ForumAOL und Linux
Anonymous User – Samstag, 25. Oktober 2003 20:02 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

vielleicht ist es gar nicht mehr so neu für euch, aber selbst AOL ist vernünftig geworden:
Schluss mit irgendwelchen zwielichtigen AOL-Programmen, AOL über Linux geht ganz
einfach:
Benutzername: Benutzername@de.aol.com
Passwort: das normale AOL-Passwort
Name des Providers: AOL
eingehender Mailserver: imap.de.aol.com
ausgehender Mailserver: smtp.de.aol.com

Und es funktioniert super. Hat das ständige NAchfragen doch etwas gebracht. :-)
Das heißt natürlich auch, dass eine AOL-Konfiguration ab sofort über DFÜ-Verbindung
möglich ist und man die Zugangssoftware für Windows auch nicht mehr braucht.

Gruß Dagmar

2 Antworten
Gast – Samstag, 25. Oktober 2003 20:16 Uhr

Das ist nur eine Frage aus reiner Neugier (da ich kein AOL-User bin): funktioniert das nur mit DSL oder anderen Breitbandanschlüssen, oder auch per Modem/ISDN? Ich meine, sowas vor einiger Zeit mal gelesen zu haben.

Gast – Samstag, 25. Oktober 2003 21:19 Uhr

Also per Modem gehts (Kmail machts). Ich denke das ist auch keine Frage des Anschlusses wenn sich
Aol jetzt endlich an normale Standards hält und sich ein bischen Kundenfreundlicher gibt. Ansonsten freu ich mich, da ich so ein kostenloses imap-Konto hab, bei den meisten Anbietern ist das Kostenpflichtig.
Gruss
Martin

Gast – Samstag, 25. Oktober 2003 23:49 Uhr

Hi,

AOL sagte mir, dass die Voraussetzung eine DSL-Flat sei, aber ich denke, es wird auch per
Modem oder ISDN gehen. da muss man aber wahrscheinlich noch AOLs Einwahlnummer mit
konfigurieren und die weiß ich leider nicht mehr.

Gruß Dagmar

BiBaBuzemann – Sonntag, 26. Oktober 2003 18:08 Uhr

Hallo
Das ist ja so ganz Allgemein gesehen ein ganz Positive Signal, welches da gesandt wird. Ich Persönlich würde mich zwar nicht für AOL entscheiden, aber das ist meine Ansicht. Die Frage die man sich aber stellen muss zeigt ein Heise beitrag, unten in der URL. Frage:
Wird so etwas in Zukunft auch unter Linux möglich sein? Denn es ist ja doch nur eine Frage der Zeit wann die AOL Software unter Linux dann auch verfügbar sein wird, welche dann auch noch root-rechte haben will.
Ich hoffe das es nicht dazu kommen wird, aber vor diesem hintergrund kann man doch nur vor AOL Warnen und allen Abraten AOL zu nutzen. Ich halte diese Aktion für Illegal und werte so etwas als einbruch. AOL tritt also die Privatssphäre anderer mit füßen, und zeigt ganz deutlich was Sie von den Grundrechten anderer hält. Für mich ist das ein ganz Typisch-Amerikanisches verhalten.

[1] http://www.heise.de/newsticker/data/ju-25.10.03-000/

Gast – Sonntag, 26. Oktober 2003 18:19 Uhr

Hallo,
die meisten ärgen sich darüber auf, dass AOL den Windows-Nachrichtendienst ohne die User
zu informieren abgeschaltet hat, wobei AOL den User aber niemals darüber im Unklaren ließ,
dass es alles tut, um die Spammerei zu minimieren. Ich sehe im Abschalten des
Nachrichtendienstes keine Probleme. Und alle weiteren Meldungen, die damit in
Zusammenhang gebracht werden (Viren, Würmer etc.) – ich denke, die User sind erwachsene
Menschen und wissen, wie man sich schützen kann. Vielleicht sollte AOL da noch einmal
mehr Aufklärungsarbeit leisten, andererseit so viel Service wie bei AOL gibt es bei kaum einem
anderen Provider und AOL ist nun auch nicht dazu da, uns den A…. nachzutragen. Eine
AOL-Zugangssoftware für Linux wird es sicher nicht so schnell geben, da die Konfiguration so
ziemlich einfach ist und mit seinen AOL-Buddies kann man auch über den GAIM chatten.

Gruß Dagmar

BiBaBuzemann – Sonntag, 26. Oktober 2003 19:05 Uhr

Ich würde es begrüßen wenn man nicht nur als User informiert wird sondern auch eine eigene Entscheidung treffen kann ob man diese Sicherheitsproblem beheben möchte. Für AOL wäre es einfach auf Ihrer Homepage eine entsprechende Info zu Plazieren bei der man anschließend die Möglichkeit hat, wie in diesem Fall, einen Dienst durch AOL abschalten zu lassen, wenn man selbst gar nicht weiß wie so etwas geht. Das wäre für mich ein annehmbarer weg.
Denn wo ist schließlich die Grenze, als Sicherheitsproblem kann man schließlich jedes Programm werten. Dazu ist ja auch ein Satz in dem Artikel, der auf diese Problematik Aufmerksam macht.
So wie es in dem Heise Beitrag beschrieben wird, sehe ich das nicht mehr nur als Ärgernis an. Denn Meinen Rechner möchte ich immer noch selber Beherrschen/Verwalten. Und wer sagt mir das Firmen die so Vorgehen die USER in diesem Maße bevormunden nicht auch die Rechenleistung meines Rechners für andere Zwecke einsetzen, vielleicht für Dinge die ich eigentlich ablehnen würde. Oder im Extremfall andere durch meinen rechner ausspioniert werden, weil es im Geschäftsinterresse solcher Firmen ist. Es geht mir also um ein sehr Weitreichendes Problem der User Bevormundung. Würdet Ihr es gut heisen wenn irgend eine Firma eure Wohnung verändert ohne euch zu Fragen? Ich glaube die meisten wären darüber sehr empört, aber um genau diese Thematik geht es bei diesem Fall.

Benjamin Quest – Sonntag, 26. Oktober 2003 19:48 Uhr

Hmm, ich denke nicht, daß der User im Allgemeinen ein erwachsener Mensch ist, der weiß wie man sich schützen kann. Ich kenne so viele intelligente Menschen, die keinen aktuellen Virenscanner auf ihrem Rechner haben, die nicht die letzten Sicherheitspatches auf dem System haben, die keine Personal Firewall haben (schützt auch vor Dialern) …

Ich weiß auch nicht warum sich die ganze Malware immer übers Outlook (Express) Adressbuch verschickt, sicher haben alle das Vorschaufenster abgeschaltet und dem IE auch die Ausfürhung von ActiveX verboten. NEIN NEIN NEIN. Das Netz ist RANDVOLL mit Menschen, die sich darüber keinen Kopf machen. (Ahnunglos On Line) Und den Aufklärungsbla von AOL liest sich fast keiner durch, denn hätte ich in meinem Leben immer alles Kleingedruckte gelesen, dann wäre ich glaube ich über meine erste Haftpflichversicherung nicht hinausgekommen.

Das einzige was hilft, ist solcherlei “Geschäftspraktiken” gar nicht erst zuzulassen, auch wenn es in diesem Fall mal einen positiven Background hat. AOL ist so vollgestopft mit Features, da ist doch eine Frage bei der Installation “Möchten Sie folgenden Dienst abschalten…?” ein Klacks.

BEnajmin

Felix Schwarz – Montag, 27. Oktober 2003 23:13 Uhr

“Ich kenne so viele intelligente Menschen, die keinen aktuellen Virenscanner auf ihrem Rechner haben, die nicht die letzten Sicherheitspatches auf dem System haben, die keine Personal Firewall haben (schützt auch vor Dialern) … ”

Sorry, ich will ja eigentlich keine Erbsen zählen, aber hier muss schon etwas genauer hingesehen werden, um keinen Unfug zu verbreiten…

Personal Firewall: Ganz nett, wobei die meisten Tools hier nur falsche Sicherheit verbreiten, gerade ZoneAlarm ist da eher kontraproduktiv. Gegen Dialer schützt eine sog. “Personal Firewall” (idR auch nur ein simpler Paketfilter) jedenfalls nicht, dafür müsste ein solcher Paketfilter auch das DFÜ-Netzwerk bzw. die CAPI überwachen. Solche Bundles mögen aus Marketinggründen auch “Personal Firewall” heißen, eigentlich sind es aber eher “Sicherheits-Suits”, die über die eigentliche Firewall-Funktionalität hinausgehen.

Virenscanner: Absolut nutzlos. Braucht man nicht, ist im Zweifelsfall sowieso veraltet. Man braucht nur minimal sichere Software, z.B. darf der E-Mail-Client gefährliche Attachements nur auf der Festplatte speichern (also alles, was aktive Inhalte beinhalten könnte). Aus dem Internet heruntergeladene Dateien stammen sowieso nur aus vertrauenswürdigen Quellen (sicherheitsbewusstes Verhalten).

Sicherheitspatches: Es würde ja schon mal reichen, wenn die übelsten Scheunentore gestopft würden. Es muss gar nicht der letzte Fix sein.

Auch wenn ich deinen Tenor unterstütze (“User idR nicht richtig informiert”), glaube ich nicht, dass diese Hype-Tools wirklich helfen. Sichere Software wird gebraucht und diese ist eigentlich recht einfach zu schreiben, wenn man darauf verzichtet, Komponenten (z.B. MS IE und ActiveX) immer tiefer in das System zu integrieren und schon beim Entwurf an Sicherheit denkt.
Mit Mozilla und einem anderen E-Mail-Client als Outlook (Express) ist man auf der Client-Seite schnell und einfach die meisten Probleme los.

fs

Benjamin Quest – Dienstag, 28. Oktober 2003 19:26 Uhr

Tja wenn das wirklich alle so handhaben wie Du, dann erklärt das einiges … Klar sollte man den Nutzen einer Firewall+Sicherheitssuite nicht überschätzen (und Zonealarm ist eh Spyware), und auch weiß ich daß ein Paketfilter nicht vor Dialern schützt, das was auf dem (Windows-)Markt aber in der Regel als Firewall angepriesen wird tut das aber i.d.R. schon.

Den Nutzen von aktuellen Virenscannern (ja, AKTUELLEN) aber für Null und Nichtig zu erklären finde ich etwas arg. Es gibt wahrlich genug Virenschleudern und es reicht leider nicht immer aus nur bei den Attachments a weng vorsichtig zu sein.

Daß sichere Software gebraucht wird, da gebe ich Dir vollkommen Recht. Und sicher meint meiner Meinung nach auch Quelloffen. Die bisherige Sicherheitspolitik von MS: “zwei Augen sehen weniger als 100000” und: “wenn wir das Sicherheitsloch nicht bekannt geben dann existiert es auch nicht” hat zusammen mit der weitgehenden OS/Browser/Mailprogramm-Monokultur schließlich zu dem Zoo geführt, den wir jetzt haben.

Jörg Schwan – Samstag, 01. November 2003 01:01 Uhr

hallo rene,
ich glaube, die mitgliedschaft bei aol ist freiwillig – also kann ich mich auch nicht
beschweren, wenn ich mich an deren regeln halten muss.
ich persönlich halte zwar auch nichts von aol, aber von bevormundung kann doch nun
wirklich nicht die rede sein, denn – wie schon erwähnt – machen die mitglieder das
freiwillig. schließlich gibt es ja noch alternativen zu den bösen amerikanern …
gruß jörg

Jörg Schwan – Samstag, 01. November 2003 01:01 Uhr

hallo rene,
ich glaube, die mitgliedschaft bei aol ist freiwillig – also kann ich mich auch nicht
beschweren, wenn ich mich an deren regeln halten muss.
ich persönlich halte zwar auch nichts von aol, aber von bevormundung kann doch nun
wirklich nicht die rede sein, denn – wie schon erwähnt – machen die mitglieder das
freiwillig. schließlich gibt es ja noch alternativen zu den bösen amerikanern …
gruß jörg

BiBaBuzemann – Sonntag, 16. November 2003 19:03 Uhr

Ich glaube nicht das Du deinem Vermieter das recht ein räumen würdest, dass er zu jeder Zeit ohne Deine Zustimmung bzw. wissen, deine Wohnung betreten darf und Sie dann auch noch verändert!
Ich kenne einige die Mitglied bei AOL sind, die aber von solchen Regeln, die es AOL erlauben ungefragt auf den Rechner zuzugreifen und Veränderungen am System (die Installation der Zugangssoftware mal ausgeschloßen) dürchführen zu dürfen, nichts wissen! Und die waren auch sehr empört über dieses Vorgehen, auch wenn es einer guten sache dient.
schließlich gibt es ja noch alternativen zu den bösen amerikanern …
Möchtest Du mir verbieten,Kritik für ein Typisch Amerikanisches Geschäftsgebaren, zu Üben?
Mal davon abgesehen, Warum erklärt man die Cracker zu Kriminellen, wenn es Unternehmen bei Ihren Kunden erlaubt sein soll, in die Rechner Einzubrechen? Dies kann nicht das Richtige Vorgehen sein, ODER?

Gast – Samstag, 03. Januar 2004 22:14 Uhr

Hallo,
um noch mal auf die Geschichte mit dem Nachrichtendienst,der von AOL abgeschaltet wurde, zurückzukommen: anscheinend war das entweder eine Falschmeldung oder AOL hat ihn wieder aktiviert, jedenfalls spammt er munter frisch fröhlich weiter. :-) Mich kann es aber weiter nicht stören, da ich ihn ohnehin abgeschaltet habe. Wenn ich allerdings das erste Mal nach einer Windows-Neuinstallation ins Internet gehe, bemerke ich ihn.

Gruß Dagmar