ForumDas Dokument “XXX.pdf” ist gesperrt und benötigt ein Passwort bevor es geöffnet werden kann.
Günther Luginger – Montag, 03. März 2014 20:03 Uhr

hallo zusammen,
habe mir heute als kompletter PC-Neuling Ubuntu 12.04 auf meinem Rechner installiert.
Sonst funktioniert alles ganz gut, doch kann ich manche PDF-Dateien nicht öffnen.
Sie verlangen nach einem Passwort, aber ich weiß nicht welches?
Vielleicht kann mir jemand helfen.

Vielen Dank im vorraus
Günni55

1 Antwort
Kai – Montag, 03. März 2014 20:07 Uhr

Wo stammen die PDF-Dokumente denn her? Hast du die aus dem Internet geladen?

Der Ersteller eines PDF-Dokuments kann dieses mit einem Passwort schützen lassen. Das Passwort musst du folglich beim Ersteller des PDFs erfragen. Das ist aber unter Windows eigentlich genauso.

Günther Luginger – Montag, 03. März 2014 20:39 Uhr

hallo kai,
die Dokumente stammen von einer Online-Bücherei.
Wenn ich die gleichen Dokus in Windows-XP mit Adobe-Reader öffne, kann ich die Dokumente alle lesen, dazu brauche ich kein Passwort .

Gruß
Günni55

Kai – Montag, 03. März 2014 22:30 Uhr

Das klingt als wären die PDFs mit einem Kopierschutz versehen. Kann das sein? In dem Fall ist es nicht ganz so einfach, die PDFs zu öffnen – aber auch nicht ganz unmöglich. Bevor ich da aber Anleitungen rauskrame, würde ich gerne erst wissen, ob es einen Kopierschutz (alias DRM alias Adobe-DRM) gibt. :)

Günther Luginger – Dienstag, 04. März 2014 09:22 Uhr

hallo Kai,

jetzt hab ich von der Online-Stadtbücherei einen Artikel gefunden.

[Kurzbeschreibung
„der Adobe Reader unter Linux kann die PDFs nicht öffnen und andere PDF-Leseprogramme fragen nach einem Passwort, welches nicht bekannt ist.“
Artikel
E-Books im pdf-Format die über unser System ausgeliehen werden (außer Titeln von externen Lieferanten, z.B. ciando), sind unter folgenden Linux-Distributionen nutzbar.

SuSe Linux 10 – 12 + Adobe Reader 7.0.9 – 9.x

Ubuntu 8.04 (Hardy Heron) – 10.04 (Lucid Lynx) + Adobe Reader 7.0.9 – 9.x

Debian 4.0 (Etch) – 5.0 (Lenny) + Adobe Reader 7.0.9 – 9.x

Es wird in jedem Falle der PDF-Reader von Adobe benötigt. Andere PDF-Reader wie z.B. kpdf funktionieren leider nicht. Bei Adobe steht eine Kompatibilitätsliste unter folgender URL bereit:

http://adobe.com/products/reader/productinfo/systemreqs/

Abweichend von dieser Liste kann eine Unterstützung von Debian-basierten Systemen von der DiViBib GmbH nicht bestätigt werden. E-Books die die Adobe Digital Edition Software zum Öffnen benötigen können zur Zeit, aufgrund einer fehlenden Linux Version der ADE Software, nicht unter den genannten Linux Distributionen geöffnet werden. ]

ich hoffe, du kannst damit was anfangen,
ansonsten muß ich leider auf meinem Windows-Laptop (mit zu kleinem Bildschirm) die Artikel lesen.

Gruß
Günther

Kai – Dienstag, 04. März 2014 22:36 Uhr

Ok, also haben die PDF-Dateien wie ich schon befürchtet hatte, einen Kopierschutz. Das ist übrigens nicht nur ein Problem unter Linux, sondern auch auf vielen anderen Betriebssystemen.

Du brauchst den Adobe Reader für Linux. Die meisten Distributionen haben den aber nicht mehr im Angebot, weil der in der Vergangenheit durch Sicherheitsprobleme negativ aufgefallen ist (übrigens auch unter Windows).

Die Installation erfordert ein paar Mausklicks, eine Anleitung findest du hier:

http://wiki.ubuntuusers.de/Adobe_Reader

Wenn du ein aktuelles Ubuntu verwendest, musst du ab dem Abschnitt “Fremdpakete” lesen.

Wenn du mit der Anleitung nicht zurecht kommst, melde dich hier noch einmal.

Günther Luginger – Mittwoch, 05. März 2014 13:11 Uhr

hallo kai, danke erstmal,

puh, nach dem lesen des Wiki-Artikels (Adobe Reader und der Unterartikel) bin ich mehrmals rückwärts vom Stuhl gefallen.

Aber jetzt gibts, wie du schon befürchtet hast, einige Fragen.

1.) Im Abschnitt “Installation” im Wiki-Artikel (Adobe Reader) steht das der Adobe Reader XI für Linux nicht erhältlich ist.
Bei der Online-Ausleihe (steht bei Hinweis zum Öffnen) wird aber genau dieser AR XI benötigt um die Dokumente zu lesen.
Damit , glaube ich, wäre der AR9.x (für meine Ubuntu-Version) nutzlos?

Wars das jetzt, oder gibts da noch eine Möglichkeit?

2.) Im Abschnitt “Sicherheitsaspekte” lese ich über vermehrte Sicherheitslücken. Da ich auch Online-Banking und Bestellungen über das Internet tätigen möchte bin ich jetzt sehr verunsichert.

Was meinst du dazu?

Gruß
Günther

Kai – Mittwoch, 05. März 2014 17:27 Uhr

Zu deinen beiden Fragen:

Zu 1.: Die Frage hast du dir eigentlich schon selbst beantwortet. :) Weiter oben schreibst du:

“E-Books im pdf-Format die über unser System ausgeliehen werden (außer Titeln von externen Lieferanten, z.B. ciando), sind unter folgenden Linux-Distributionen nutzbar.
[…]
Ubuntu 8.04 (Hardy Heron) – 10.04 (Lucid Lynx) + Adobe Reader 7.0.9 – 9.x

Die Version 9.x sollte also noch funktionieren. Maßgeblich ist hier die Version des Readers und nicht die von Ubuntu. In jedem Fall kann ausprobieren hier nicht schaden.

Zu 2.: Die Sicherheitsprobleme betreffen nicht nur die Linux-Version vom Adobe Reader, sondern auch die Windows-Version. Letztere sogar besonders, weil sich die Angreifer primär auf Windows konzentrieren. Das ganze Adobe-Zeugs (insbesondere auch Flash) ist in der letzten Zeit recht häufig negativ aufgefallen.

Wenn du den Reader ausschließlich zum Lesen von PDFs aus sicherer Quelle – im Idealfall also nur die ausgeliehenen PDFs – verwendest, hast du aber nichts zu befürchten. Für alle anderen PDFs solltest du dann den eingebauten PDF-Betrachter verwenden. Der startet ja sowieso automatisch, wenn du auf ein PDF doppelklickst. Achte zudem darauf den neusten Reader zu verwenden – wenn ich mich nicht irre wäre das im Moment die Version 9.5.5. In dem sollten alle bislang bekannten Lücken geschlossen sein.

Günther Luginger – Mittwoch, 05. März 2014 20:21 Uhr

hallo kai,

ich hab mir nun die 32bit-Version von Adobe runtergeladen (Linux, German, Reader 9.4.2.deb).
Wenn ich es im Download-Ordner doppelklicke wird es im Ubuntu-Software-Center angezeigt, aber es wird nach anklicken des “Installieren”-Bottens nicht vollständig installiert.

Gruß
Günther

Kai – Donnerstag, 06. März 2014 00:07 Uhr

Erstmal eine Frage vorweg: Du benutzt die 64-Bit-Version von Ubuntu 12.04? Ist das korrekt?

Dann ist die Version 9.4.2 nicht die aktuelle. Es ist die letzte deutsche Version, aber eben nicht die aktuelle Reader-Version.

Die letzte trägt die Versionsnummer 9.5.5, die Adobe hier versteckt:

ftp://ftp.adobe.com/pub/adobe/reader/unix/9.x/9.5.5/enu/

Lade dir dort die Datei “AdbeRdr9.5.5-1_i386linux_enu.deb” und installiere sie mit einem Doppelklick. Bekommst du dann immer noch eine Fehlermeldung?

Günther Luginger – Donnerstag, 06. März 2014 08:52 Uhr

hallo kai,

ja ich hab die 64Bit-Version von Ubuntu 12.04.

Auch die neue AdbeRdr9.5.5-1_i386linux_enu.deb wird nicht vollständig installiert, aber jetzt kommt das erste mal eine Fehlermeldung:

Selecting previously unselected package adobereader-enu:i386.
(Reading database …
(Reading database … 5%
usw.
usw.
(Reading database … 100%
(Reading database … 177354 files and directories currently installed.)
Unpacking adobereader-enu:i386 (from …/AdbeRdr9.5.5-1_i386linux_enu.deb) …
dpkg: error processing /home/gunther/Arbeitsflche/AdbeRdr9.5.5-1_i386linux_enu.deb (–install):
trying to overwrite ‘/etc/bash_completion.d/acroread.sh’, which is also in package adobereader-deu:i386 9.4.2
dpkg-deb (subprocess): data: internal gzip write error: Broken pipe
dpkg-deb (subprocess): failed in write on buffer copy for failed to write to pipe in copy: Broken pipe
dpkg-deb: error: subprocess returned error exit status 2
Errors were encountered while processing:
/home/gunther/Arbeitsflche/AdbeRdr9.5.5-1_i386linux_enu.deb

Gruß
Günther

Kai – Donnerstag, 06. März 2014 12:19 Uhr

Da ist noch die alte Version 9.4.2 im Weg. Bevor wir die deinstallieren, probiere bitte einmal folgendes aus:

– Drücke die Windows-Taste und öffne so das Dash.
– Tippe (blind) “terminal” ein (ohne die Anführungszeichen) und drücke die Eingabetaste.
– Es erscheint jetzt ein neues Fenster mit einer blinkenden Eingabemarke.
– Tippe hier “acroread” ein (wieder ohne Anführungszeichen) und drücke die Eingabetaste.

Es sollte jetzt eine kryptische Fehlermeldung erscheinen. Bitte poste die mal hier. Anschließend kannst du das Fenster schließen.

Günther Luginger – Donnerstag, 06. März 2014 19:27 Uhr

hallo kai

gunther@gunther-HP-dx5150-MT:~$ acroread
/opt/Adobe/Reader9/Reader/intellinux/bin/acroread: error while loading shared libraries: libxml2.so.2: cannot open shared object file: No such file or directory
gunther@gunther-HP-dx5150-MT:~$

ich hoffe, ich hab alles richtig gemacht.

Gruß
Günther

Kai – Donnerstag, 06. März 2014 20:12 Uhr

Alles perfekt und so, wie ich es mir gedacht hatte: Dein System kann keine 32-Bit-Programme ausführen, der Reader ist aber ein 32-Bit-Programm.

Mach deshalb jetzt bitte folgendes:

– Starte das Software-Center.
– Suche nach dem Begriff “ia32-libs” (ohne die Anführungszeichen).
– Das Software-Center sollte dir jetzt einen entsprechenden Eintrag anzeigen. Klicken den an und lasse ihn installieren.

Damit kann jetzt dein System auch 32-Bit-Programme starten. Die Installation dauert eine kleine Weile.

Versuche anschließend mal den Adobe Reader zu starten:

– Öffne mit der Windows-Taste das Dash.
– Tippe (blind) “Adobe Reader” ein.
– Klicke das entsprechende Symbol an.

Wenn du kein Symbol siehst, verwende noch einmal die Methode mit dem “terminal” aus meinem letzten Post.

Startet jetzt der Adobe Reader?

Günther Luginger – Donnerstag, 06. März 2014 20:44 Uhr

hallo kai,

alles perfekt,
Adobe Reader lässt sich öffnen und ich kann auch die Dokumente aus der Online-Bücherei fehlerfrei lesen.

du bist spitze, Danke, Danke, Danke,

Gruß
Günther