ForumAutostart von xsane
Karsten Tröß – Mittwoch, 27. September 2006 18:31 Uhr

Hallo Zusammen,

ich habe vor mir einen Rechner so zu konfigurieren dass er automatisch mit xsane startet.

Der PC:
AMD K6-360 (so ca.)
96MB RAM
SCSI-HDD
Netzwerkkarte
Scanner:
HP-ScanJet IIcx (SCSI)

Die Daten werden auf dem PC zwischengespeichert und später, z.B. per scp, auf einen anderen PC übertragen.
Optimal wäre es so wenn der PC, da er nicht wirklich schnell ist, nach dem Einschalten startet, ein User sich anmeldet und dann XSane startet. Ich brauch auch sonst kein Windowmanager oder ähnliches, also ganz spartanisch.
Ich habe Suse 9.1 installiert, kann aber auch eine andere Version installieren.
Da ich den Scanner in der nächste Zeit oft brauchen werde und momentan keine Zeit mehr habe will ich nicht mit einer anderen Distri auf dem (langsamen) PC anfangen.

Danke für alle Tipps.

Karsten

1 Antwort
Ulf B. – Mittwoch, 27. September 2006 20:53 Uhr

Hi Karsten,

die Ausstattung ist doch garnicht so schlecht. An Deiner stelle würde ich XSane einfach unter X Starten. Dazu benötigst Du dann nur ein minimales X. Wenn sich der Benutzer tatsächlich anmelden muß, würde ich gleich sein Netzwerklaufwerk (sofern Vorhanden) einmounten und dort die Daten abspeichern. Das schont Ressourcen auf dem Rechner, sofern die Platte nicht wirklich groß ist.

Distri ist tatsächlich weit gehend’st egal, nur sollte sie soweit aktuell sein, dass es noch Sicherheits-Updates dazu gibt. Hier bietet sich meines Erachtens besonders Debian basierte Distris an (wenn nicht sogar Debian selbst). Meines Erachtens wäre unter Umständen Xubuntu [1] eine interessante alternative. Je nach dem was sonst noch läuft kann aber wegen der besseren Nutzung von gemeinsamen library’s, auch GNOME (Ubuntu) und KDE (Kubuntu) schneller sein.

Ciao
Ulf

[1] http://www.xubuntu.org/

Karsten Tröß – Donnerstag, 28. September 2006 10:51 Uhr

Hallo Ulf,

soweit so gut, aber wie starte ich das direkt beim hochfahren des Rechners??
Ich will den Netzschalter umlegen, 10min später zum PC gehen, und loslegen, ohne etwas zu starten.

Desweiteren kenne ich mich mit Debian gar nicht aus (Paketmanager) deshalb will ich bei Suse (vorerst) bleiben. Sicherheitsupdates?? O.K. sollte sein, aber mit analogem Modem…

Was muss ich also tun, damit der Rechner gleich startet? z.Zt. starte ich KDE mit automatischer Anmeldung und dann manuell XSane. Ich denke aber man kann auch ohne KDE eine automatische Anmledung durchführen und dann ein Programm starten, aber wie.

Danke.

Karsten

Ulf B. – Donnerstag, 28. September 2006 21:09 Uhr

Hi,

soweit so gut, aber wie starte ich das direkt beim hochfahren des Rechners??
Und was soll Deiner Ansicht nach dagegen sprechen? Eine Möglichkeit wäre mit einem Autostart Patch [1]. Eine weitere (bin jetzt nicht sicher ob das Funzt, da ichs nicht testen konnte) direkt ohne XWindow system zu starten und per script XSane direkt zu starten. Früher hat dann XSane den benötigten X-Server mit gestartet. Alternativ gibt es sowas wie den Kiosk Mode unter KDE [2].

Ich will den Netzschalter umlegen, 10min später zum PC gehen, und loslegen, ohne etwas zu starten.
Ich dachte das Du erst den Benutzer anmelden lassen wolltest, das habe ich zumindest so bei Dir Raus gelesen. Danach unterscheidet sich aber die Anwendung wesentlich.

Desweiteren kenne ich mich mit Debian gar nicht aus (Paketmanager) deshalb will ich bei Suse (vorerst) bleiben.
Ist Deine freie Entscheidung. Bedeutet nur geringfügig mehr Arbeit, das System spätestens alle 2 Jahre upzudaten (zumeist per neuinstallation).

Sicherheitsupdates?? O.K. sollte sein, aber mit analogem Modem…
Arrrg. Gerade dann! Weil Dein Modem normalerweise keinen Paketfilter implementiert (Firewall). Damit benutzt Du die Lokalen Sicherheitsmechanismen. Genau diese sollten natürlich dann auch Ihre Arbeit verrichten. Eigentlich sollte immer gelten, sobald der Rechner nicht ohne Netzwerk (LAN oder WAN) betrieben wird, sind Sicherheitsupdates am besten Täglich zwingend erforderlich. Denn ein SPAMENDER Rechner der durch eine Virus / Trojaner / Root-Kit verseucht wurde, kann zunächst auch Rechtliche Probleme bedeuten. Bei der heutigen 100% Verbindungsüberwachung in den ersten 6 Monaten ist das für die Staatsanwaltschaft ein leichtes.

Die Restlichen Infos solltest Du mit Googeln und lesen der Man-Pages ohne Probleme finden (siehe auch hinweise oben). Wenn Du Dein Konzept erarbeitet hast und Dich festgelegt hast, können wir dann über Detailprobleme gerne noch einmal reden.

Ciao
Ulf

[1] http://forum.ubuntuusers.de/topic/47323/
[2] http://www.linux-user.de/ausgabe/2004/08/062-kiosk/index.html

Karsten Tröß – Montag, 02. Oktober 2006 08:39 Uhr

Hallo Ulf,

also, mein vorhaben ist wie bereits erwänhnt: Rechner einschalten, Blätter auf Scanner auflegen, scannen, Daten zu einem anderen (schnelleren) PC übertragen, PC herunterfahren, fertig. Eine Useranmeldung brauche ich nicht, mir reicht ein Start direkt mit XSane, wie oben erwähnt.

Was das Thema Sicherheitsupdates anbelangt: Ich habe auf meinem PC, an dem das Modem angeschlossen ist, eine Firewall (iptables, selbst gestrickt) laufen und nutze squid für den Zugang von den anderen Rechnern (es gibt also nur von einem eine direkte Verbindung).
Ich habe auch schon Tests von extern gegen meinen Rechner laufen lassen (gibt da so Portscans im Internet), Ergebnis: alles dicht.
Wenn Du noch einen andere, brutalere, besseren Portscann, Einbruchsversuch kennst, sag mir wo ich ihn finde.

Bis dann,

Karsten

Ulf B. – Dienstag, 03. Oktober 2006 21:45 Uhr

Hi Karsten,

OK, kam am Anfang nicht ganz so an.

Hast Du denn mal eine meine Distris mit direkten Start (via Autostartfunktion oder Script) eingerichtet. Wo hapert es denn im Detail?

Zum Thema Sicherheitsupdates, bin ich generell der Ansicht, das alle Systeme die irgendwie Internetzugang bekommen könnten auf aktuellen Stand sein sollten. Insbesondere das System mit der Firewall ist hochgradig gefährdet und sollte somit täglich Sicherheitsupdates (Kernel und Programme mit direkten Zugang) erhalten. Alle anderen sollten zumindest einmal im Monat aktualisiert werden, damit sie nicht gleich mitinfiziert werden wenn das System mit Firewall geknackt wird. Das auch in Linux Systemen prinzipiell eingedrungen werden kann, sieht man an den einbrüchen auf den Debian Servern usw.. Wenn man nicht soviel Bandbreite hat wie Du, sollte man überlegen sich immer die aktuellen CD-Distros zu zulegen und dort z.B. mit CD’s bzw. seit neusten auch DVD’s sein System Sicherheitsupdates nachinstallieren. Wichtige Updates werden täglich aus dem Netz geladen und aktualisiert (da dann das Datenvolumen nicht so ins Gewicht fällt, da ja die Zeit und nicht das Volumen bezahlt wird). Sind auf allen Rechnern die gleichen Distributionen installiert, kann man die sowieso herunter geladenen Pakete auch gleich überall installieren.

Ciao
Ulf