ForumDVB-T Digittrade für Mandriva
Andreas Clabunde – Sonntag, 25. Januar 2009 19:17 Uhr

Vieles habe ich gelesen und ausprobiert. Entschieden habe ich mich für einen Usb-Stick von Digittrade. Die Linuxtauglichkeit extra auf der Packung betont. Jedoch raufe ich mir die Haare. Es gelingt mir einfach nicht das Ding unter Mandriva 2009 (free) zu aktivieren. Auch ein Ausflug zu Opensuse 11.0 hat nichts gebracht. Selbst mit tar.gz dateien habe ich es versucht. Wer hat eine Idee oder das gleiche Problem bei Mandriva ?

2 Antworten
Bierwolf – Dienstag, 27. Januar 2009 12:47 Uhr

Gib mal bitte mehr Infos. Zum Beispiel die Ausgabe von dmesg, wenn der Stick angesteckt wird.

mfG

Andreas Clabunde – Dienstag, 27. Januar 2009 22:10 Uhr

Hallo Bierwolf,
beim einstecken in die USB passiert rein gar nichts. Eine Anfrage beim Hersteller hat ergeben dass dieses Ding zur wirklich nur unter Ubuntu,Kubuntu,Suse und Fedora läuft. Wenn ich Foren so beobachte habe auch diese Linuxfreunde ihre Sorgen.Nun isit man ja flexibel und versucht es mit OpenSuse 11.1. Dort, wie beschrieben im Root anmelden, von der CD entpacken und “install.sh” 2x klicken und alles ist schön. Denkste!! Als Info kommt:
The file/tmp/kde-root/arkw715Mr/install.sh is a Binary, saving it will result a corrupt file.
Das kann ich zwar noch übersetzen, aber klar komme ich damit nicht.

Gast-345678 – Donnerstag, 29. Januar 2009 19:45 Uhr

Was macht denn der Dateimanager, wenn du auf “install.sh” doppelklickst? Ausführen? Der Text scheint mir eher anzudeuten, dass versucht wird einen Editor zu starten. Das könnte geschehen, wenn die Datei als nicht ausführbar markiert ist.

Ich rufe solche Installskripte grundsätzlich in der Konsole auf (xterm z.B.), damit ich etwaige (Fehler-)Meldungen sehe. Hast du das auch versucht?

Andreas Clabunde – Donnerstag, 29. Januar 2009 20:50 Uhr

Hallo,
das mit der Konsole habe ich nun auch getan und heute noch die Ausgabe 04/08 von EasyLinux bekommen. Dort steht eine sehr gute Anleitung wie zu verfahren ist. Wirklich tolle Erklärung. Die Entwicklerpakete installiert usw..Eine Installation ging auch los.Allerdings kam zum Schluss der Installation

make[1]:***[media-install] Fehler 1
make[1]: leaving directory……..etc…
make:***[install] Fehler 2

Beim öffnen von Kaffeine kommt die Info:

Bindung zum Info-Socket kann nicht hergestellt werden.

Beim einstecken in die USB-buchse passiert im übrigen immer noch nichts.

Gast-345678 – Freitag, 30. Januar 2009 19:10 Uhr

Passiert wirklich nichts, wenn du den Stick einsteckst? Das kannst du mit dem Programm dmesg prüfen. Im Detail: Ausgehend von dem Zustand, dass der DVBT-Stick noch nicht eingesteckt war seit Einschalten:
– Konsole öffnen
– dmesg eingeben
– DVB-Stick an USB
– dmesg nochmal aufrufen, sehen, ob eine zusätzliche Meldung kam.
Die Meldung nach dem Anschliessen müsste ungefähr so aussehen: “usb 3-2: new full speed USB device using uhci_hcd and address 2
usb 3-2: configuration #1 chosen from 1 choice”.

Andreas Clabunde – Freitag, 30. Januar 2009 21:53 Uhr

usb 3-5: new high speed USB device using ehci_hcd and address 8
usb 3-5: configuration #1 chosen from 1 choice
Afatech DVB-T: Fixing fullspeed to highspeed interval: 16 -> 8
input: Afatech DVB-T as /devices/pci0000:00/0000:00:02.1/usb3/3-5/3-5:1.1/input/input11
input,hidraw0: USB HID v1.01 Keyboard [Afatech DVB-T] on usb-0000:00:02.1-5
usb 3-5: New USB device found, idVendor=15a4, idProduct=9016
usb 3-5: New USB device strings: Mfr=1, Product=2, SerialNumber=0
usb 3-5: Product: DVB-T
usb 3-5: Manufacturer: Afatech

Hallo,

nachdem ich das so vollführt habe, kam das oben auf den Bildschirm. Ich denke das sieht gar nicht schlecht aus. Nur kommen die anderen, vorher genannten Meldungen noch immer. Trotz Installation von Packmans Kaffeine, rausschmeissen der Xinelibs und anschließender Neuinstallation von libxine1, aller W32Codecs, usw….alles was man eben so liest an Tipps. Wahrscheinlich ist es wie immer im Leben nur eine Kleinigkeit.

Gast-345678 – Freitag, 30. Januar 2009 23:02 Uhr

n’ Abend,

das ist der Beweis,dass der Stick nicht kaputt ist. Es fühlt sich nur noch kein Modul für ihn zuständig. Der dmesg-Output kommt auch dann, wenn noch gar nichts aus dem Installskript ausgeführt wurde.

Kein Modul zuständig, weil ja bei der Installation etwas misslang. Daher scheint mir verfrüht, Kaffeine und xinelibs etc. neu zu installieren. Der Fehler geschieht beim Erzeugen oder bei der Installation der Module.

Ich habe mir die Installskripte mal angesehen (Download von der Digittrade Website; ich hab selber keinen solchen Stick). Dabei ist es so:
– Die Skripte für Suse und EEE sind Shellskripte mit binärem Inhalt am Schluss, welcher etwa so groß ist wie die Datei treiber.tar.gz. Der Skriptanteil am Suse-Skript umfasst immerhin 9360 Bytes …
– Das Skript für Ubuntu ist dagegen sehr übersichtlich. Es kann unter Mandriva aber nicht funktionieren, weil es den Paketmanager aptitude verwendet und nicht rpm. Den verwendet es, um Kernel-Quelltext und das libxine1-Paket aus dem Ubuntu-Repository zu laden. Bei Mandriva müsste man stattdessen urpmi verwenden, freilich mit anders lautenden Optionen. Ausserdem lädt das Skript mit wget Dateien von der Digittrade-Webseite, Dateien die du vermutlich schon hast (Firmware und Treiberarchiv).

Nun könntest du herausfinden, an welcher Stelle die Installation klemmt, indem du das Installskript ab Zeile 15 von Hand eingibst. Das Verzeichnis, das beim Entpacken des treiber.tar.gz-Archivs entsteht (af9015…), gibt es ja wohl schon; ich nehme an, dieser Teil hat noch funktioniert. Dann:
– make clean
Vorsichtshalber die bisher vom Compiler erzeugten Dateien löschen.
– make
Den Compiler starten. Entstehen hier die Fehlermeldungen, die du oben genannt hast? Wenn nein, dann sind alle Module (lauten wahrscheinlich auf *.ko) erzeugt worden. Weiter:
– su
(ich hab das Programm sudo nicht)
– make install
Zweck: Die erzeugten Module an die richtigen Orte kopieren.
Anhand der Ausgabe zu erraten versuchen: Was genau erzeugt den Fehler? Welcher Vorgang klappt nicht?

Solange das nicht geklappt hat, brauchst du auch Kaffeine etc. nicht neu zu installieren.

Für heute wünsche ich dir viel Glück.

Andreas Clabunde – Freitag, 30. Januar 2009 23:52 Uhr

Hallo und schönen späten Abend,

das hört sich ja doch nicht nach einer Kleinigkeit an. Jedenfalls für jemanden der nicht so viel mit konsolenarbeit bisher zu tun hatte. Eben Learning by doing. Diesen Akt werde ich aber erst zum nächsten Wochenende anfangen. Also nicht wundern wenn es keine Rückmeldung gibt. Leben außerhalb von Linux ist nötig. Auf jeden Fall schon jetzt vielen Dank. Ich werde mich auf jeden Fall wieder melden wenn Ergebnisse zu melden sind.
Bis denn…

Joachim Junghans – Samstag, 07. Februar 2009 00:58 Uhr

n’Abend,

hier sind die Schritte, die auf meinem PC zum Übersetzen und Installieren des Treibers führen (hoffentlich nun besser strukturiert). Dabei habe ich mich an Digittrades Installationsskript für Ubuntu orientiert.

Allerdings habe ich weder einen Digittrade DVB-T-Stick, noch ist die Kernelversion meines Rechners aktuell genug (ich habe noch Mandriva 2008.0 mit Kernel 2.6.22; während des Übersetzens erscheint die Meldung, dass mindestens 2.6.25 erforderlich ist). Ich kann daher nur eine Sequenz zeigen, mit der der Installationsprozess fehlerfrei durchlief, nicht aber, ob der Stick danach auch funktioniert.

Bei Auswahl der Kernelheader muss man aufpassen. Während bei Ubuntu die Ausgabe von “uname -r” offenbar einen Teil des Paketnamens ergibt, ist es bei Mandriva 2008.0 nicht mit einfachem Zusammensetzen von Zeichenketten getan. Wenn z.B. “uname -r” zur Ausgabe von “2.6.22.19-desktop586-2mdv” führt, muss man das Paket “kernel-desktop586-devel-2.6.22.19-2mdv” installieren. Am besten sucht man sich das zur Release-Nummer des Kernels passende Headerfilepaket mit Hilfe der Softwareverwaltung (Programm rpmdrake).

Welches Mandriva-Paket dem Ubuntu-Paket “libxine1-plugins” entspricht, weiss ich leider nicht. – Hier nun das Skript:

#!/bin/sh

# 0. ggf. Tools beschaffen, zumindest / u.a.
#sudo urpmi gcc

# 1. Arbeitsverzeichnis (heisst hier ‘dvbt’) einrichten und betreten
cd
mkdir dvbt
cd dvbt

# 2. Evtl. fehlende Dateien holen, auspacken, verteilen
# Firmwaredatei fuer den Stick downloaden, kopieren
wget http://digittrade.de/shop/info/stick_treiber/linux/ubuntu/dvb-usb-af9015.fw
sudo cp dvb-usb-af9015.fw /lib/firmware/
# Treiberarchiv von der Herstellerseite laden, entpacken
wget http://digittrade.de/shop/info/stick_treiber/linux/ubuntu/treiber.tar.gz
tar xzf treiber.tar.gz
# ggf. Kernelheader downloaden und installieren
# — Releasenummer muss zuvor angepasst werden !!! —
#sudo urpmi kernel-desktop586-devel-2.6.22.19-2mdv

# 3. Im Treiberverzeichnis uebersetzen und installieren
cd af9015-74e494a94960
make
# Dateien des Musters *.ko nach /lib/modules/
sudo make install

# end-of-file — Viel Glueck —

Andreas Clabunde – Montag, 09. Februar 2009 15:51 Uhr

Hallo, da bin ich wieder. Nachdem ich mir Deinen Text durchgelesen habe, musste ich kapitulieren. Da steige ich nicht mehr durch. Mit dieser Form mit der Konsole arbeiten, bzw. mit den Scripts…puuh.
Da fehlt doch etwas viel an Kenntnis.
Da habe ich mir gedacht doch eine Parallel-Installation von Kubuntu 8.10 zu installieren. Dort ist nach genauer Abarbeitung der Installationsanleitung genau das gleiche passiert. Gleiche Meldungen wie schon bei Opensuse 11.1. Ist das vieleicht nur eine Resultat der doch noch neuen Versionen 8.10, bzw. 11.1 bei Suse ? Das der Stick funktioniert,weiß ich. Nur nicht bei mir unter Linux.
Der Installationsscript liest sich für mich “unauffällig” bis auf die letzten drei schon genannten Zeilen. Ist natürlich insgesamt ne ganze Menge. Ich traue mich jetzt erstmal nicht die Seite damit vollzuschlagen. Wenn es aber notwendig ist um eine Lösung zu finden mache ich das.

Andreas Clabunde – Donnerstag, 12. Februar 2009 18:33 Uhr

Guten Abend,

es will einfach nicht gelingen. Nachdem ich nun andere Distributionen probiert habe und streng nach Anleitung vorgegangen bin, kehrte ich zu Mandriva zurück und versuchte es mit der treiber.gar.gz .Ohne Erfolg!
Es kommen noch immer die gleichen Fehlermeldungen wie Anfangs angegeben.Die Sache mit den zuständigen Modulen bereitet mir noch Kopfschmerzen. Was genau ist damit gemeint.
In der Hardwareerkennung zeigt Mandriva den Stick an. Die Treiber könnte ich dort in den offenen vier Zeilen eintragen….aber welche?

Joachim Junghans – Freitag, 13. Februar 2009 12:13 Uhr

Hallo,

Finde ich gut, dass du nicht so schnell aufgibst. Nur so kann’s was werden. – Mein Problem an deiner Beschreibung des missglückten Installationsvorgangs ist: Ich weiß nicht, an welcher Stelle der Fehler auftritt. Beim Übersetzen? Erst beim Installieren? Was sicher daran liegt, dass ich noch(?) nicht so viel Erfahrung mit störrischen Devices habe. Beim Übersetzen rumpelt ja recht viel Text über den Bildschirm. Bist du sicher, alle Fehlerausgaben mitbekommen zu haben? Du hast (am 29.1.09) diese 3 Zeilen Fehleroutput genannt:
make[1]:***[media-install] Fehler 1
make[1]: leaving directory……..etc…
make:***[install] Fehler 2
Das könnte eine Textausgabe der Befehlszeile “sudo make install” sein. Könnte es vielleicht ein Folgefehler sein, den der vorherige Befehl “make” erzeugt, der in deinem Heimatverzeichnis die Treiber übersetzen soll? Das Übersetzen könnte möglicherweise schief gehen, wenn nicht die richtige “kernel*devel*”-Datei installiert ist. Möglicherweise kann es auch an der gcc-Version liegen. Ich werde das nach Update auf Mandriva 2009 prüfen. Bis dahin schlage ich vor:
1) Sag mal, was “uname -r”, in der Konsole eingegeben, für einen Output bringt. Sieh in der Paketverwaltung (“Install & Remove Software”) nach, ob das dazu passende “kernel*devel*”-Paket installiert ist (oder du kopierst, wo du schon mal auf Kommandozeile bist, folgenden Befehl, fügst ihn dort ein und drückst Enter: “rpm -qa|grep kernel[[:print:]]*devel”. Als Ergebnis müsste genau eine Textzeile erscheinen)
2) Ruf mal im Verzeichnis af9015-74e494a94960 erst “make clean” und dann “make” auf, damit man sieht, ob bereits beim Übersetzen Fehlermeldungen erscheinen. Nur dann wenn da keine sind, lohnt es sich, mit “make install” fortzufahren.

Weitere Frage:
“Nachdem ich nun andere Distributionen probiert habe” – war Ubuntu 8.10 auch dabei?

Einstweilen Viel Glück.

Andreas Clabunde – Freitag, 13. Februar 2009 19:09 Uhr

Hallöle,

bei der Nachfrage “uname-r ” zeigt er “2.6.27.10-server-1mnb” an.

Dann hatte ich nach “make” mir das Script genau angesehen und bemerkt das eine dicke Warnmeldung kam. Gefordert war irgendwas von Vanilla-Kernel?? und V4L dvb. Letzteres und “kernel-source-latest” habe ich nachinstalliert. V4L allerdings nur als Testing-Version vorhanden.
Danach zeigten sich als letzte Zeilen bei “make” folgendes:

/home/andreas/af9015-74e494a94960/v4l/af9015.c: In function ‘af9015_download_firmware’:
/home/andreas/af9015-74e494a94960/v4l/af9015.c:509: warning: assignment discards qualifiers from pointer target type
/home/andreas/af9015-74e494a94960/v4l/af9015.c:495: warning: unused variable ‘tmp’
/home/andreas/af9015-74e494a94960/v4l/af9015.c: At top level:
/home/andreas/af9015-74e494a94960/v4l/af9015.c:682: warning: ‘af9015_rc_keys’ defined but not used
/home/andreas/af9015-74e494a94960/v4l/af9015.c:704: warning: ‘af9015_rc_query’ defined but not used
CC [M] /home/andreas/af9015-74e494a94960/v4l/au6610.o
CC [M] /home/andreas/af9015-74e494a94960/v4l/cxusb.o
/home/andreas/af9015-74e494a94960/v4l/cxusb.c: In function ‘bluebird_patch_dvico_firmware_download’:
/home/andreas/af9015-74e494a94960/v4l/cxusb.c:699: error: assignment of read-only location ‘*(fw->data + ((unsigned int)idoff + 2u))’
/home/andreas/af9015-74e494a94960/v4l/cxusb.c:701: error: assignment of read-only location ‘*(fw->data + ((unsigned int)idoff + 3u))’
make[3]: *** [/home/andreas/af9015-74e494a94960/v4l/cxusb.o] Error 1
make[2]: *** [_module_/home/andreas/af9015-74e494a94960/v4l] Error 2
make[2]: Leaving directory `/usr/src/linux-2.6.27.10-server-1mnb’
make[1]: *** [default] Fehler 2
make[1]: Leaving directory `/home/andreas/af9015-74e494a94960/v4l’
make: *** [all] Fehler 2

Nach “make clean”:

make -C /home/andreas/af9015-74e494a94960/v4l clean
make[1]: Entering directory `/home/andreas/af9015-74e494a94960/v4l’
rm -f *~ *.o *.ko .*.o.cmd .*.ko.cmd *.mod.c av7110_firm.h fdump \
config-compat.h Module.symvers
make[1]: Leaving directory `/home/andreas/af9015-74e494a94960/v4l’

Das make-script ist natürlich unendlich länger.

Auf Deine Frage nach Ubuntu 8.10 zu Antworten. War dabei! Funktionierte ebenso wenig. Das einzige Fehlerfreie Script war bei Ubuntu 8.04, bilde ich mir jedenfalls ein.
Da habe ich aber Abgebrochen weil 1. mein Wlan nicht einzurichten ging , 2.Die Grafikkarte nicht wollte wie ich und Kaffeine nicht zu finden war. Tat mir aber nicht leid, weil Ubuntu eh nicht mein Ding ist.

Nun werde ich erstmal meine eckigen Augen wieder rund klopfen und abwarten, bzw. die nächsten Tage weiter probieren.

Wünsche ein angenehmes Wochenende

Joachim Junghans – Donnerstag, 19. März 2009 23:47 Uhr

Hallo …

Kurze Antwort: Bei den bisherigen Versuchen haben Kernelversion und Treiber nicht zusammen gepasst. Es muss eine Kernelversion <= 2.6.25 sein. Untere Versionsnummergrenze ist mir unbekannt. Erläuterung: Ein Vanilla-Kernel war gefordert. Laut Wikipedia sind das die "Referenzkernel". zu bekommen bei kernel.org/. Im Mandriva-Repository gibt es Pakete ohne Mandriva-Patches; das müssten also Vanilla-Kernel sein. Ihr Name beginnt immer mit "kernel-linus-". Spaßeshalber hab ich die auf meinem Hercules eCafe EC-900 (mit Mandriva 2008.1 ab Werk) installiert; sie erscheinen dann einfach unten angehängt im grub Bootmenü, und siehe da: - Mit den Paketen kernel-linus-[devel-]2.6.25.17-1mdv-1-1mdv2008.1 klappt das Übersetzen, - mit den Paketen kernel-linus-[devel-]2.6.26.5-1mdv-1-1mdv2008.1 nicht. Darum geht es auch mit Mandriva 2009 nicht, denn die älteste Kernelversion, die dafür im Repository steht, ist eine 2.6.27-er Version. Ebenso ging es noch bei Ubuntu 8.04 (Kernel 2.6.25) und bei 8.10 (2.6.27) nicht mehr. Gleiches gilt beim Wechsel von OpenSuse 11.0 zu 11.1 (Quelle: distrowatch.com). Übersetzen lässt sich der Treiber beispielsweise auf meinem eCafe auch mit Kernelversion 2.6.24.7-desktop586-1mnb. Die dazu installierten Pakete sind kernel-desktop586-2.6.24.7-1mnb-1-1mnb1 und kernel-desktop586-devel-2.6.24.7-1mnb-1-1mnb1. Das Übersetzen klappt, obwohl es kein Vanilla-Kernel ist, sondern einer mit Mandriva-Patches. Was hat sich geändert? Bezüglich Kernel erfährt man es im Changelog-2.6.26, wenn man es genau wissen möchte. Beispielsweise gibt es eine Änderung im I2C-Subsystem (Z.B. Stichwort: i2c_client.driver_name[] - will der Treiber, gibts aber nicht mehr) Was bedeutet das für den Digittrade DVB-T-Empfänger? Der alte Treiber wird sich mit neuen Kerneln gleich welcher Distribution nicht übersetzen lassen. Also entweder eine alte Kernelversion installieren - oder auf einen aktualisierten Treiber warten... Gibts da schon etwas? Gruß, und viel Glück

Andreas Clabunde – Freitag, 20. März 2009 08:14 Uhr

Hallo,

neues gibt es der Hinsicht dass im neuen Kernel für 2009.1, also 2.6.28 eine bessere Unterstützung für dvb-t geben soll. Ich wollte schon die RC1 installieren, aber irgendwie bleibt bei der Installation immer ein blinkender Curser oben rechts stehen. Jetzt werde ich warten bis im April die fertige Version raus kommt. Ich stehe ja in der Zwickmühle weil ich auch Wlan nutze und beides zusammen mit älteren Kerneln nicht funktioniert. Allein den 2.6.08 zu installieren gelingt mir nicht. Ist mir ne Nummer zu hoch.
Sobald es eine Lösung gibt werde ich mich melden.
Ich freue mich sehr dass dieses Thema weitergeht.

Bis denne…

Andreas Clabunde – Freitag, 20. März 2009 08:16 Uhr

Sorry, der Curser blinkt oben links.

Andreas Clabunde – Samstag, 21. März 2009 13:10 Uhr

Nun hat es mir doch keine Ruhe gelassen und ich habe mich wieder rangesetzt und mir ist es doch gelungen die 2009.1 RC1 zu installieren.
Was mir nach dem blinkenden Curser fehlte war das Login mit Root, die Treiberauswahl mit drakx11. Das entscheidene aber war der Befehl “startx” um Farbe aufs Bild zu bekommen.
Es gibt jetzt die Unterstützung für DVB-T, Einfach nur die Firmware ins Verzeichnis /lib/firmware kopieren. Der Vorgang mt treiber.tar.gz und make klappt nach wie vor nicht.Da gibt es die gleiche Fehlemeldung wie anfangs berichtet.
Aber nach dem kopieren der Firmware erkennt Kaffeine den Stick und ein SenderScan funktioniert auch.
Nun wäre es schön wenn der Rest auch funktioniert. Beim anklicken auf einen Sender wird Kaffeine beendet und der Crashmanager meldet sich.
Ich denke dass nun wieder ein bischen Geduld notwendig ist.

Schönes Wochenende

Joachim Junghans – Sonntag, 05. April 2009 18:29 Uhr

Hallo Andreas,

Danke für deine Antworten. Du hattest geschrieben: “Der Vorgang mit treiber.tar.gz und make klappt nach wie vor nicht.”. Das ist so, weil wie gesagt das was dabei geschehen soll, nur mit Kernelversion bis <= 2.6.25 funktionieren kann. Du dürftest mit Mandriva 2009.1aber ca. 2.6.29 haben. Bisschen Geduld: Wenn ich das alles richtig verstanden habe, kann man auf http://www.linuxtv.org nachsehen, ob es schon einen Treiber gibt . Nach was aber suchen? Hier kommt dein dmesg-Output vom 30. Januar ins Spiel: “Afatech DVB-T […] idVendor=15a4, idProduct=9016”. Also suche ich auf http://www.linuxtv.org/wiki/index.php/Main_Page nach “Afatech DVB-T”, finde sogar einige Produkte mit den id’s, aber nichts von Digittrade. Aber – kann ja noch kommen. – Einstweilen viel Vergnügen mit mdv2009.1-rc. Ich hab zuwenig Zeit zum Ausprobieren; ich warte auf die PP-Version. – Gruß, J.

Joachim Junghans – Sonntag, 05. April 2009 18:48 Uhr

Nochmals Hallo,
von Hama gibt es einen DVB-T-Stick, der dem von Digittrade sehr ähnlich sieht, siehe “http://www.linuxtv.org/wiki/index.php/Hama_DVB-T_USB2_Stick&#8221;, und dieselben Id’s hat wie der von Digittrade. Dort gibt es eine Firmware-Datei dvb-usb-af9015.fw zum Download, vermutlich neuere Version als von der Digittrade-Website. Willst du es vielleicht mal damit versuchen? (äh, natürlich weiss ich nicht, ob da was kaputt gehen kann, wenn man eine nicht von Digittrade gedownloadete Firmwaredatei verwendet. Also keine Gewähr)

Viel Glück!

Andreas Clabunde – Mittwoch, 29. April 2009 14:38 Uhr

Hallo Joachim,

au weh, lange nicht mehr reingesehen…und auch nicht all zu viel probiert. Es gibt ja auch noch ein anderes Leben jenseits des Monitors.

Zwischenzeitlich hatte ich aber weiter mit den RC1 und RC2 von Mandriva getestet. War irgendwie noch nichts.Zudem fehlte dort auch noch die Druckerunterstützung. Nun hatte ich Kubuntu 9.04 raufgespielt…war ich gar nicht glücklich mit . Mit der Ubuntu 9.04 beta konnte ich dann erstmals Wlan, Dvb-T (Digitrrade) einrichten. Trotz alledem warte ich noch die Tage bis die Spring 2009.1 von Mandriva rauskommt. Termin ist heute…. Denn von allen Distris gefällt mir Mandriva einfach am besten. Ich hoffe dass mit der Spring denn auch alles klappen wird.
aber vielen Dank für die Tips.Wenn es wieder hakt, werde ich bei LinuxTv nachsehen.

Also bis später….

Bernd Willy – Donnerstag, 12. März 2009 22:02 Uhr

Ich benutze die Suse 10.2, 10.3 und 11.1.
Bis Suse 11.0 konnte ich die Treiber benutzen die auf der HomePage von Digittrade zu finden war. Ab 11.1 hat mir dieser Link weitergeholfen:

http://forum.kubuntu-de.org/index.php?action=printpage;topic=11102.0

Nach dieser Anleitung konnte ich den Treiber für Suse 11.1 problemlos installieren.

Andreas Clabunde – Freitag, 20. März 2009 08:02 Uhr

Vielen Dank für die Info. Nun bin ich, aus zeitgründen, aus der Experimentierphase raus und habe wieder Mandriva2009 auf dem Rechner. Wenn es dort mit der 2009.1 auch nicht klappen sollte, werde ich es noch mal mit Suse 11.1 versuchen.