ForumDualcore unterstützung???
Johannes Schaffrath – Donnerstag, 18. Juni 2009 16:13 Uhr

Habe mir mal die auslastung meines prozessors angeschaut.

Musste dabei feststellen das meistens nur einer genutzt wurde…
es ging von 0 auf 60 dann auf 100 während der andere kern bei 0 und 2 % taumelte.

Es gab auch zwischen durch mal einen wechsel

aber die werte bleiben identisch

die frage ist nun ist das gesund???
ich halte das ohne fachwissen für gesünder wenn beide ähnlich zur gleichen zeit ausgelastet sind

Als Betriebssystem benutze ich Lenny
Prozessor ist ein Centrino von Intel(2100 MHz)

2 Antworten
Daniel Gultsch – Donnerstag, 18. Juni 2009 16:59 Uhr

Ein Großteil der Programme benutzen halt keine Threads und können deswegen nur auf einem Core laufen.

Was für Programme hast du denn benutzt als nur ein Kern benutzt worden is?

Starte doch mal zwei Programme die beide Rechnenintensiv sind dann wirst du sehen das beide Kerne benutzt werden.

Johannes Schaffrath – Freitag, 19. Juni 2009 12:49 Uhr

habe shred benutzt^^ zum testen

bei zwei programmen läuft alles nach vorschrift

Danke für die Info

Daniel Kottmair – Freitag, 19. Juni 2009 12:46 Uhr

Mit Multi-CPU/Multicore-Systemen hat man grundsätzlich zwei Möglichkeiten, die Prozessoren auszulasten:

1) Mehrere rechenintensive Programme, die nur einen Kern unterstützen (leider immer noch der Großteil!) gleichzeitig laufen lassen.

2) Software nutzen, die explizit mehrere Kerne unterstützt. Davon gibt’s leider immer noch zu wenig, gescheite OpenMP-optimierung ist immer noch die Ausnahme, nicht die Regel.

Grundsätzlich muss man allerdings sagen, dass Multi-CPU/-core-Systeme sich üblicherweise “flotter” anfühlen als Single-CPU/-core. Weil da das System eben nicht komplett ausgelastet ist, wenn mal eine rechenintensive Anwendung im Hintergrund läuft, denn das Betriebssystem kann für seine Aufgaben dann einfach nen anderen Kern nehmen!
Und bei modernen Betriebssystemen läuft halt jede Menge im Hintergrund ab… Allerdings niemals genug, um ein Quadcore-System auszulasten, Quadcore lohnt sich wirklich nur, wenn man mehr als 2 rechenintensive Programme gleichzeitig laufen lässt oder mp-aware (so der Fachausdruck) Software nutzt (siehe 2).

Hier ein paar Beispiele für multithreaded Anwendersoftware unter Linux, die auch in unserem Benchmark sind:
-Yafray (Raytracer)
-POVray 3.7 (Raytracer)
-ffmpeg-mt (Videodecoding – z.B. 1080p H.264!)
-x264 (H.264 Videoencoder)
-ffmpeg (teilweise, Videoencoding allgemein)
-7zip (Packer)

Reinhard Holler – Donnerstag, 25. Juni 2009 13:04 Uhr

Mit ein paar virtuellen Maschinen, die jeweils was zu arbeiten haben, lässt sich ein Quad-Core schon ausnutzen.

Außerdem kann man bei vielen Programmen beim Kompilieren vorhandene Kerne ausnutzen, indem man beim Aufruf von “make” die Option “-j ${ANZAHLKERNEPLUSEINS}” angibt. Dann werden mehrere Compile-Prozesse parallel gestartet soweit es die Abhängigkeiten zulassen. Für solche Aufgaben lohnt sich eine Mehrkernmaschine dann schon.