Hallo an Alle ersteinmal,
dies ist meine erste Frage hier in diesem Forum :-)
Mit Windows kenne ich mich sehr gut aus, mit Linux habe ich bisher leider nur wenig Erfahrungen sammeln können. Das soll sich jetzt ändern ! :o)
Ich möchte (muß) für einen kleinen Fileserver und Faxserver für ca. 10 Windows 2000 Rechner installieren.
Jeder User soll Zugriff auf alle Daten, die andere user angelegt haben, vollen Zugriff haben. Also ein “großes” öffentliches Laufwerk.
Die Daten von den W2k Rechnern sollen jeden Tag auf dem Server gesichert werden. Initialisirung vom Client aus.
Die Daten auf dem Server sollen mit RAID1 gespiegelt werden. Ambesten Softraid welches von Linux unterstützt wird.
Reichen 2 Platten, oder sollte ich besser 3 nehmen. 1 für das Betriebssystem, und 2 weitere für die Daten mit RAID1?
Kann Linux sich als RAID1 auf 2 Platten installieren? Also auch davon Booten?
Die von den Clients gesicherten Daten sollen dann regelmäßig auf DVD-RAM gesichert werden.
!!! Ich würde sehr gerne das Linux mit einer Grafi´schen Oberfläche installieren.
Den c’t Server fand ich schon sehr interresant, aber leider fehlt dort die grafische Oberfläche.
Ich hoffe Ihr könnt mir ein paar Tips geben :-)))
Viele Grüße,
Andre
Den c’t Server fand ich schon sehr interresant, aber leider fehlt dort die grafische Oberfläche.
Dann nimm’ den c’t Server. Die grafische Oberfläche fehlt aus gutem Grund — man braucht sie nicht. Die Einstellungen lassen sich mittels Webinterface machen, und falls man doch mal ein GUI-Werkzeug braucht, baut man mit ssh -X eine ssh-Sitzung mit GUI-Unterstützung auf, startet darin das GUI-Werkzeug, das dann auf dem entfernten Rechner (an dem man sitzt) angezeigt wird. Geht auch von einer MS-Windows-Kiste aus (mittels X für Windows oder VNC).
Oder kurz: Server mit GUI ist Bäh.
Jan
Hallo Jan :-)
Ja ich weiß – auf einem Server brauch man normalerweise keine GUI.
Ich hätte aber gerne eine ;-)
Kann man die GUI auf den Server nicht einfach bei Bedarf starten, und wenn sie nicht mehr gebraucht wird wieder beenden?
Wenn der Server ca. 2,8 GHZ und 1GB Ram hat sollte die Performance nicht drunter leiden.
Hintergrund: Die Produktiven daten und die Backups der W2k Clients sollen auf DVD RAM gesichert werden. Und dazu wollte ich Brennprogramm mit grafische Oberfläche nehmen.
Das mit der Fernwartung werde ich trotzdem auf jeden Fall berücksichtigen.
Wenn man den c’t Server mit der GUI und einem Brennprgramm nachrüsten könnte wäre das sicher eine einfache Lösung für mich.
Gruss,
Andre
Du kannst auch ein Brennprogramm mit grafischer Oberfläche benutzen, selbst wenn auf dem Server keine GUI vorhanden ist. Dafür ist das ssh -X ja da. Der richtige Admin nimmt stattdessen natürlich eine existierende Backuplösung, z.B. dar oder afbackup, und bastelt da einen Einzeiler zum CD-Brennen dran, und hat (fast) nie wieder Probleme.
Aber wenn ich mich recht erinnere, ist der c’t-Server Debian-basiert. Da kann man also alle Debian-Pakete problemlos nachinstallieren.
Jan
[1] http://dar.linux.free.fr
[2] http://afbackup.sf.net
Hallo an Alle ersteinmal, dies ist meine erste Frage hier in diesem Forum :-) Mit Windows kenne ich mich sehr gut aus, mit Linux habe ich bisher leider nur wenig Erfahrungen sammeln können. Das soll sich jetzt ändern ! :o)
Ich möchte (muß) für einen kleinen Fileserver und Faxserver für ca. 10 Windows 2000 Rechner installieren.
Jeder User soll Zugriff auf alle Daten, die andere user angelegt haben, vollen Zugriff haben. Also ein “großes” öffentliches Laufwerk.
Die Daten von den W2k Rechnern sollen jeden Tag auf dem Server gesichert werden. Initialisirung vom Client aus.
Die Daten auf dem Server sollen mit RAID1 gespiegelt werden. Ambesten Softraid welches von Linux unterstützt wird.
Reichen 2 Platten, oder sollte ich besser 3 nehmen. 1 für das Betriebssystem, und 2 weitere für die Daten mit RAID1?
Zwei Platten RAID1 fuer das System. Wenn diese ausreichen auf diesen ein zweites RAID1 fuer Daten. Wenn Du viel Platz brauchst nimm 3 oder mehr weitere Platten fuer RAID5 als Dateneimer. Bei den heutigen Festplattenpreisen tendiere ich bei Deinem Einsatzweck eher auf zwei grosse Platten mit RAID1 Partitionen fuer / , /usr , /var , /tmp , swap , /DEINEDATEN
Vom Mixen von RAID1 und RAID5 auf den selben Platten rate ich ab, es sei denn Du bist ein Crack und weisst wie Du bei Ausfall einer Platte alles wieder zusammensetzt. Es geht – aber geht es bei Dir dann auch?
Kann Linux sich als RAID1 auf 2 Platten installieren? Also auch davon Booten?
Ja. Soft RAID1 als root und boot Partition funktioniert. Aber es ist nicht ganz trivial grub so einzurichten, das der Rechner bei Verlust der ersten Festplatte auch wirklich bootet. Bei mir geht’s nach vielen Tests jetzt zuverlaessig.
Die von den Clients gesicherten Daten sollen dann regelmäßig auf DVD-RAM gesichert werden.!!! Ich würde sehr gerne das Linux mit einer Grafi´schen Oberfläche installieren.
Das macht aber ueberhaupt kein Sinn. Eine DVD-RAM wird nicht im konventionellen Sinne gebrannt, sondern wird als normale Festplatte eingehaengt und transparent mit z.B. ext2 Dateisystem in das Root-Dateisystem eingehaengt. Also nix mit k3b und cdrecord fuer DVD-RAM.
Richtig zur Datensicherung ist DVD-RAM allemal, denn normale optische Medien (CD-ROM/DVD) taugen zur Datensicherung aufgrund der Beschraenkungen des iso9660 Dateisystemes nur begrenzt.
Was ‘richtige’ Datensicherung angeht so ist im unteren Leistungsbereich immer noch ein Bandlaufwerk 1. Wahl.
Ueberhaupt machen graphische Oberflaechen auf einem Server keinen Sinn. Wer ein solches System administrieren moechte sollte es ohne graphische Oberflaeche koennen oder eine Windows Server Lizenz erstehen.
Den c’t Server fand ich schon sehr interresant, aber leider fehlt dort die grafische Oberfläche. Die kannst Du nachinstallieren wenn Du es unbedingt als Rettungsanker beim Umstieg brauchst.
Fazit: Nimm den c’t Server. Ich habe, obwohl ich denke das ich des Administrierens von Debian maechtig bin, auch diesen bei mir im Einsatz. Die Vorauswahl der c’t ist schlichtweg klasse – da macht man sich ungern mehr unoetige Arbeit.
Was die Graphik angeht, so kannst Du wenn Du unbedingt willst, jederzeit nach der Installation ein graphisches System nachinstallieren. Es ist schliesslich ein echtes Debian.
Achja: Manche Ratschlaege klingen schroff. Aber gute Lehrer sind meist nicht smart. Viel Erfolg!!
Ecaroh