ForumDVDs mit Kaffeine abspielen, Problem, da DVD automatisch gemauntet!
Anonymer Anonymous – Samstag, 03. Dezember 2005 23:31 Uhr

Hallo ich hab Suse 10, und hab das System so eingerichtet dass es DVDs abspielt.

Wenn ich jezt eine DVD einlege kommt in KDE die frage ob ich diese mit Kaffeine abspielen möchte. Dann kommt eine Fehlermeldung.

Umounte ich das DVD-Laufwerk als root (umount /media/dvd),spielt Kaffeine die DVD tadellos hab.

Kann man dass automatische Mounten der DVDs nicht abschalten?

Den SUSEPlugger hab ich bei DVDs schon auf ingore gestellt, was aber nichts bringt. Die DVDs werden trotzdem gemountet.

Hat jemand eine Idee? Mit SuSE 9.3, hatte ich das Problem nicht.

3 Antworten
Ottfried Meyer – Sonntag, 04. Dezember 2005 03:54 Uhr

Hallo,

vorweg: Ich habe von SuSE — soweit es um den SuSE-propietären-Kram geht —
keine Ahnung.

Technisch gesehen wird das Automounten durch zwei Programme erledigt: udev und
hotplug.

Für beide gibt es sicherlich unter /etc Konfigurationsfiles und mit
“man udev” bzw. “man hotplug” wirst Du herausfinden können, was deren
Inhalt bedeutet.

Udev legt unter anderem auf die Dateien unter /dev an. Ein komplettes
Entfernen eines Device hätte zur Folge, dass dieses Device auch nicht
mehr als Node unter /dev angelegt wird – also eine eher schlechte Idee.

Hotplug sorgt meines Wissens nach für das Mounten von “removeable media”.
Usbsticks und auch CDs bzw DVDs gehören dazu. An dieser Ecke würde ich mal
sehen, ob Du die hotplug-Config-Files verändern kannst.

Aber: WARNING! Alles, was Du nicht über YAST und andere SuSE-Tools machst,
sondern direkt im System veränderst, bleibt diesen Tools verborgen und kann
zu “Konflikten” führen. Manchmal führt aber eben kein Weg daran vorbei.

Dies ist generell ein Nachteil entsprechender Distros: Auf der einen Seite
entheben sie einem von dem Zwang, an jedem Konfigfile selber Hand anzulegen.
Auf der anderen Seite sind diese Distros bezüglich ihrer Konfiguration
schließlich nur noch kompatibel zu sich selber. Man braucht Bücher wie
“Das große SuSE-Buch” (Titel frei erfunden), um sich Kenntnisse anzueignen.

Die ursprüngliche Idee ein in weiten Zügen “generell konfigurierbares” System
zu haben, geht somit verloren. Bücher wie “UNIX Systen V” sind somitnur noch
in engen Grenzen nützlich.

Und wir alle wollten doch weg von dem einem großen propietären Anbieter von
einem großen propietärem Betriebssystem, nicht ? ;)

Das ist jetzt etwas länglich geworden, sorry.

Viel Erfolg,
Meino

arebenti – Sonntag, 04. Dezember 2005 16:22 Uhr

Das zeigt auch, warum Projekte wie Elektra eine gewisse Berechtigung haben. Das Konfigurationsdateichaos und die Verwirrnisse aus der Distributionsvielfalt kann man wohl nur beseitigen, wenn man eine flache Registry für alle schafft.

[1] http://www.libelektra.org/Download/elektra_de.sxi

Hans Kottmann – Sonntag, 04. Dezember 2005 17:06 Uhr

Hallo,

ich bin ehrlich gesagt mit dem Automount-Zeugs, von dem SuSE leider noch immer nicht loszukommen scheint ganz und gar nicht überzeugt, darum habe ich zur Selbshilfe gegriffen und mir Hal- und Util-Linux Pakete gebaut, mit denen ein normales Mount-Verhalten wiederhergestellt wird. Für USB-Sticks und externe Festplatten werden automatisch Einträge in der Datei /etc/fstab erzeugt sie werden aber nicht mehr automatisch gemountet. Da keine Laufwerke mehr im Sync-Modus eingebunden werden, müssen diese vor dem Entfernen zwingend Unmounted werden. Dies kann man unter KDE im Arbeitsplatz mit einem Rechtsklick auf das betreffende Laufwerk vornehmen. Die Pakete können hier heruntergeladen werden.

SuSE verwendet für das automatische mounten das Paket Submount, übrigens ein Projekt, das schon seit über einem Jahr mehr oder weniger tot ist — zum Glück -);.

Die Installation und Inbetriebnahme meiner Pakete läuft wie folgt ab: Sich als Benutzer root auf dem System einloggen. Im Paketmanager (YaST oder KPackage) nachschauen, welche Hal- und Util-Linux Pakete installiert sind und die entsprechenden neuen Pakete von Meiner Webseite herunterladen. Das Paket Submount deinstallieren: rpm -e submount. Die neuen Pakete installieren: rpm -Uvh –nodeps –force *.rpm. Die Datei /etc/fstab mit einem Editor öffnen und die Einträge für CD-/DVD- und Floppy-Laufwerke löschen. Diese werden beim nächsten Schritt automatisch neu angelegt. Den Hal-Daemon neu starten: rchal restart. Nun sollten in der Datei /etc/fstab neue Einträge für CD-/DVD- und Floppy-Laufwerke vorhanden sein. Das modifizierte Servicemenu media_unmount.desktop, das ebenfalls auf meiner Webseite zu haben ist, nach /opt/kde3/share/apps/konqueror/servicemenus/ kopieren. Dieses sorgt nun dafür, das bei CD/DVD-Laufwerken im Kontextmenu der Punkt Unmount wieder angezeigt wird. Das wär dann schon alles.

Viel Spass

Hans

[1] http://mypage.bluewin.ch/hkottmann/

Hans Kottmann – Sonntag, 04. Dezember 2005 17:36 Uhr

hab’ noch was vergessen:

vor dem Neustart des Hal-Daemons alle Unterverzeichnisse im Verzeichnis /media löschen: rm -rf /media/*.

Gruss

Hans

Ottfried Meyer – Montag, 05. Dezember 2005 04:15 Uhr

Hallo,

submounut ???

OH BITTE NICHT !!!

Das Teil hatte ich einmal auf meinem selbstgestrickten Linux testweise
installiert: Es erzeugte “wilde” Einträge, die dann mit /proc/mounts und
/etc/mtab nicht überinestimmten.

FINGER WECH VON DEM ZEUCHS! :)

Ein anderer Tipp (_NICHT_ im Sinne von “besser” sondern wirklich nur ein
_anderer_ Tipp ;))

Ein Blick in die LinuxFromScratch und BeyonLinuxFromScratch Docus unter
“udev” zeigt, wie man das Teil installiert. Bei mir funzt das klaglos.
Ge-/Entmounted wird bei mir von Hand bzw. “von Script”.

Wegen des Sync-Problems:
Eine Zeile in /etc/fstab, die statt der “defaults”-options ein “sync”
beeinhaltet (und dann natürlich mit “noauto” !!!) behebt das Problem.

ABER: Eine sync-Option erzeugt automatisch mehr Schreibzugriffe beim Kopieren
mehrer Files auf einen USB-Stick, was bedeutet, dass das Flash darin mehr
gestresst wird.

Bequemlichkeit gegen Lebensdauer…

Herzliche Grüße,
Meino

Sven Hufenbach – Mittwoch, 07. Dezember 2005 21:21 Uhr

Tach auch!
Hab auch grad von SuSi 9.3 auf SuSi 10 upgedatet!!!
Alles in allem:
Windows lässt grüßen.
Nicht nur keine DVDs sondern gleich die komplette Multimediapalette ohne Funktion!
Nix Brennen von MP3 als Audio, vom Abspielen gar nicht zu reden.
Hab mir über lins2linux (packman) alle fehlenden Pakete und Bibliotheken besorgt (man gut, dass ich ne Flat hab).
Waren so um die 25 files, die ich dann per Hand eingebunden hab.
Hab noch nicht alles so, wies mal war, aber meine Player spielen wieder mit mir.
DVDs schaue ich mir nur noch mit dem “echten” XINE an, der tuts.
Also, mein Tip:
Das Susi lassen, wies ist und die nötige Unterstützung aus den Fehlenden Bibliotheken und Paketen von o.g. Stelle holen.
Ach ja:
Ein guter Rat ist auch in diesem Zug gleich K3b ne Frischzellenkur zu verpasen…dann will er auch wieder MP3s…

Avoid the Gates of hell…