Hallo,
seit einigen Tagen habe ich sarge und SuSE 9.2 parallel im Betrieb.
Um auf die gleichen Mailverzeichnisse (mail-dir Format) mit Kmail zugreifen zu können, habe ich unter beiden Distris den gleichen User mit dem gleichen /home-Verzeichnis benutzt.
Dies hat bis gestern auch funktioniert. Nach Installtion von CUPS und Webmin unter sarge konnte ich mich plötzlich nicht mehr unter SuSE (KDM) einloggen.
Nach dem grafischen Login wurde immer wieder X restarted.
Ich habe nun unter SuSE einen anderen User angelegt und meine /home-Daten nun “doppelt”.
Darf man unter 2 Distris nicht den gleichen User mit gleichem /home benutzen oder sollte so etwas grundsätzlich funktionieren und ich habe etwas übersehen, was ich hätte beachten müssen?
Vielen Dank für Hinweise.
Viele Grüße
Michael
Das Problem liegt darin, dass du sehr häufig unterschiedliche Programmversionen in den beiden Distributionen hast, diese sich aber eine gemeinsame Benutzerkonfiguration (.-Dateien in ~) teilen sollen. Das kann gutgehen, wahrscheinlich ist es aber nicht. Gerade KDE reagiert sehr empfindlich (Absturz) auf kaputte — d.h. alte — Konfigurationsdateien.
Die beste Lösung ist es vermutlich, tatsächlich zwei ~-Verzeichnisse mit denselben Berechtigungen anzulegen, und die „normalen” Unterverzeichnisse dann per Symlink in die Kopie einzubinden. Allerdings muss man dann alle Programme jeweils zweimal konfigurieren, oder die ungefährlichen der .-Dateien einzeln symlinken/kopieren.
Jan
Hallo!
Ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich helfen kann, aber vielleicht kann ich auch einfach einige Denkanstoesse liefern:
Zuerst noch ein paar Fragen:
– ist /home in einer eigenen Partition? Nehm ich hier einfach mal an.
– Die Distributionen laufen als Dual-Boot. D.h. nicht wirklich parallel im laufenden Betrieb?
Hier meine Denkanstoesse:
– Wie schaut es mit den \.*-Dateien direkt im Homeverzeichnis aus (insbes. die fuer X und kde)? Haben sich diese vielleicht veraendert? (mach Dir vielleicht einen zusaetzlichen User unter Suse und vergleiche die Konfigurationsdateien im Homeverzeichnis).
– Ich denke mal, dass es prinzipiell kein Problem ist ein Home-Verzeichnis zw. 2 Distributionen zu teilen. Mit den linuxueblichen Einschraenkungen: Wenn Konfigdateien am gleichen Ort (im Homeverzeichnis) sind und die Programme, die diese verwenden auch noch die gleiche Versionsnummer haben (bei Dir wohl v.a. der X-Server und kde)…
– Gibt es vielleicht in irgendwelchen Logfiles dezente Hinweise auf moegliche Probleme?
Wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass es mich wundert, dass Du ueberhaupt so weit gekommen bist. Ob man unter Windows die Homeverzeichnisse zw. Win 98, 2k, xp teilen kann? ;-)
Noch eine Notloesung:
Ich denke mal, dass wenn alle Stricke reissen eine Art Daten-Partition eine Loesung waere. Ich habe sowas aehnliches auf einem meiner LAN-Server und mounte dieses dann z.B. unter Linux in einen Mountpoint meines Homeverzeichnisses bzw. unter Windows als Netzwerklaufwerk (bei Dir dann halt einfach ein Mount in jeder Distribution). Danach muss man nur noch jedem Programm sagen, dass es seinen Muell irgendwo dort ablegt. In Deinem Falle also z.B. die Mails. Eher umstaendlich, aber das funkt bei mir schon laenger so (laesst sich auch fein sichern). Mails hab ich halt ebenfalls auf einem LAN-Server als IMAP. War haesslich und kompliziert aufzusetzen (v.a. in Verbindung mit sendmail/fetchmail/spamassassin), aber ist nun von Outlook, Horde/Imp, Evolution und pine ansprechbar.
mfG
Philipp
Hallo,
danke für Eure Hinweise.
Ja, mein /home liegt in einer separaten Partition und es handelt sich um eine Dual-Boot-Konfiguration.
Wahrscheinlich sollte ich dann wirklich eine Art “Maildatenverzeichnis” in /home (z.B. /home/mail) etablieren, auf welches ich vom jeweils hochgefahrenen System aus zugreifen kann!?
Gruß
Michael
Danke!
Sehr gut :-)
Michael