Hallo zusammen,
heute zeige ich wie ich eine eigene Zeichnung coloriere. Mit Gimp bin ich da nicht so geübt, aber es sind die selben Werkzeuge vorhanden wie in PS darum bin ich guter Dinge.
Nachdem das Bild eingescannt wurde, dupilziere ich einfach die Hintergrundebene und schalte diese auf “Multiplizieren“. Auf diese Weise bleiben die Striche weiterhin zusehen, ohne Gefahr zu laufen etwas ungewollt zu übermalen, denn der Comic-Look soll erhalten bleiben. Außerdem brauche ich so meine kommenden Ebenen nicht aufwändig aufeinander abzustimmen.
Nun fange ich an zu colorieren. Um die Übersicht zu behalten, und um später leichter Farbänderungen vorzunehmen, erstelle ich immer eine neue Ebene für jedes Objekt der gleichen Art. Also eine Ebene für die Haut, eine fürs Haar, eine fürs Top, eine für die Hose und eine für Accessoires.
Da die Haut die unterste Ebene bildet male ich sie sehr großzügig überlappend, die nächsten Ebenen überdecken sie ja, so entstehen keine weißen Streifen wo keine sein sollen. Desweiteren verwende ich nur einen Farbton für jeder Fläche. Helle und dunkle Stellen bestimme ich erst später.
Durch das Tool “Abwedeln/Nachbelichten” gebe ich den Farbflächen Form und Tiefe. Abwedeln hellt auf, Nachbelichten verdunkelt; Wichtig ist das man auch dem “Umfang” (Schatten/Mittel/Glanzlichter) beachtet, den jeder Punkt hellt/verdunkelt jeweils anders. Ich empfehle euch: “Probiert es aus, lernt das Tool kennen”. Indem jedes Objekt auf einer eigenen Ebene steht, wird auch nur die Ebene abgewedelt bzw. nachbelichtet auf der man sich gerade befindet. Anfänger scheuen immer davor an die Außenkante zu gehen oder den Umfang zu verändern. Das sieht man deren Arbeiten dann auch an.
Wenn ich dann mit dem Colorieren fertig bin möchte ich der Zeichnung noch kleine Highlights verpassen.
Dazu erstelle ich eine neue Ebene über der duplizierten Hintergrundebene. Mit dem Tool “Freie Auswahl“, oder auch Lasso genannt, markiere ich die Brillengläser. Nun nehme ich einen Schwarz/Weiß-Farbverlauf und fülle damit die Gläser. Nun noch diese Ebene auf “Bildschirm” gestellt und schon sind Brillengläser durchscheinend und spiegelnd.
Eine weitere Ebene wird erstellt, diesmal über der Hose. In diese Ebene kopiere ich ein Bild von einem Jeans-Stoff. Die Ebene wird entsättigt, auf “Weiche Kanten” gestellt und die Transparenz auf etwa 60% verringert. So erscheint die Hose stofflicher als vorher.
E ‘ Viola
Schon ist das Bild fertig!
Der Wechsel auf Gimp war in diesem Fall gar nicht schwer. Ein wenig muss man sich schon neuorientieren, aber das muss man schließlich bei jedem neuem Programm.
schönen Gruß
Stephan
Zum Schluß gibts noch einen Blick auf das fertige Bild










