Werte Gemeinde,
vor etwa sechs Jahren habe ich zuletzt und nur ganz kurz etwas mit Suse zu tun gehabt. Monentan benutze ich auf meinem Mac als virtuelle Maschine auch spaßeshalber ein wenig Ubuntu 10.10, um mal etwas hineinzuschnuppern.
Der Grund, weshalb ich mich mit Linux beschäftigen will, ist ein Riesenfrust mit der Verfügbarkeit von Software für kaufmännisches Gedöns auf dem Mac. Da gibt es wenig, was es gibt ist so, daß es sich nicht im Rahmen der Netiquette beschreiben läßt, und Windoof ist für mich erst die allerletzte Wahl, wenn ich auch nichts finde, das auf Linux läuft.
In meiner kleinen Firma behelfe ich mich gerade ohne ein “System”, schreibe also Rechnungen mit einer Textverarbeitung, pflege die Kundendaten im Mailprogramm etc.
Nun suche ich ein für eine kleine Firma geeignetes System, und es soll wirklich komplett sein – definitiv OHNE Word, ohne Outlook, ohne Excel (und ohne die Pendants Libre/OpenOffice/Thunderbird/Lightning/Evolution etc.)
Ein System aus verschiedenen Teilen zusammenzustricken würde mir nämlich gar nicht gefallen – dafür müßte ich nicht die Plattform wechseln. Die Bastelei mache ich heute notgedrungen, und es hat große Nachteile.
Was drin sein soll:
– Ich will direkt daraus Emails, Briefe, Mailings (Email und auf Papier) Angebote und Rechnungen senden.
– Ein richtiger Kalender, in dem Wiedervorlagen und sonstige Termine sich automatisch eintragen (z.B. “heute den Kunden mahnen”)
– Artikel, Preise, Rabatte, auch für wiederkehrende Rechnungen (z.B. automatisch monatlich)
Eine komplette Buchhaltung brauche ich NICHT, die macht mein Steuerberater. Offene Posten und Mahnungen wären wichtig, und vielleicht eine Datev-Übergabe.
Nett, aber nicht zwingend wären eine Schnittstelle zum Online-Banking und zum Telefon, damit ich mir nicht immer die Finger wundwählen muß.
Bisher fand ich u.a. diese Systeme, die das in etwa können:
– Amicron-Faktura (nur Windows)
– Revolver Office (Mac und Windows, sauteuer, sehr zweifelhafte Zuverlässigkeit)
– Rowisoft blue (nur Windows)
– Orgamax (nur Windows)
Ich kenne auch OpenERP, aber das ist das völlig verbaute Grauen, ein Pseudo-Opensource-Projekt, dessen völlige Unbrauchbarkeit nur von der Gier des belgischen Anbieters übertroffen wird. Noch schlimmer dürfte nur xTuple alias Postbooks sein.
Was sollte man sich als kleine, arme Firma mit 1-2 Arbeitsplätzen denn so auf Linux ansehen?
Um es vorweg zu sagen: im Opensuse-Forum hat mir jemand gesagt, so etwas gäbe es einfach nicht für Linux. Ihr seid so ziemlich meine letzte Hoffnung bevor ich neben dem Mac auch das Thema Linux beende und mangels brauchbarer Software doch noch eine Windows-Kiste und eines der fertigen, verfügbaren Systeme dazu kaufe.
Hallo,
kuckst du hier:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Freie-ERP-und-CRM-Loesung-fuer-Linux-Windows-und-Mac-OS-X-159136.html
Gruß trecker09
Hallo,
mir fällt da noch folgendes ein:
* http://adempiere.org/home/
* http://www.compiere.com/
MfG,
Marc
Ich würde sagen: “das passt” ;)
https://www.linux-community.de/Internal/Artikel/Online-Artikel/Kurztest-Zentyal-Desktop-unter-Ubuntu
Kraft
http://volle-kraft-voraus.de/De/Details
vermutlich schon zu umfangreich, aber online zum ausprobieren:
LX-Office
http://www.lx-office.org
Jo, kenne ich. Klingt erstmal gut.
Derjeneige, der den Kommentar druntergeschrieben hat, kennt es offenbar auch und hat es, wie meine Kollegen, mal zur Probe installiert:
http://www.heise.de/software/download/postbooks/46295
Allerdings ist seine Beschreibung für das System schmeichelhafter als das, was meine Kollegen darüber sagten… :-)
Kennt hier jemand ein System namens Dolibarr?
Das Ding kommt von dem Menschen, der auch AWStats entwickelt hat. Läuft unter GPL-Lizenz, sowie Linux, Mac und Windows auf Apache und MySQL. Bis auf Webmail scheint da alles drin zu sein.
http://www.dolibarr.org/
Ich habe ein bißchen mit der Demo herumgespielt, sogar auf deutsch:
http://demo.dolibarr.org/public/demo/index.php
Die Oberfläche finde ich etwas gewöhnungsbedürftig, und es gibt noch ein paar Fragen. Was mich wirklich wundert ist, daß das hierzulande scheinbar völlig unbekannt ist.