ForumFaxmodem für Linux ?
Matthias Brinke – Montag, 19. März 2007 18:25 Uhr

Gibt es Faxmodems für Linux, also Hardware/Software-Kombinationen, die es ermöglichen, mit einem (modernen) PC/Notebook Faxe (Gruppe 3) zu verschicken und zu empfangen ? Gibt es auch welche ohne RS232-Schnittstelle und/oder mit vollständig der GPL unterliegenden Treibern ? Es wäre auch denkbar, Software (möglichst frei) zu verwenden, um über die Soundkarte und ein (Bundesnetzagentur-zugelassenes !) Anschlussgerät die Telefonleitung zu benutzen. Wie suche ich am besten nach solchen Geräten ? Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Brinke

1 Antwort
Stephan Marx – Mittwoch, 21. März 2007 20:42 Uhr

Hallo Matthias,

wenn ich deine Frage richtig interpretiere, dann geht es nicht darum, daß das
Gerät den Faxempfang auch “stand alone” beherrschen muß.
“Moderne Lösungen” sollten da mit einer ISDN Karte möglich sein, allerdings
sind das wohl im wesentlichen die AVM Karten, die da in Frage kämen, gerade
wegen ihrer – von die nicht gewünschten – proprietären Treiber.
“Meine” Lösung ist ein gutes, altes – ersteigertes – Elsa Microlink Office,
das als Anrufbeantworter und Faxspeicher auch ohne proprietäre Treiber seine
Dienste tut. Allerdings an einem Desktop PC (ich weiß nicht, inwieweit dir
eine Faxserver Lösung vorschwebt).
Gegen RS232 spricht im Zeitalter von USB – RS232 Adaptern auch nicht viel ([1]
läuft laut c’T auch unter Linux prima)
Als Software habe ich kmlofax [2] im Einsatz.

Hoffe das hilft schonmal …

Gruß
Stephan

[1] http://www.digitus.info/scripts/digdetail.asp?artnr=DA%2D70145
[2] http://www.gantz-edv.de/software.html

Matthias Brinke – Freitag, 23. März 2007 20:35 Uhr

Hallo Stephan,

herzlichen Dank für die Tipps, leider habe ich weder KDE (könnte sich ändern ;-)) noch ISDN (eher nicht ;-(). Das Elsa MicroLink Office funktioniert nicht an einer analogen Telefonleitung ? Auch eignet es sich laut [1] (noch?) nicht für den Faxversand (unter Linux). Der mir vorschwebende Grund gegen RS232 ist der Preis, da der Hardwareaufwand bei diesen Modems am höchsten ist (war?). Entschuldigung, dass ich mich noch nicht über aktuelle Preise informiert habe, da mir dieser Grund einleuchtete. Stimmt er noch, oder sind die Preise der Modemtypen (RS232/USB) vergleichbar geworden ? Übrigens: Stand-alone-Betrieb nicht unbedingt nötig, aber “nice to have”.

Freundliche Grüße,

Matthias Brinke

P.S. Gibt es eigentlich auch (Linux-PC-taugliche, wie oben ;-)) Mobilfunk-(UMTS/GPRS-)Geräte mit Faxfunktionalität ?

[1] http://www.gantz-edv.de/mlo/kmlofax_d.html

Stephan Marx – Sonntag, 25. März 2007 22:45 Uhr

Nochmal hallo Matthias,

mein Modem ist ein ganz normales analoges Modem, das auch ohne ISDN bestens
funktioniert (es gibt das Microlink Office auch als ISDN).

Faxe versenden tut’s nicht mit kmlofax sondern mit normalen Linux Bordmitteln
(also ohne KDE) mit dem mgetty&sendfax paket deiner Distribution (mit
kdeprintfax läßt sich das zum Beispiel unter KDE ansteuern :-) ).

Preis: das Modem sollte bei xBay so um die 10-30 Euro verkauft werden, der
seriell zu USB Adapter für ca. 9 Euro (Preis incl. Porto)

Bei Mobilfunk kann ich dir leider nicht weiterhelfen … :-(

Gruß
Stephan