
mit dem Befehl ./trueimage-setup ausführen. Sollte
dieser Start nicht erfolgreich sein, geben Sie
in einer Shell die folgenden Befehle ein:

cd /Verzeichnis_von_True_Image/
chmod +x trueimage-setup

– Starten Sie dann das Setup erneut: Ein Installati-
onsassistent wird gestartet, der Sie durch die
weitere Installation führt.

#########

Unter [1] gibts das Manual fuer die aktuelle Version, vielleicht hilft das ja auch schon was.

Aber nochmal: du solltest keine Software auf Servern installieren, wenn du nicht genau weisst, was du tust bzw. wenn nicht schon ein komplettes Back-up vorliegt :-)

gruss

[1] http://download.acronis.com/pdf/trueimageserver9.1_linux_ug.en.pdf

Dieter Drewanz – Donnerstag, 04. Januar 2007 20:38 Uhr

Wenn der Rechner im Netz ist und dieser auch gebraucht wird, dann ist es ein großes Risiko. Ich würde in dem Falle nichts darauf als Anfänger installieren.

Wenn Du aber ein Backup machen willst, dann gibt es noch die eine oder andere ungefährliche Lösung. Nimm eine ausreichend große externe Festplatte, z.B. USB und schließe diese am Rechner an. Und dann kopierst Du auf diese alles. Das dauert zwar lange, aber es kann wenig passieren. Das Verzeichnis “/proc” und noch ein paar andere, die z.B. bei dem Dateisuchbefehl “find” mit der Optionsangabe “-noleaf” automatisch ausgelassen werden, wirst Du hier auch weglassen müssen.

Wenn der Server abgeschaltet in der Ecke steht, dann reicht es eine Knoppix CD reinzuschieben, von CD zu booten und dann kopiere alles auf eine externe Festplatte. Schau dir noch mit “du –max-depth=2” die Größe der Verzeichnisse an und dann kopiere in Teilen die Inhalte (das gilt für obiges auch). Du könntest auch noch mit der Komprimierung spielen.

Eine andere Möglichkeit bietet die Angabe eines Datums bis zu dem alle Dateien kopiert werden. Das alles könntest Du anschließend in ein Skript packen. Damit bist Du ein paar Tage beschäftigt.

Zu den Optionen beim “cp” Befehl, hoffe ich für Dich, daß hier jemand Dir hier noch was schreibt, der besser Auskunft geben kann.

Admiral Ass – Freitag, 05. Januar 2007 07:09 Uhr

Hallo nochmals – Danke für die Tipps.
Betreffend Server am Netzwerk und so…Ist mir schon klar dass an einem Server je nach Verwendung viele Leute hängen, aber eben an diesem Linuxserver wird nur gebastelt und herumprobiert, deshalb sollte das keine Probleme darstellen.
Die Datei ist auch nicht mit dem Zusatz .gz am schluss also nicht gezipt…
Die Sache mit allen Dateien auf eine ext.HD zu kopieren wäre eine einmalige Übergangslösung – aber wir möchten versuchen Linuxserver in unseren Backupagent einzufügen…Ich les mir jetzt eure Tipps nochmals genau durch und werd dann mal ein bisschen ausprobieren.

Vielen Dank für die rasche Hilfe.

Admiral Ass – Freitag, 05. Januar 2007 08:21 Uhr

So, da wär ich wieder. Hab mittels “file” auch nicht viel rausgefunden – ausser dass es wirklich kein “.gz” ist…”chmod +x” hab ich auch gemacht – was käme als weiterführender Schritt?

Gruss Admiral

Admiral Ass – Freitag, 05. Januar 2007 08:22 Uhr

oops sorry, wollte eigentlich ja noch die Infos Posten, die ich beimn “file” bekommen habe:
ELF 32-bit LSB executable, Intel80386 …..

Admiral Ass – Freitag, 05. Januar 2007 08:42 Uhr

so jungs: Hat sich erledigt. konnte sie mit ./dateiname öffnen. Thx für die Hilfe :) Hab was dazugelernt.